eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Mo, 07:22 Uhr
25.08.2008

Feuer und Flamme für Italien

Der kommende Samstag beschert den Besuchern des Geburtshauses der Dichterin Sarah Kirsch in Limlingerode ab 14.30 Uhr eine Begegnung mit dem Sehnsuchtsland zahlreicher Deutscher, mit Italien. Dem Anliegen des Fördervereins entsprechend, sind es die Literaten, die mit ihren Italieneindrücken zu Wort kommen...


Auch Sarah Sarah Kirsch kennt „das Land, wo die Zitronen blühn“, wie es Goethe in seinem berühmten „Lied der Mignon“ fragen lässt. Sie bekam ein Arbeitsstipendium in der Villa Massimo in Rom. Dieser Aufenthalt verdichtete sich natürlich in ihr auch zu Versen.

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts wurde Italien mehr und mehr zu einem der beliebtesten Urlaubsländer erholungs- und sonnenhungriger Nord- und Mitteleuropäer. Man möchte hin zu den „Tummelplätzen der Sehnsucht, Weidegründen des Fernwehs“, wie es die Schriftstellerin Marie Luise Kaschnitz ausdrückte. Doch schon lange vor dem Massentourismus besaß Italien besonders für Intellektuelle große Anziehungskraft. Der aus Stendal stammende Kunstwissenschaftler und Archäologe Winckelmann, jahrelang Aufseher über die Altertümer in und um Rom, wies im 18. Jahrhundert die Richtung und Goethe setzte auf seinen Spuren die entscheidende Markierung für folgende Generationen.

Bis zu Winkelmann waren es Pilger, die an die christlichen Wallfahrtsorte zogen, besonders nach Rom. Die Söhne begüterter Häuser gingen auf die sogenannten „Kavalierstouren“, um zum Abschluss ihrer Ausbildung ihren Horizont zu erweitern. Mit Winkelmann und Goethe änderte sich der Reisegrund. Kunstreisen wurden für Gebildete die Regel. Dichter, Schriftsteller, Künstler, Musiker, Wissenschaftler hatten den Drang ins Land der südlichen Sonne, der südlichen Luft, der südlichen Farben, des südlichen Flairs. Der Dreiklang aus bildender Kunst, arkadischer Landschaft und ungezähmter Natur faszinierte.

In der Langen Reihe 11 werden am 30. 8. Gedichte vom Ende des 18. Jahrhunderts bis in die Jetztzeit erklingen. Gleichzeitig wird eine neue HausART eröffnet, die die Räume in berauschenden Farbklängen erstrahlen lässt: Patchwork und Quilting, uralte, aus dem Orient stammende Techniken der Textilen Gestaltung. Die kunstvollen Werke entstanden unter dem Einfallsreichtum und mit den geschickten Händen von 12 Frauen aus Nordhausen und der näheren und weiteren Umgebung. Einmal in der Woche treffen sie sich zum Lehrgang „Künstlerische Textil-gestaltung Patchwork“ im Rahmen der Volkshochschule. Seit acht Jahren läuft der Kurs sehr erfolgreich, wie man es in Limlingerode erleben kann. Innovation ist großgeschrieben!

Damit möglichst viele die Gelegenheit haben, die Fülle kreativer Möglichkeiten mit den Medien Stoff und Faden, Formen und Verarbeitungstechniken anzusehen, werden Mitglieder des Kurses nach der Eröffnung bis zum Ende der Ausstellung am 27. September mittwochs und sonntags von 14.00 bis 17.00 Uhr im Haus anwesend sein.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)