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Sa, 16:01 Uhr
06.09.2008

Gala zur Spielzeiteröffnung

Während beim Weinfest gestern auf dem Markt von Sondershausen beim Dixieland der Bär steppte, ging es im Achteckhaus gesetzter zu. Dort fand vor nicht ganz gefülltem Haus die Operngala statt...


Um es gleich vorweg zu nehmen, wer die noch vorhandenen einzelnen Sitzplätze nicht besetzt hatte, war selber schuld. Denn er verpasste einen abwechslungsreichen Melodienreigen. Und es gab eine Premiere. Zum ersten Mal stellte sich der neue Generalmusikdirektor, Markus L. Frank, als Dirigent des Loh-Orchesters vor. Und es war ein sehr gelungener Einstand.

Operngala (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Operngala (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Beschwingt und leicht führte er den Klangkörper von der Ouvertüre von Mozarts „Don Giovanni“ über Offenbachs „Hoffmanns Erzählungen“ wieder zu Don Giovanni. Höhepunkt des ersten Teils war zweifelsohne „Sola, sola, in bujo loco“ gesungen von SabineBlanchard, Anja DanielaWagner, Sandra Schütt, Marcos Liesenberg, Thomas Kohl und Amit Friedmann.

Bei „La cidaremla mano“ gab es einmal eine andere Art des Abgangs. Am Ende trug Sänger Gavin Taylor seine Gesangspartnerin auf Händen aus dem Saal. Die Geschmäcker sind verschieden, aber mit Amin Friedmann (Bassbariton) hat man am Theater Nordhausen/Sondershausen einen sehr guten Griff getan. Wer bei Aschebrödel war, konnte ihn dort schon bewundern.

Nach der Pause ging es mit Johann Strauß und „Eine nacht in Venedig“ weiter. Mit Mozarts „Die Gärtnerin aus Liebe“ waren einmal seltener zu hörende Melodien vertreten. Mit Ralph Benatzky („Im WeißenRössl“), Leonhard Bernstein („On The Town“), noch mal Johann Strauß („Eine Nacht in Venedig“) klang der sehr hörenswerte Abend aus.

Die Musikalische Leitung hatten Markus L. Frank und Pit Uhden. Die Choreinstudierung erfolgte durch Daniel Mayr und Friedemann Schulz.

In gekonnter Manier führten Lars Tietje (Intendant) und Anja Eisner (Chefdramaturgin) als Moderatoren durch das Programm.

Im Theater Nordhausen ist die Operngala heute, am 10. September um 15.00 Uhr und 19.30 Uhr sowie am 28. September um 14.30 Uhr zu erleben.
Autor: nnz/kn

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