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Di, 15:28 Uhr
24.06.2008

nnz-Betrachtung: Die Schatten des Kampfes

Im kommenden Jahr wird gekämpft was das Zeug hält und was die politische Raritätenkiste hergibt. Der wird auch manch eine Personalie entspringen. Die Mehrheit jedoch, die 2009 gewählt werden will oder muß, ist dem Wahlvolk bekannt. Und trotzdem werden im Landkreis Nordhausen schon mal die Waffen in Stellung gebracht.


Jeder Politiker, der da meint, der Wahlkampf ist noch weit weg, müßte der Lüge bezichtigt werden. Dann aber, hätten Journalisten ja nichts anderes zu tun. Also nimmt man das heftige Dementi als beruhigendes Eingeständnis. Auch bei den Linken, der aus PDS und WASG geeinten neuen Kraft ist das nicht anders. Vor allem nicht im Umfrage-Rausch.

Jetzt schon Kandidaten benennen, wo man doch auf der Suche nach ihnen ist? Geht schon, vor allem wenn es um die lukrativen Kandidatenjobs geht. Zum Beispiel die im Landtag zu Erfurt. In diesen will zum x-ten Mal Birgit Keller einziehen. Die Frau, die schon fast alles im Politgeschäft werden wollte (außer Bundespräsidentin), will es im nächsten Jahr wissen. Jetzt oder nie, schließlich werden auch Frauen nicht jünger.

Sie weiß ein männliches Duo hinter sich. Gemeinsam mit Rainer Bachmann und Alexander Scharff (der eine zu alt, der andere noch zu jung) wird die Basis prophylaktisch zurechtgerückt. Zum Beispiel am Ende dieser Woche. Da gibt es einen Parteitag, auch Gesamtmitgliederversammlung des Kreisverbandes genannt. Hier könnte schon mal vorgefühlt werden, ob denn Birgit Keller darf oder nicht. Denn so glatt geht das bei den Linksgenossen nicht immer. Störenfriede sind öfter auszumachen, als jedem Strategen zuzumuten ist. Zum Beispiel ein Mann namens Hauthal ist einer. Der wollte auch schon so ziemlich alles werden, im kommenden Jahr zum Beispiel Landtagsabgeordneter.

Das nun wiederum bringt die Keller-Fraktion auf die politische Palme und man fragt sich: Wieso soll es zwei Nordhäuser auf der Landesliste geben? Geht die Frage des Außenstehenden zurück: Warum nicht? Antwort: Weil die Partei immer recht hat.

Wenn das Thema der Keller-Kandidatur durch ist, dann muß nur noch entschieden werden, in welchem Wahlkreis die jetzige Fraktionsvorsitzende im Kreistag antritt. Vermutlich auf dem Land, weil sie sich gegen Egon Primas (CDU) und Dagmar Becker (SPD) bessere Chancen ausmalt? Nein – es ist schlicht und ergreifend das Kalkül, daß in der Stadt nicht nur Dr. Klaus Zeh (CDU) sein Wahlglück erneut versuchen wird, es könnte diesmal eine ernst zu nehmende Kandidatin der Sozialdemokratie ins Rennen gehen. Natürlich wird auch Barbara Rinke – wie die anderen – jetzt alles weit von sich weisen, doch um die Lagefeuer der politischen Kontrahenten herum wird mit dem „Schlimmsten“ gerechnet.

Und während Klaus Zeh mit seinem Ministerbonus noch mit einem richtig guten Listenplatz spekulieren kann und darf, ist das bei Birgit Keller aus dem Norden des Freistaates nicht so sicher.

Am Wochenende werden die Linken also vielleicht viele Fragen haben, an die Macher im Kreisvorstand. Vielleicht aber auch nicht. Vielleicht siegt am Ende wieder die Parteidisziplin. Drum also, Genossen: Vorwärts und vergessen.
Peter-Stefan Greiner
Autor: psg

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