Sa, 12:51 Uhr
15.06.2002
Schrecksekunde für den Taschenberg
Nordhausen (nnz). Die Nachfolgen des zweiten Weltkrieges sind weiterhin in Nordhausen spürbar. Schon seit Jahren haben die Bürger mit grausigen und gefährlichen Funden zu kämpfen. Was heute wieder zu einer Katastrophe hätte führen können, lesen Sie in der nnz.
Heute etwa gegen halb elf: Polizei und Kampfmittelbeseitigung sind alarmiert. Der komplette Bereich um den Taschenberg wurde abgeriegelt. Grund: ein Bombenfund bei einer Ausgrabung. Den heutigen Samstag hätte sich Eigenheimbauer Harald Schröer auch anders vorgestellt, denn was man in seinem zukünftigen Keller in der Dr.Silberborth-Straße 28 fand, hätte sicherlich nicht nur sein Bauvorhaben, sondern auch das Haus des Nachbarn gefährdet. Eine amerikanische 250-Kilogramm Bombe war das Objekt der Begierde, womit sich vor allem der technische Einsatzleiter Rainer Döring von der Kampfmittelbeseitigung Firma Tauber auseinander setzen musste.
Nach Aussagen des Truppführers Horst Stuy war diese Bombe trotz defekter Hülle nicht ganz ungefährlich: Zwar ist die Bombe ein Blindgänger, trotzdem muss man immer damit rechnen, dass sie irgendwie etwas auslösen kann. Wir haben den abgeschlagenen Kopfzünder gefunden, doch der Heckzünder musste ebenfalls noch ausgeschraubt werden. Auch besteht immer die Möglichkeit, dass weitere Bomben hier herum liegen. Letztlich ging alles gut aus, doch mulmig war es den Beteiligten schon. Eine Bombe dieser Art kann schließlich einen mehrere Quadratmeter großen Trichter verursachen.
Übrigens: Für den Einsatzleiter Döring war dies seine Entschärfung Nummer 87 in seiner Laufbahn. Das zeigt, dass er seine Sache bis jetzt sehr gut erledigt hat.
Autor: vf
Heute etwa gegen halb elf: Polizei und Kampfmittelbeseitigung sind alarmiert. Der komplette Bereich um den Taschenberg wurde abgeriegelt. Grund: ein Bombenfund bei einer Ausgrabung. Den heutigen Samstag hätte sich Eigenheimbauer Harald Schröer auch anders vorgestellt, denn was man in seinem zukünftigen Keller in der Dr.Silberborth-Straße 28 fand, hätte sicherlich nicht nur sein Bauvorhaben, sondern auch das Haus des Nachbarn gefährdet. Eine amerikanische 250-Kilogramm Bombe war das Objekt der Begierde, womit sich vor allem der technische Einsatzleiter Rainer Döring von der Kampfmittelbeseitigung Firma Tauber auseinander setzen musste.Nach Aussagen des Truppführers Horst Stuy war diese Bombe trotz defekter Hülle nicht ganz ungefährlich: Zwar ist die Bombe ein Blindgänger, trotzdem muss man immer damit rechnen, dass sie irgendwie etwas auslösen kann. Wir haben den abgeschlagenen Kopfzünder gefunden, doch der Heckzünder musste ebenfalls noch ausgeschraubt werden. Auch besteht immer die Möglichkeit, dass weitere Bomben hier herum liegen. Letztlich ging alles gut aus, doch mulmig war es den Beteiligten schon. Eine Bombe dieser Art kann schließlich einen mehrere Quadratmeter großen Trichter verursachen.
Übrigens: Für den Einsatzleiter Döring war dies seine Entschärfung Nummer 87 in seiner Laufbahn. Das zeigt, dass er seine Sache bis jetzt sehr gut erledigt hat.


