Mi, 11:08 Uhr
25.06.2008
Aufgefallen: Seltsam, seltsam
Seit Jahrzehnten wird in einer kleinen Straße in Nordhausen der Abfall abgefahren. Die graue Tonne, die braune Tonne, die gelben Säcke und die - jetzt neu – blaue Tonne. Plötzlich tauchen Probleme auf...
Die Richard-Dehmel-Straße ist eine verschlafene Anliegerstraße. Fünf Meter breit, rund 100 Meter lang. Seit einigen Wochen gibt es jeden Mittwoch den Aufstand der Männer der Stadtwirtschaft. Zu eng, zugeparkt, da können die Männer mit dem orangefarbenen Auto nicht bis an die Grundstücke fahren, wo deren Eigentümer ihre Tonnen sorgsam abgestellt haben. Die meisten erledigen das in den Abendstunden des Dienstags oder früh am Mittwoch.
Die Müllabfuhr jedenfalls wollte die drei Meter breite freie Straße nicht befahren und schaltete das Ordnungsamt der Stadtverwaltung ein, das wiederum vermutlich auch noch die Polizei. Es gab mehrere Vor-Ort-Termine. Schließlich wurde behördlicherseits festgelegt, daß die Fahrzeuge da nicht reinfahren können. Und wie das immer so ist in Deutschland: Statt nach Lösungen oder Kompromissen zu suchen, wird verboten. In diesem Fall mittels eines Schildes. Das verbietet das Parken am Mittwoch zwischen 8 und 10 Uhr. Da hat die Straße frei zu sein, damit das Müllauto durchfahren kann.
Heute war die Straße frei, wie die Bilder belegen. Durchgefahren ist kein Auto. Wie in den Wochen und Monaten zuvor, so fuhren die Männer mit ihrem großen Auto die Heinrich-Heine-Straße entlang, liefen in die Dehmel-Straße und rollten die grauen Tonnen zum Auto. Die geleerten Behälter werden an Ort und Stelle stehengelassen (siehe Foto). Da kann sich anschließende jeder seine Tonne raussuchen. Manch einer erst am späten Nachmittag, denn selbst in dieser Straße gibt es Menschen, die einer Arbeit nachgehen.
Die nnz würde fast eine Wette abschließen, daß heute, gegen 8 Uhr auch ein Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes vor Ort war um zu sehen, ob das Parkverbot auch befolgt wird. Sichert es doch jetzt eine sichere Einnahmequelle. Denn für die Autos der Stadtwirtschaft scheint die ganze Aktion mit dem Parkverbot nicht gewesen zu sein, oder?
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnzDie Richard-Dehmel-Straße ist eine verschlafene Anliegerstraße. Fünf Meter breit, rund 100 Meter lang. Seit einigen Wochen gibt es jeden Mittwoch den Aufstand der Männer der Stadtwirtschaft. Zu eng, zugeparkt, da können die Männer mit dem orangefarbenen Auto nicht bis an die Grundstücke fahren, wo deren Eigentümer ihre Tonnen sorgsam abgestellt haben. Die meisten erledigen das in den Abendstunden des Dienstags oder früh am Mittwoch.
Die Müllabfuhr jedenfalls wollte die drei Meter breite freie Straße nicht befahren und schaltete das Ordnungsamt der Stadtverwaltung ein, das wiederum vermutlich auch noch die Polizei. Es gab mehrere Vor-Ort-Termine. Schließlich wurde behördlicherseits festgelegt, daß die Fahrzeuge da nicht reinfahren können. Und wie das immer so ist in Deutschland: Statt nach Lösungen oder Kompromissen zu suchen, wird verboten. In diesem Fall mittels eines Schildes. Das verbietet das Parken am Mittwoch zwischen 8 und 10 Uhr. Da hat die Straße frei zu sein, damit das Müllauto durchfahren kann.
Heute war die Straße frei, wie die Bilder belegen. Durchgefahren ist kein Auto. Wie in den Wochen und Monaten zuvor, so fuhren die Männer mit ihrem großen Auto die Heinrich-Heine-Straße entlang, liefen in die Dehmel-Straße und rollten die grauen Tonnen zum Auto. Die geleerten Behälter werden an Ort und Stelle stehengelassen (siehe Foto). Da kann sich anschließende jeder seine Tonne raussuchen. Manch einer erst am späten Nachmittag, denn selbst in dieser Straße gibt es Menschen, die einer Arbeit nachgehen.
Die nnz würde fast eine Wette abschließen, daß heute, gegen 8 Uhr auch ein Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes vor Ort war um zu sehen, ob das Parkverbot auch befolgt wird. Sichert es doch jetzt eine sichere Einnahmequelle. Denn für die Autos der Stadtwirtschaft scheint die ganze Aktion mit dem Parkverbot nicht gewesen zu sein, oder?
Peter-Stefan Greiner




