Do, 17:19 Uhr
03.07.2008
Zwei Übergaben
Sie werden sich bestimmt auch schon über die gigantische Baumaßnahme in Nordhausen-Ost gewundert haben? Heute Nachmittag wurde das Bauwerk – im Volksmund Hoover-Damm genannt – übergeben...
Barbara Rinke und Heiko Maulhardt vom Ingeneiurbüro Meinecke führen zum Rückhaltebecken Roßmannsbach
Heute Nachmittag übergab Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) in ihrer Funktion als Verbandsvorsitzende des Gewässerunterhaltungsverbandes Harzvorland das Bauvorhaben zum vorsorgenden Hochwasserschutz und naturnahen Entwicklung des Gewässers Roßmannsbach und weihte gleichzeitig den neuen Rad- und Gehweg von Nordhausen-Ost nach Himmelgarten ein.
Im Beisein des Ingenieurbüros Meinecke aus Nordhausen, das die Planung übernahm, dem Bauunternehmen Henning, als Bauausführender Betrieb und weiteren Gästen wurde zuvor jedoch eine Gedenkminute für Frank Wedler eingelegt, der im Rahmen der Bauarbeiten einen tödlichen Unfall erlitt.
Der Gewässerunterhaltungsverband hat mit dieser Maßnahme erstmalig die Vorgaben der EU- Wasserrahmenrichtlinien umgesetzt, sagte Frau Rinke in ihrer Rede. Dies bedeute, dass neben einer ganzheitlichen Entwicklung und Bewirtschaftung der Gewässer auch der vorsorgende Hochwasserschutz des gesamten Gewässersystems im gesamten Einzugsgebiet integriert werden musste. Denn das Wasser von Rössing- und Roßmannsbach fließe über die Zorge in die Goldene Aue und würde bei unzureichender Rückhaltung auch dort Überschwemmungen verursachen, da sich sowohl der Rossmannsbach als auch die Zorge in einem Hochwasserentstehungsgebiet befinden würden. So schütze man mit dem Rückhalt von ca. 40.000 m³ Wasser nicht nur Nordhausen, sondern auch die Nachbargemeinden, sagte die Oberbürgermeisterin.
Freigabe des Rad-Fußweges nach Himmelgarten
Das Vorhaben gliederte sich in elf Teilmaßnahmen entlang der Strecke zwischen der Mündung des Roßmannsbaches in die Zorge, im Bereich der Kläranlage Nordhausen, bis zu den Meyer’schen Teichen in der Windlücke. Davon dienen 4 Maßnahmen dem Hochwasserschutz, eine der Infrastruktur und 6 Maßnahmen wurden im Rahmen der Renaturierung ausgeführt, erklärte Heiko Maulhardt vom beauftragten Ingenieurbüro Meinecke.
Mit den Renaturierungsmaßnahmen, wie der Sanierung des Dammes der Meyer’sche Teiche, der Öffnung des Rössingbaches oberhalb des Wohngebietes Am Töpfer-Handwege, der naturnahen Gestaltung des Gewässerlaufs und der Bepflanzung und Abflachung der Ufer, habe man auch einen Beitrag für die Erhöhung der Aufenthaltsqualität geleistet, sagte Frau Rinke. Die wichtigste Renaturierungsmaßnahme sei jedoch die Beseitigung des 72 Meter langen Durchlasses in der Bielener Straße gewesen. Da der Durchlass auf Grund seiner Länge unpassierbar für die im Gewässer existierenden Lebewesen gewesen sei, gab es hier zwei von einander getrennte Lebensgemeinschaften. Jetzt sei er mit 12 Meter wieder für die Lebewesen passierbar.
Die Maßnahme mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von mehr als einer Million Euro wurde mit europäischen Fördermitteln ausgeführt.
Autor: nnzBarbara Rinke und Heiko Maulhardt vom Ingeneiurbüro Meinecke führen zum Rückhaltebecken Roßmannsbach
Heute Nachmittag übergab Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) in ihrer Funktion als Verbandsvorsitzende des Gewässerunterhaltungsverbandes Harzvorland das Bauvorhaben zum vorsorgenden Hochwasserschutz und naturnahen Entwicklung des Gewässers Roßmannsbach und weihte gleichzeitig den neuen Rad- und Gehweg von Nordhausen-Ost nach Himmelgarten ein.
Im Beisein des Ingenieurbüros Meinecke aus Nordhausen, das die Planung übernahm, dem Bauunternehmen Henning, als Bauausführender Betrieb und weiteren Gästen wurde zuvor jedoch eine Gedenkminute für Frank Wedler eingelegt, der im Rahmen der Bauarbeiten einen tödlichen Unfall erlitt.
Der Gewässerunterhaltungsverband hat mit dieser Maßnahme erstmalig die Vorgaben der EU- Wasserrahmenrichtlinien umgesetzt, sagte Frau Rinke in ihrer Rede. Dies bedeute, dass neben einer ganzheitlichen Entwicklung und Bewirtschaftung der Gewässer auch der vorsorgende Hochwasserschutz des gesamten Gewässersystems im gesamten Einzugsgebiet integriert werden musste. Denn das Wasser von Rössing- und Roßmannsbach fließe über die Zorge in die Goldene Aue und würde bei unzureichender Rückhaltung auch dort Überschwemmungen verursachen, da sich sowohl der Rossmannsbach als auch die Zorge in einem Hochwasserentstehungsgebiet befinden würden. So schütze man mit dem Rückhalt von ca. 40.000 m³ Wasser nicht nur Nordhausen, sondern auch die Nachbargemeinden, sagte die Oberbürgermeisterin.
Freigabe des Rad-Fußweges nach Himmelgarten
Das Vorhaben gliederte sich in elf Teilmaßnahmen entlang der Strecke zwischen der Mündung des Roßmannsbaches in die Zorge, im Bereich der Kläranlage Nordhausen, bis zu den Meyer’schen Teichen in der Windlücke. Davon dienen 4 Maßnahmen dem Hochwasserschutz, eine der Infrastruktur und 6 Maßnahmen wurden im Rahmen der Renaturierung ausgeführt, erklärte Heiko Maulhardt vom beauftragten Ingenieurbüro Meinecke.
Mit den Renaturierungsmaßnahmen, wie der Sanierung des Dammes der Meyer’sche Teiche, der Öffnung des Rössingbaches oberhalb des Wohngebietes Am Töpfer-Handwege, der naturnahen Gestaltung des Gewässerlaufs und der Bepflanzung und Abflachung der Ufer, habe man auch einen Beitrag für die Erhöhung der Aufenthaltsqualität geleistet, sagte Frau Rinke. Die wichtigste Renaturierungsmaßnahme sei jedoch die Beseitigung des 72 Meter langen Durchlasses in der Bielener Straße gewesen. Da der Durchlass auf Grund seiner Länge unpassierbar für die im Gewässer existierenden Lebewesen gewesen sei, gab es hier zwei von einander getrennte Lebensgemeinschaften. Jetzt sei er mit 12 Meter wieder für die Lebewesen passierbar.
Die Maßnahme mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von mehr als einer Million Euro wurde mit europäischen Fördermitteln ausgeführt.




