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Di, 13:42 Uhr
05.08.2008

Heiß und tierisch

Gut zu tun hatten die Nordhäuser Feuerwehren im ersten Halbjahr 2008. Neben den Flammen in Häusern mußten sich die Kameraden auch mit Tieren „beschäftigen“. Die Einzelheiten wie immer in Ihrer nnz.


Bis Ende Juni mussten die Berufsfeuerwehr und die Freiwilligen Feuerwehren zu 677 Einsätzen ausrücken, zum Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es mit 656 Einsätzen somit genau 21 mehr. „Diese stetige leichte Steigerung der Einsatzzahlen beobachten wir schon seit Jahren, gerade bei den Hilfeleistungen bzw. bei der Rettung und Bergung von Tieren sind diese Steigerungen zu verzeichnen“, erklärte Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD).

Was die Brände betrifft, so ist Jendricke noch gut die Nacht vom 13. April in Erinnerung: „Da brannte eine Wohnung im 8-geschossigen Wohnblock am Zuckerweg. Die Feuerwehren konnten zum Glück die Ausbreitung des Feuers verhindern und zusammen mit anderen Rettungskräften rund 20 Menschen in Sicherheit bringen.“

Ähnlich dramatisch sei der Nacht-Einsatz des 5. Juli im Wohnheim an der Fachhochschule, wo das Feuer in einer Küche auf die Gesamtkonstruktion des Hauses übergegriffen hatte und der Dachstuhl bereits in Flammen stand. „Wir konnten damals zusammen mit den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Mitte und Sundhausen sechs eingeschlossene Personen befreien – da war unser ganzes Können gefragt“, sagte Helmut Neblung, der Chef der Nordhäuser Berufsfeuerwehr.

Die Brände – es waren im ersten Halbjahr immerhin 84 – machen allerdings nur einen Teil der Arbeit der Feuerwehren aus. „Hinzu kamen 519 Hilfeleistungen und 74 Mal wurden wir gerufen, ohne dass unser Einsatz letztlich nötig war, weil sich beispielsweise das vermeintliche Feuer als Qualm vom gerade gelöschten Grill herausstellte“, erklärte Neblung.

„Wir sind natürlich auch zuständig, wenn tote Tiere gefunden werden – zum Beispiel als Folge von Verkehrsunfällen.“ 61 Tiere waren es im zurückliegenden Halbjahr, die die Beamten geborgen haben. „Da war praktisch alles dabei – vom Waschbär über Hund, Katze bis hin zum Fuchs. In der Regel bergen wir die Kadaver und übergeben sie dem Tierheim, welche dann die Kadaver an eine spezielle Einrichtung zur Entsorgung übergibt“, sagte der Feuerwehr-Chef. Auch um die herrenlosen lebenden Tiere kümmern sich die Feuerwehrkameraden, zuletzt war dies in der letzten Woche sogar eine große Schildkröte.

Zur öffentlichen Diskussion der Stadträte bzgl. des Neubaus eines Feuerwehrzentrums in Nordhausen erklärte der Bürgermeister nochmals, daß, nachdem die Städtische Wohnungsbaugesellschaft (SWG) den Gebäudeteil am Taschenberg des ehemaligen Wehrkreiskommandos gekauft hat, nun noch einmal der Ausbau des bestehenden Berufsfeuerwehrstandortes geprüft werde. „Mir wäre ein Ausbau an diesem Standort mit der Zusammenlegung der Freiwilligen Feuerwehr Nordhausen-Mitte lieber als ein großer Neubau“, erklärte Jendricke. Bei dieser kleineren Ausbauvariante würden auch die Wehren der Stadtteile Krimderode und Salza an ihren bestehenden Standorten belassen.
Autor: nnz

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