Fr, 12:23 Uhr
22.08.2008
Schnitzeljagd in Nordhausen
Geocaching ist eine moderne Form der altbekannten Schnitzeljagd, die sich wachsender Beliebtheit erfreut. Von besonderem Reiz ist dabei für viele die Verknüpfung von modernen Hilfsmitteln wie Internet und GPS-Navigation mit einem Naturerlebnis.
Worum geht’s? Beim Geocaching spürt man in der Landschaft versteckte Gegenstände auf. Die Koordinaten der Fundstellen sind auf Seiten im Internet verzeichnet. Zur Orientierung im Gelände wird ein tragbares Satellitennavigationsgerät (GPS-Empfänger) verwendet.
Das Geocaching lässt sich zurückführen auf das schon ältere Letterboxing bei dem ebenfalls an verschiedenen Orten Behälter versteckt werden, die jedoch ohne GPS-Unterstützung gesucht werden. Das erste bekannte Letterboxing wurde 1854 in England beschrieben.
In den 1980er Jahren praktizierte der Finne Nuuksion Metsäsissit in der Gegend um Helsinki mit Hilfe einer Landkarte Schnitzeljagden, bei denen Behälter mit verschiedenem Inhalt versteckt wurden. Er gab die Koordinaten an Bekannte, die sich damit auf die Schatzsuche machen konnten.
Durch die Abschaltung der künstlichen Verschlechterung der Genauigkeit des GPS-Signals durch die US-Regierung am 2. Mai 2000 wurde der Einsatz der GPS-Geräte auch für private Einsätze praktikabel. Die Genauigkeit der Positionsbestimmung per GPS-Signal wurde für nicht militärische Nutzer auf 10 Meter erhöht. Um diese Verbesserung zu feiern, schlug ein Amerikaner am 3. Mai 2000 im Internet vor, ein weltweites Spiel zu starten und an besonderen Orten Behälter mit Tauschobjekten zu verstecken. Noch am selben Tag verbuddelte er in der Nähe der Stadt Portland im US-Bundesstaat Oregon einen schwarzen Plastikeimer, in dem er CDs, eine Videokassette, ein Buch und eine Steinschleuder hinterlegte. Anschließend veröffentlichte er die Koordinaten des Verstecks im Internet.
Innerhalb eines Tages wurde der Stash (engl. Geheimversteck, geheimes Lager) gefunden. Drei Tage später erstellte der Finder eine private Webseite, auf der er später die wachsende Anzahl an Stashes und deren Koordinaten dokumentierte – das Geocaching war geboren. Der erste Cache in Deutschland wurde am 2. Oktober 2000 südlich von Berlin versteckt und trägt den Namen First Germany.
Inzwischen existieren weltweit 625.000 aktive Caches, davon befinden sich rund 64.000 in Deutschland. Im Umkreis von 10 Kilometern um die Stadt Nordhausen sind derzeit etwa 90 Caches zu finden. Rund ein Dutzend der Fundstellen wird vom Geocaching-Team der Nordhäuser LIFT gGmbH im Rahmen eines Projektes regelmäßig aufgesucht, auf Vollständigkeit kontrolliert und die getätigten Besuche protokolliert. Weitere Caches sind bereits in Planung.
Beliebt ist das Platzieren der Caches an markanten Gelände- oder Aussichtspunkten. So auch in Nordhausen: So sind sie unter anderem an Flehmüllers Eiche und an der Antiquareiche versteckt - zwei beeindruckenden, mehrere Jahrhunderte alten Bäumen, die als Naturdenkmäler eingestuft sind.
Autor: nnzWorum geht’s? Beim Geocaching spürt man in der Landschaft versteckte Gegenstände auf. Die Koordinaten der Fundstellen sind auf Seiten im Internet verzeichnet. Zur Orientierung im Gelände wird ein tragbares Satellitennavigationsgerät (GPS-Empfänger) verwendet.
Das Geocaching lässt sich zurückführen auf das schon ältere Letterboxing bei dem ebenfalls an verschiedenen Orten Behälter versteckt werden, die jedoch ohne GPS-Unterstützung gesucht werden. Das erste bekannte Letterboxing wurde 1854 in England beschrieben.
In den 1980er Jahren praktizierte der Finne Nuuksion Metsäsissit in der Gegend um Helsinki mit Hilfe einer Landkarte Schnitzeljagden, bei denen Behälter mit verschiedenem Inhalt versteckt wurden. Er gab die Koordinaten an Bekannte, die sich damit auf die Schatzsuche machen konnten.
Durch die Abschaltung der künstlichen Verschlechterung der Genauigkeit des GPS-Signals durch die US-Regierung am 2. Mai 2000 wurde der Einsatz der GPS-Geräte auch für private Einsätze praktikabel. Die Genauigkeit der Positionsbestimmung per GPS-Signal wurde für nicht militärische Nutzer auf 10 Meter erhöht. Um diese Verbesserung zu feiern, schlug ein Amerikaner am 3. Mai 2000 im Internet vor, ein weltweites Spiel zu starten und an besonderen Orten Behälter mit Tauschobjekten zu verstecken. Noch am selben Tag verbuddelte er in der Nähe der Stadt Portland im US-Bundesstaat Oregon einen schwarzen Plastikeimer, in dem er CDs, eine Videokassette, ein Buch und eine Steinschleuder hinterlegte. Anschließend veröffentlichte er die Koordinaten des Verstecks im Internet.
Innerhalb eines Tages wurde der Stash (engl. Geheimversteck, geheimes Lager) gefunden. Drei Tage später erstellte der Finder eine private Webseite, auf der er später die wachsende Anzahl an Stashes und deren Koordinaten dokumentierte – das Geocaching war geboren. Der erste Cache in Deutschland wurde am 2. Oktober 2000 südlich von Berlin versteckt und trägt den Namen First Germany.
Inzwischen existieren weltweit 625.000 aktive Caches, davon befinden sich rund 64.000 in Deutschland. Im Umkreis von 10 Kilometern um die Stadt Nordhausen sind derzeit etwa 90 Caches zu finden. Rund ein Dutzend der Fundstellen wird vom Geocaching-Team der Nordhäuser LIFT gGmbH im Rahmen eines Projektes regelmäßig aufgesucht, auf Vollständigkeit kontrolliert und die getätigten Besuche protokolliert. Weitere Caches sind bereits in Planung.
Beliebt ist das Platzieren der Caches an markanten Gelände- oder Aussichtspunkten. So auch in Nordhausen: So sind sie unter anderem an Flehmüllers Eiche und an der Antiquareiche versteckt - zwei beeindruckenden, mehrere Jahrhunderte alten Bäumen, die als Naturdenkmäler eingestuft sind.


