Mo, 12:50 Uhr
14.07.2008
Jendricke: Wir sind nicht die Polizei
Seit längerer Zeit arbeiten die Nordhäuser Polizei und das städtische Ordnungsamt zusammen, wenn es um Ruhe, Ordnung und Sicherheit in der Kreisstadt geht. Jetzt wurde auch die Farbe der automobilen Flotten angeglichen. Dazu ein ordentlicher Bericht in Ihrer nnz...
Partner: Wachtel, Jednricke. In der Mittel ein Fahrzeug der Polizei, flankiert von den neuen Fahrzeugen des Ordnungsamtes
Die Polizei fährt blau, bundesweit. Dieser Farbgebung hat sich auch ein Teil der Autoflotte des Nordhäuser Ordnungsamtes angepaßt, der heute der nnz präsentiert wurde. Im Polizei-Blau, mit der Aufschrift Ordnungsamt versehen, sind ein Van und ein Pkw nun in Nordhausen unterwegs. Die Überlegungen, das einheitliche Outfit anzustreben, gab es bereits seit dem Herbst vergangenen Jahres, so Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) bei der heutigen Vorstellung.
Es gibt – neben den Schriftzügen – ein weiteres Unterscheidungsmerkmal: Bei den städtischen Ordnungshütertransportfahrzeugen fehlen die Blaulichter. Die hätte Jendricke schon gern drauf gehabt, doch das Landesverwaltungsamt in Weimar versagte die schleichende Duplizität. Mit den neuen Fahrzeugen soll die Autorität der zehn Außendienstler des Ordnungsamtes deutlich erhöht werden.
Vor allem bei Einsätzen, die die Einhaltung der Stadtordnung zum Inhalt haben. Noch immer – trotz bestehender Stadtordnung – wird auf öffentlichen Plätzen (am Bahnhof, in der Promenade, vor dem Theater) – exzessiv dem Alkohol zugesprochen. Scherbenhaufen, grölende Jugendliche, Frauen und Männer wolle man den Besuchern des Theaters oder den Ankommenden am Bahnhof aber auch Kindern nicht zumuten. Oftmals gingen Vandalismus oder das Erregen von öffentlichen Ärgernissen (Urinieren) mit dem Trinken einher.
Nordhausen sei nicht nur die erste Kommune Thüringens gewesen, die das Alkoholtrinken auf öffentlichen Plätzen, zu denen auch Spielplätze gehören, verboten habe, auch die Zusammenarbeit mit der Polizei sei vorbildwirkend. Und trotzdem: Wir sind keine Polizei, so der Bürgermeister. Die Aufgaben sind zum einen strickt geteilt, zum anderen vermischen sie sich. Sicherheitspartnerschaft sagt man in Nordhausen dazu. Zum Beispiel mit gemeinsamen Streifen in diversen Stadtbereichen (nnz berichtete).
Die verstärkte Präsenz im Polizeiblau scheint durchaus angebracht. Allein im Juni seien 34 Verfahren wegen Alkoholtrinkens im öffentlichen Raum eingeleitet worden. Und die Erhöhung der Sicherheit habe sich gelohnt. Zum Beispiel auf dem Petersberg. Seit es dort verstärkte Kontrollen gebe und das eingezäunte Areal abgeschlossen sei, habe es seit Ende Mai nur einen Fall von Vandalismus gegeben.
Der Chef der Nordhäuser Polizeiinspektion, Polizeioberrat Hartmut Wachtel, lobt die Zusammenarbeit mit der Ordnungsbehörde des Rathauses. In erster Linie geht es beim gemeinsamen Handeln nicht um Repression, sondern um Aufklärung. Dort, wo diese jedoch versagt, dort wird nicht weggesehen, sondern auch schon mal der Druck erhöht. In 98 Prozent aller Fälle reicht allerdings der Einsatz der Mitarbeiter des Ordnungsamtes völlig aus.
Autor: nnzPartner: Wachtel, Jednricke. In der Mittel ein Fahrzeug der Polizei, flankiert von den neuen Fahrzeugen des Ordnungsamtes
Die Polizei fährt blau, bundesweit. Dieser Farbgebung hat sich auch ein Teil der Autoflotte des Nordhäuser Ordnungsamtes angepaßt, der heute der nnz präsentiert wurde. Im Polizei-Blau, mit der Aufschrift Ordnungsamt versehen, sind ein Van und ein Pkw nun in Nordhausen unterwegs. Die Überlegungen, das einheitliche Outfit anzustreben, gab es bereits seit dem Herbst vergangenen Jahres, so Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) bei der heutigen Vorstellung.
Es gibt – neben den Schriftzügen – ein weiteres Unterscheidungsmerkmal: Bei den städtischen Ordnungshütertransportfahrzeugen fehlen die Blaulichter. Die hätte Jendricke schon gern drauf gehabt, doch das Landesverwaltungsamt in Weimar versagte die schleichende Duplizität. Mit den neuen Fahrzeugen soll die Autorität der zehn Außendienstler des Ordnungsamtes deutlich erhöht werden.
Vor allem bei Einsätzen, die die Einhaltung der Stadtordnung zum Inhalt haben. Noch immer – trotz bestehender Stadtordnung – wird auf öffentlichen Plätzen (am Bahnhof, in der Promenade, vor dem Theater) – exzessiv dem Alkohol zugesprochen. Scherbenhaufen, grölende Jugendliche, Frauen und Männer wolle man den Besuchern des Theaters oder den Ankommenden am Bahnhof aber auch Kindern nicht zumuten. Oftmals gingen Vandalismus oder das Erregen von öffentlichen Ärgernissen (Urinieren) mit dem Trinken einher.
Nordhausen sei nicht nur die erste Kommune Thüringens gewesen, die das Alkoholtrinken auf öffentlichen Plätzen, zu denen auch Spielplätze gehören, verboten habe, auch die Zusammenarbeit mit der Polizei sei vorbildwirkend. Und trotzdem: Wir sind keine Polizei, so der Bürgermeister. Die Aufgaben sind zum einen strickt geteilt, zum anderen vermischen sie sich. Sicherheitspartnerschaft sagt man in Nordhausen dazu. Zum Beispiel mit gemeinsamen Streifen in diversen Stadtbereichen (nnz berichtete).
Die verstärkte Präsenz im Polizeiblau scheint durchaus angebracht. Allein im Juni seien 34 Verfahren wegen Alkoholtrinkens im öffentlichen Raum eingeleitet worden. Und die Erhöhung der Sicherheit habe sich gelohnt. Zum Beispiel auf dem Petersberg. Seit es dort verstärkte Kontrollen gebe und das eingezäunte Areal abgeschlossen sei, habe es seit Ende Mai nur einen Fall von Vandalismus gegeben.
Der Chef der Nordhäuser Polizeiinspektion, Polizeioberrat Hartmut Wachtel, lobt die Zusammenarbeit mit der Ordnungsbehörde des Rathauses. In erster Linie geht es beim gemeinsamen Handeln nicht um Repression, sondern um Aufklärung. Dort, wo diese jedoch versagt, dort wird nicht weggesehen, sondern auch schon mal der Druck erhöht. In 98 Prozent aller Fälle reicht allerdings der Einsatz der Mitarbeiter des Ordnungsamtes völlig aus.


