Fr, 07:15 Uhr
04.07.2008
nnz-Forum: Stillschweigen vereinbart?
nnz-Leser Jürgen Nagel hatte im Forum Äußerungen eines DGB-Mitarbeiters kritisiert. Dazu erreichte die nnz-Redaktion jetzt ein Statement...
Nachdem ich den Artikel von Herrn Nagel gelesen hatte, habe ich mir einen Termin bei Herrn Meyer geben lassen, denn ich wollte aus erster Hand erfahren, was es mit diesen Artikel auf sich hat. Das, was Herr Nagel da in seinen Artikel geschrieben hat, konnte ich nicht so recht begreifen. Herr Meyer soll Drohungen gegenüber Ein-Euro-Jobbern ausgesprochen haben.
Herr Meyer ist im Kreisverband des DGB und als Berater in Sachen Hartz-IV ehrenamtlich tätig, da es die staatlichen Stellen nicht als notwendig erachten einen solchen Service anzubieten, wie Herr Meyer ihn gibt. Wahrscheinlich ist der Beratungsservice des Herrn Meyer ein Stachel im Fleisch mancher Leute. Kommen wir zu den Anschuldigungen des Herrn Nagel, die man im besagten Artikel nachlesen kann.
Herr Meyer fragte einen Beschäftigten des Horizont e.V. nur nach dessen konkreter Tätigkeit. Es wurde weder gedroht noch attackiert, so wie es in den Artikel dargestellt wird. Der gewissenhafte Ein-Euro-Jobber hat sofort jegliche Auskunft über seine Person und Tätigkeit verweigert. Eins gibt mir an dieser Stelle zu denken: Werden die Beschäftigten von Horizont e.V. von ihren Vorgesetzten dazu angehalten, nicht darüber zu sprechen, was sie dort für Arbeiten verrichten. Ich dachte immer so ein Verein leistet vorbildliche Arbeit, von der jeder wissen sollte, und nun höre ich, dass es da eine Art Stillschweige-Verpflichtung gibt. Dann braucht man sich nicht zu wundern, dass man den Eindruck macht, etwas Unangenehmes verbergen zu wollen.
Laut Meyer hat es auch keine Drohungen gegeben, die etwa lauten würden: Eine weitere Tätigkeit als Ein-Euro-Jobber wird es für diesen Mann nicht mehr geben! Wahr ist, dass allgemein darauf hingewiesen wurde, dass durch wettbewerbsschädliche Tätigkeiten von staatlich geförderten Einrichtungen im kommerziellen Bereich immer mehr reguläre Arbeitsstellen verdrängt werden und das Springen von einem zum anderen Ein-Euro-Job keine Zukunft hat.
Folgende Frage beschäftigt mich auch schon seit einiger Zeit: Wie kommt es, dass eine Person einen Ein-Euro-Job nach dem anderen bekommt und andere wiederum gar nicht in Betracht gezogen werden, obwohl sie z. B. als Alleinverdiener dringender auf das Geld angewiesen wären. Nach welchen Kriterien wird hier ausgewählt?
Wie am Anfang schon erwähnt, ist Herr Meyer als Hartz-IV-Berater tätig, und man staunt, was er da so alles zu hören bekommt. Es ist kaum zu glauben, dass man so mit Menschen umgeht. Ich möchte nicht übertreiben, aber ohne diese Beratungsstelle, würde es manchem Bedürftigen viel schlechter ergehen. Eins sei am Ende noch erwähnt: Der Gewerkschaftsverband war der Hauptsponsor bei der Tombola auf diesem Harzfest, wo sich diese Geschichte abgespielt hat.
Harald Buntfuß, Nordhausen
Autor: nnzNachdem ich den Artikel von Herrn Nagel gelesen hatte, habe ich mir einen Termin bei Herrn Meyer geben lassen, denn ich wollte aus erster Hand erfahren, was es mit diesen Artikel auf sich hat. Das, was Herr Nagel da in seinen Artikel geschrieben hat, konnte ich nicht so recht begreifen. Herr Meyer soll Drohungen gegenüber Ein-Euro-Jobbern ausgesprochen haben.
Herr Meyer ist im Kreisverband des DGB und als Berater in Sachen Hartz-IV ehrenamtlich tätig, da es die staatlichen Stellen nicht als notwendig erachten einen solchen Service anzubieten, wie Herr Meyer ihn gibt. Wahrscheinlich ist der Beratungsservice des Herrn Meyer ein Stachel im Fleisch mancher Leute. Kommen wir zu den Anschuldigungen des Herrn Nagel, die man im besagten Artikel nachlesen kann.
Herr Meyer fragte einen Beschäftigten des Horizont e.V. nur nach dessen konkreter Tätigkeit. Es wurde weder gedroht noch attackiert, so wie es in den Artikel dargestellt wird. Der gewissenhafte Ein-Euro-Jobber hat sofort jegliche Auskunft über seine Person und Tätigkeit verweigert. Eins gibt mir an dieser Stelle zu denken: Werden die Beschäftigten von Horizont e.V. von ihren Vorgesetzten dazu angehalten, nicht darüber zu sprechen, was sie dort für Arbeiten verrichten. Ich dachte immer so ein Verein leistet vorbildliche Arbeit, von der jeder wissen sollte, und nun höre ich, dass es da eine Art Stillschweige-Verpflichtung gibt. Dann braucht man sich nicht zu wundern, dass man den Eindruck macht, etwas Unangenehmes verbergen zu wollen.
Laut Meyer hat es auch keine Drohungen gegeben, die etwa lauten würden: Eine weitere Tätigkeit als Ein-Euro-Jobber wird es für diesen Mann nicht mehr geben! Wahr ist, dass allgemein darauf hingewiesen wurde, dass durch wettbewerbsschädliche Tätigkeiten von staatlich geförderten Einrichtungen im kommerziellen Bereich immer mehr reguläre Arbeitsstellen verdrängt werden und das Springen von einem zum anderen Ein-Euro-Job keine Zukunft hat.
Folgende Frage beschäftigt mich auch schon seit einiger Zeit: Wie kommt es, dass eine Person einen Ein-Euro-Job nach dem anderen bekommt und andere wiederum gar nicht in Betracht gezogen werden, obwohl sie z. B. als Alleinverdiener dringender auf das Geld angewiesen wären. Nach welchen Kriterien wird hier ausgewählt?
Wie am Anfang schon erwähnt, ist Herr Meyer als Hartz-IV-Berater tätig, und man staunt, was er da so alles zu hören bekommt. Es ist kaum zu glauben, dass man so mit Menschen umgeht. Ich möchte nicht übertreiben, aber ohne diese Beratungsstelle, würde es manchem Bedürftigen viel schlechter ergehen. Eins sei am Ende noch erwähnt: Der Gewerkschaftsverband war der Hauptsponsor bei der Tombola auf diesem Harzfest, wo sich diese Geschichte abgespielt hat.
Harald Buntfuß, Nordhausen
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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