Do, 11:19 Uhr
24.07.2008
Waldzustandserhebung 2008
Wenn Sie bei einem Spaziergang in den Wäldern Thüringens seltsame Zweimann-Teams treffen, die mit Ferngläsern in die Bäume starren, dann fühlen Thüringer Förster dem Wald auf den Zahn. Was man da so treibt, erfahren Sie hier....
Waldzustandserhebung (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Rund 60 Förster aus ganz Thüringen trafen sich am 15. und 16. Juli in Gotha zur Auftaktveranstaltung der diesjährigen Waldzustandserhebung. Bei dieser Veranstaltung fand die gemeinsame Eichung statt, damit die Teams, die später in den Wäldern den Waldzustand beurteilen sollen, auch die gleiche Sprache sprechen, denn nur so ist einen allgemeingültige Beurteilung möglich.
Hauptziele der Waldzustandserhebung sind:
Die Waldschadenserhebung wird in Thüringen seit 1991 in Form einer Stichprobe immer in einem 4 x 4 km Raster durchgeführt. Dabei werden 353 systematisch über die Waldfläche Thüringens verteilten Aufnahmepunkte im Sommer von geschulten Aufnahmetrupps untersucht. An jedem Aufnahmepunkt sind 24 Probebäume der vorherrschenden Baumart systematisch ausgewählt und dauerhaft markiert worden. An diesen Bäumen wird dann die Vitalität, das heißt die Lebenskraft des Baumes abgeleitet. Für den Kyffhäuserkreis müssen 14 und für der Landkreis Nordhausen 12 Aufnahmepunkte bearbeitet werden.
Als Hauptkriterien dienen dabei der Nadel- oder Blattverlust und die Vergilbung von Nadeln oder Blättern. Spätestens jetzt wird klar, warum man ein Fernglas braucht, wer kann schon wie Tarzan in den Bäumen rumturnen. Weiterhin werden Verfärbungen, Insekten- und Pilzbefall in die Bewertung einbezogen. Aber auch Wildverbiss und Schäden durch Wind oder Trockenheit werden aufgenommen. Bei dieser Erhebung sind also Fernglas, Feldbuchrahmen und die frischgedruckten Ansprachebücher die wichtigsten Arbeitsmittel
Im Gegensatz zu vielen anderen Bundesländern führen in Thüringen seit Jahren dieselben Mitarbeiter die Waldzustandserhebung durch. Dadurch werden subjektive Bewertungsfehler gering gehalten und auch der Schulungsaufwand sinkt. Unabhängig von diesen Aufnahmetrupps, zu denen immer zwei Mitarbeiter gehören und zu der jeweiligen Forstverwaltung gehören, sind weitere Kontrollgruppen unterwegs. Entsprechend Euro-Richtlinie sind mindestens 10 Prozent der Aufnahmepunkte von einer weiteren Kontrollgruppe zu überprüfen. Eine dieser Kontrollgruppen war heute zum frühen Vormittag auf dem Possen bei Sondershausen unterwegs. Das Ergebnis wird anschließend mit der zuständigen Forstverwaltung ausgewertet.
Im Spätsommer werden dann die erhobenen Daten in der Thüringer Landesanstalt für Wald, Jagd und Fischerei ausgewertet. Die aktuellen Ergebnisse werden nach Abschluss der Arbeiten vom Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar, vorgestellt und im Rahmen des Waldzustandsberichtes 2008 veröffentlicht.
Autor: nnz/kn
Waldzustandserhebung (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Rund 60 Förster aus ganz Thüringen trafen sich am 15. und 16. Juli in Gotha zur Auftaktveranstaltung der diesjährigen Waldzustandserhebung. Bei dieser Veranstaltung fand die gemeinsame Eichung statt, damit die Teams, die später in den Wäldern den Waldzustand beurteilen sollen, auch die gleiche Sprache sprechen, denn nur so ist einen allgemeingültige Beurteilung möglich.Hauptziele der Waldzustandserhebung sind:
- Beurteilung des Gesundheitszustandes der Wälder anhand des sichtbaren Kronenzustandes
- Lokalisierung regionaler Waldschadensschwerpunkte
- Ableitung von Tendenzen der Schadentwicklung
Die Waldschadenserhebung wird in Thüringen seit 1991 in Form einer Stichprobe immer in einem 4 x 4 km Raster durchgeführt. Dabei werden 353 systematisch über die Waldfläche Thüringens verteilten Aufnahmepunkte im Sommer von geschulten Aufnahmetrupps untersucht. An jedem Aufnahmepunkt sind 24 Probebäume der vorherrschenden Baumart systematisch ausgewählt und dauerhaft markiert worden. An diesen Bäumen wird dann die Vitalität, das heißt die Lebenskraft des Baumes abgeleitet. Für den Kyffhäuserkreis müssen 14 und für der Landkreis Nordhausen 12 Aufnahmepunkte bearbeitet werden.
Als Hauptkriterien dienen dabei der Nadel- oder Blattverlust und die Vergilbung von Nadeln oder Blättern. Spätestens jetzt wird klar, warum man ein Fernglas braucht, wer kann schon wie Tarzan in den Bäumen rumturnen. Weiterhin werden Verfärbungen, Insekten- und Pilzbefall in die Bewertung einbezogen. Aber auch Wildverbiss und Schäden durch Wind oder Trockenheit werden aufgenommen. Bei dieser Erhebung sind also Fernglas, Feldbuchrahmen und die frischgedruckten Ansprachebücher die wichtigsten Arbeitsmittel
Im Gegensatz zu vielen anderen Bundesländern führen in Thüringen seit Jahren dieselben Mitarbeiter die Waldzustandserhebung durch. Dadurch werden subjektive Bewertungsfehler gering gehalten und auch der Schulungsaufwand sinkt. Unabhängig von diesen Aufnahmetrupps, zu denen immer zwei Mitarbeiter gehören und zu der jeweiligen Forstverwaltung gehören, sind weitere Kontrollgruppen unterwegs. Entsprechend Euro-Richtlinie sind mindestens 10 Prozent der Aufnahmepunkte von einer weiteren Kontrollgruppe zu überprüfen. Eine dieser Kontrollgruppen war heute zum frühen Vormittag auf dem Possen bei Sondershausen unterwegs. Das Ergebnis wird anschließend mit der zuständigen Forstverwaltung ausgewertet.
Im Spätsommer werden dann die erhobenen Daten in der Thüringer Landesanstalt für Wald, Jagd und Fischerei ausgewertet. Die aktuellen Ergebnisse werden nach Abschluss der Arbeiten vom Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar, vorgestellt und im Rahmen des Waldzustandsberichtes 2008 veröffentlicht.


