Di, 10:29 Uhr
11.06.2002
Drei königliche Abende
Nordhausen (nnz). Open-Air-Theater in Nordhausen gab es schon lange nicht mehr und vermutlich wird es in der Zukunft gar keins mehr geben. Momentan läuft die Inszenierung Die Königin im Domhof. nnz hat sich am Wochenende umgesehen.
Mit viel Interesse und Applaus wurde am letzten Wochenende die Uraufführung des Schauspiels Die Königin im Domhof von Hunderten Nordhäusern verfolgt. In der malerischen Kulisse vor dem Dom Zum heiligen Kreuz versammelten sich am Samstagabend rund dreihundert Premierenbesucher und sahen eine gelungene Uraufführung. Auch am Sonntagabend waren die Bankreihen gut gefüllt und das Wetter spielte erneut mit.
Autor Helmut Müller, der ebenfalls Regie führte und als Direttore einer italienischen Schauspieltruppe auch mit ins Spielgeschehen eingreift, ist eine imposante Geschichtsdarstellung gelungen. Geschickt baut er in die mittelalterliche Handlung eine shakespeareske Narrenfigur (Mathias Mitteldorf) ins Stück ein, die mit sicherem Gespür durch die bewegten und wechselhaften Lebenszeitalter der Königin Mathilde führt.
Uta Haase als Mathilde kann alle Register ihres Könnens ziehen und brilliert als äußerst glaubhafte und sympathische Stadtgründerin. Die Auseinandersetzung mit ihren grundverschiedenen Söhnen Otto (Thomas Tucht) und Heinrich (Steffen Böye) bestimmt die Handlung des Dramas ebenso wie ihr ausgeprägtes Engagement für die Ärmsten und Notleidenden.
Sigrid Herforth als spätere erste Stiftsdame Richburga rundet die guten schauspielerischen Leistungen ab, die eindrucksvoll ergänzt werden von den stilechten und farbeprächtigen Kostümen, die von der Vorsitzenden des Mathildenvereins, Julia Große-Roge beigesteuert wurden. In knapp zwei Stunden entsteht das lebhafte Bild einer längst vergangenen Zeit.
Ermöglicht wurde diese imposante Aufführung durch das große Engagement des Mathildenvereins, der auch einen Großteil der Statisten für die Inszenierung stellt. Das Nordhäuser Theater steuerte die Schauspieler und die Technik bei, die Domgemeinde stellte das historische Areal und die Firma Veranstaltungsmanagement Koch organisierte im Hintergrund alles, was zu einer erfolgreichen Theaterproduktion dazu gehört.
Heute Abend, am Donnerstag und Freitag jeweils um 21 Uhr besteht noch die Möglichkeit dieser einzigartigen Theateraufführung beizuwohnen. Karten gibt es an den Veranstaltungstagen bis 12 Uhr im Vorverkauf an der Theaterkasse und abends am Dom.
Autor: nnz
Mit viel Interesse und Applaus wurde am letzten Wochenende die Uraufführung des Schauspiels Die Königin im Domhof von Hunderten Nordhäusern verfolgt. In der malerischen Kulisse vor dem Dom Zum heiligen Kreuz versammelten sich am Samstagabend rund dreihundert Premierenbesucher und sahen eine gelungene Uraufführung. Auch am Sonntagabend waren die Bankreihen gut gefüllt und das Wetter spielte erneut mit. Autor Helmut Müller, der ebenfalls Regie führte und als Direttore einer italienischen Schauspieltruppe auch mit ins Spielgeschehen eingreift, ist eine imposante Geschichtsdarstellung gelungen. Geschickt baut er in die mittelalterliche Handlung eine shakespeareske Narrenfigur (Mathias Mitteldorf) ins Stück ein, die mit sicherem Gespür durch die bewegten und wechselhaften Lebenszeitalter der Königin Mathilde führt.
Uta Haase als Mathilde kann alle Register ihres Könnens ziehen und brilliert als äußerst glaubhafte und sympathische Stadtgründerin. Die Auseinandersetzung mit ihren grundverschiedenen Söhnen Otto (Thomas Tucht) und Heinrich (Steffen Böye) bestimmt die Handlung des Dramas ebenso wie ihr ausgeprägtes Engagement für die Ärmsten und Notleidenden.
Sigrid Herforth als spätere erste Stiftsdame Richburga rundet die guten schauspielerischen Leistungen ab, die eindrucksvoll ergänzt werden von den stilechten und farbeprächtigen Kostümen, die von der Vorsitzenden des Mathildenvereins, Julia Große-Roge beigesteuert wurden. In knapp zwei Stunden entsteht das lebhafte Bild einer längst vergangenen Zeit.
Ermöglicht wurde diese imposante Aufführung durch das große Engagement des Mathildenvereins, der auch einen Großteil der Statisten für die Inszenierung stellt. Das Nordhäuser Theater steuerte die Schauspieler und die Technik bei, die Domgemeinde stellte das historische Areal und die Firma Veranstaltungsmanagement Koch organisierte im Hintergrund alles, was zu einer erfolgreichen Theaterproduktion dazu gehört.
Heute Abend, am Donnerstag und Freitag jeweils um 21 Uhr besteht noch die Möglichkeit dieser einzigartigen Theateraufführung beizuwohnen. Karten gibt es an den Veranstaltungstagen bis 12 Uhr im Vorverkauf an der Theaterkasse und abends am Dom.



