Mi, 08:54 Uhr
03.09.2008
Der nnz-Wetter-Rückblick auf den Sommer
Einen hochinteressanten Rückblick auf den Sommer 2008 hat uns Dr. Jutta Parnieske-Pasterkamp von der Fachhochschule Nordhausen geschickt. Ihr Fachbereich sind die Ingenieurwissenschaften und dort der Studiengang Umwelt- und Recyclingtechnik.
Die Wetter-Fachfrau (Foto: Autorin)
Der meteorologische Sommer umfasst die Monate Juni, Juli und August und unterscheidet sich damit deutlich vom kalendarischen Sommer. Am 1. September startet der meteorologische Herbst. Der August gilt als beständigster und wärmster Sommermonat: Der Temperaturunterschied zwischen den Meeren und dem Festland ist relativ gering, so dass auch mal längere Hochdrucklagen mit schönem Wetter möglich sind.
Gemeinhin werden auch die heißesten Tage im August gemessen, obwohl diese bereits spürbar kürzer werden. Im Monatsverlauf nimmt die Tageslänge um etwa anderthalb Stunden auf 13 h 39min ab. Dies wirkt sich insbesondere auf die Nachttemperaturen aus, in denen die tagsüber gespeicherte Wärme wieder abgegeben wird. In der Folge kann es gegen Ende August auch schon mal herbstlich werden, mit Dunst, Nebel, feuchtem Gras und beschlagenen Autoscheiben in den frühen Morgenstunden.
Der Sommer in Nordhausen war genau wie der August unbeständig und wechselhaft: Hitze mit Temperaturen über 36 °C wechselten sich mit Tagen ab, an denen das Thermometer kaum die 20°-Marke (21. Juli) erreichte. So richtiges andauerndes Badewetter gab es nicht. Betrachtet man den Temperaturverlauf in den drei Sommermonaten, so erkennt man in etwa einen 12-tägigen Rhythmus. Dieser Rhythmus ist für unser europäisches Wetter ganz typisch.
Die Temperaturen im Sommer 2008 lagen an der Station auf dem Campus der FH Nordhausen mit 19,8°C um 2,6°C über dem langjährigen Mittel der Station in Salza. Geregnet hat es seit Juni 153,7 Liter pro m², 25 Liter weniger als im 50-jährigen Vergleich. Die Monate Juni und August waren zu trocken, der Juli dahingegen zu feucht. Im August fielen in Nordhausen nur 18 Liter pro m², dies entspricht ca. 30% der üblichen Niederschlagsmenge für diesen Monat. Die Sonne schien immerhin 164 Stunden, im 25-jährigen Mittel sind es knapp 210 Stunden. Astronomisch möglich wären in diesem Monat über 400 Stunden Sonne.
Der Nordhäuser Sommer von Juni bis August mit 92 Tagen bescherte uns immerhin 38 Sommertage mit Temperaturen über 25°C (15 Tage im August) und 21 Tage heiße Tage mit Temperaturen über 30°C (5 Tage im August). Nur eine einzige Tropennacht wurde verzeichnet, es war die Nacht vom 02. zum 03. August, das Thermometer sank gegen 6 Uhr im Minimum auf 20°C. Zur Erinnerung: An diesem Wochenende und in dieser warmen Nacht feierten die Nordhäuser das Altstadtfest Nordhausen.
Der wechselhafte und unbeständige Sommer 2008 verabschiedete sich am letzten August-Wochenende noch mal mit hochsommerlichen Temperaturen von knapp 30°C und 10 Stunden Sonne pro Tag. Er will wohl in guter Erinnerung bleiben…
Dr. Jutta Parnieske-Pasterkamp
Autor: nnz
Die Wetter-Fachfrau (Foto: Autorin)
Der meteorologische Sommer umfasst die Monate Juni, Juli und August und unterscheidet sich damit deutlich vom kalendarischen Sommer. Am 1. September startet der meteorologische Herbst. Der August gilt als beständigster und wärmster Sommermonat: Der Temperaturunterschied zwischen den Meeren und dem Festland ist relativ gering, so dass auch mal längere Hochdrucklagen mit schönem Wetter möglich sind.Gemeinhin werden auch die heißesten Tage im August gemessen, obwohl diese bereits spürbar kürzer werden. Im Monatsverlauf nimmt die Tageslänge um etwa anderthalb Stunden auf 13 h 39min ab. Dies wirkt sich insbesondere auf die Nachttemperaturen aus, in denen die tagsüber gespeicherte Wärme wieder abgegeben wird. In der Folge kann es gegen Ende August auch schon mal herbstlich werden, mit Dunst, Nebel, feuchtem Gras und beschlagenen Autoscheiben in den frühen Morgenstunden.
Der Sommer in Nordhausen war genau wie der August unbeständig und wechselhaft: Hitze mit Temperaturen über 36 °C wechselten sich mit Tagen ab, an denen das Thermometer kaum die 20°-Marke (21. Juli) erreichte. So richtiges andauerndes Badewetter gab es nicht. Betrachtet man den Temperaturverlauf in den drei Sommermonaten, so erkennt man in etwa einen 12-tägigen Rhythmus. Dieser Rhythmus ist für unser europäisches Wetter ganz typisch.
Die Temperaturen im Sommer 2008 lagen an der Station auf dem Campus der FH Nordhausen mit 19,8°C um 2,6°C über dem langjährigen Mittel der Station in Salza. Geregnet hat es seit Juni 153,7 Liter pro m², 25 Liter weniger als im 50-jährigen Vergleich. Die Monate Juni und August waren zu trocken, der Juli dahingegen zu feucht. Im August fielen in Nordhausen nur 18 Liter pro m², dies entspricht ca. 30% der üblichen Niederschlagsmenge für diesen Monat. Die Sonne schien immerhin 164 Stunden, im 25-jährigen Mittel sind es knapp 210 Stunden. Astronomisch möglich wären in diesem Monat über 400 Stunden Sonne.
Der Nordhäuser Sommer von Juni bis August mit 92 Tagen bescherte uns immerhin 38 Sommertage mit Temperaturen über 25°C (15 Tage im August) und 21 Tage heiße Tage mit Temperaturen über 30°C (5 Tage im August). Nur eine einzige Tropennacht wurde verzeichnet, es war die Nacht vom 02. zum 03. August, das Thermometer sank gegen 6 Uhr im Minimum auf 20°C. Zur Erinnerung: An diesem Wochenende und in dieser warmen Nacht feierten die Nordhäuser das Altstadtfest Nordhausen.
Der wechselhafte und unbeständige Sommer 2008 verabschiedete sich am letzten August-Wochenende noch mal mit hochsommerlichen Temperaturen von knapp 30°C und 10 Stunden Sonne pro Tag. Er will wohl in guter Erinnerung bleiben…
Dr. Jutta Parnieske-Pasterkamp

