Di, 10:53 Uhr
03.06.2008
nnz-Forum: Im Krankenhaus
In diesem Jahr wurden die Schüler der achten Klassen des Friedrich-Schiller-Gymnasiums in Bleicherode wieder einmal in die faszinierende Welt der Medizin eingeführt. Diese unterrichtsbegleitende Expedition fand in der Helios-Klinik Bleicherode statt, die dieses Jahr als weiteren Höhepunkt ihr hundertjähriges Bestehen feiert...
Um den Schülern zu gestatten sich außerhalb des Biologieunterrichts weiterzubilden, veranstaltet das Krankenhaus jedes Jahr solche Erkundungstouren mit Einblicken in die Welt der Ärzte. Unsere Reise begann mit der Ankunft in der Klinik. Als unsere Führerin hatte sich freundlicherweise Manuela Kuly, die uns die ganze Zeit begleitete, bereit erklärt.
Sie führte uns als erstes zur Sonografie. Wenn sie sich jetzt nichts darunter vorstellen können, ist das gar nicht schlimm, denn uns musste es auch erklärt werden. Unter Sonografie versteht man den Ultraschall. Diese Technik zur Untersuchung der inneren Organe und deren Gesundheit wurde uns von Frau Baummann vorgestellt. Sie erklärte uns, dass Schallwellen, die in Megahertz (Mhz) gemessen werden, von einem Schallkopf abgesendet werden. Die Organe werfen die Wellen zurück und der Schallkopf, der diese nun empfängt, lässt auf dem Bildschirm ein zweidimensionales (2-d) Bild entstehen. Dabei gibt es drei verschiedene Arten von Schallköpfen, mit denen man unterschiedliche Teile des Körpers untersuchen kann, z.B. Blutgefäße, Knochen und Organe. Es wurde uns sogar an einem Mitschüler demonstriert. Viele werden jetzt sagen, dass man Röntgen könnte, womit sie auch Recht haben, aber Sonografie hat zwei bedeutende Vorteile gegenüber dem Röntgen: Es kann Bewegungen erfassen, wohingegen beim Röntgen nur ein Moment auf einer Folie festgehalten wird. Der zweite Vorteil ist, dass man bei der Sonografie auf ungefährliche Schallwellen und nicht auf schädigende Röntgenstrahlung setzt.
Nach diesen Erfahrungen ging es auf direktem Weg zu Dr. med. St. Heinemann, der uns mit Skelett und Röntgenbildern in die Faszination Skelett begleitete. Er selbst war einmal ein Schüler des Friedrich-Schiller-Gymnasiums in Bleicherode, wo er sein Abitur machte und vielleicht selbst schon an der Führung teilnahm. Als er uns verschiedene Röntgenbilder zeigte, erklärte er gleichzeitig, dass Röntgen nichts anderes ist als ein Körperschattenbild. Es entsteht dadurch, dass der Röntgenstrahl, den Piloten übrigens ständig schlucken, ins Körperinnere gestrahlt wird, von den Organen und Knochen unterschiedlich stark gebremst wird. Auf einem der uns gezeigten Röntgenbilder sah man das Becken eines kleinen Mädchens mit einer Art Plastikschild, welches zum Schutz der Eierstöcke dient. Warum? Weil durch die Bestrahlung der Eierstöcke später beim Kind Erbfehler auftreten können.
Als letzte Station kamen wir zur Blutuntersuchung ins Labor des Krankenhauses. Hier lernten wir, was man unter Blutbild versteht und wie man die Blutgruppe eines Menschen bestimmt. Die Blutgruppenbestimmung, wurde uns erklärt, benötigt höchste Aufmerksamkeit, denn werden z.B. Blutgruppe A und B gemischt, verklumpt das Blut nach einer gewissen Zeit und der Patient würde sterben. Deswegen wird durch das Zentrifugieren ein Blutserum zum Nachweis der Blutgruppe hergestellt. Veranschaulicht wurde es uns durch vorgefertigte Testplättchen, auf denen man sehen konnte, wie der Nachweis einer bestimmten Blutgruppe aussehen muss. Uns wurde erklärt, dass Blutgruppe und –serum nicht reagieren, sprich verklumpen, dürfen, denn sonst stirbt der Patient. Zur Rhesusfaktorbestimmung nutzt man denselben Nachweis.
Man kann also mit Fug und Recht sagen, dass wir während dieser Expedition in die Helios-Klinik sehr viel gelernt haben.
Marius Heydrich, Klasse 8b
Autor: nnzUm den Schülern zu gestatten sich außerhalb des Biologieunterrichts weiterzubilden, veranstaltet das Krankenhaus jedes Jahr solche Erkundungstouren mit Einblicken in die Welt der Ärzte. Unsere Reise begann mit der Ankunft in der Klinik. Als unsere Führerin hatte sich freundlicherweise Manuela Kuly, die uns die ganze Zeit begleitete, bereit erklärt.
Sie führte uns als erstes zur Sonografie. Wenn sie sich jetzt nichts darunter vorstellen können, ist das gar nicht schlimm, denn uns musste es auch erklärt werden. Unter Sonografie versteht man den Ultraschall. Diese Technik zur Untersuchung der inneren Organe und deren Gesundheit wurde uns von Frau Baummann vorgestellt. Sie erklärte uns, dass Schallwellen, die in Megahertz (Mhz) gemessen werden, von einem Schallkopf abgesendet werden. Die Organe werfen die Wellen zurück und der Schallkopf, der diese nun empfängt, lässt auf dem Bildschirm ein zweidimensionales (2-d) Bild entstehen. Dabei gibt es drei verschiedene Arten von Schallköpfen, mit denen man unterschiedliche Teile des Körpers untersuchen kann, z.B. Blutgefäße, Knochen und Organe. Es wurde uns sogar an einem Mitschüler demonstriert. Viele werden jetzt sagen, dass man Röntgen könnte, womit sie auch Recht haben, aber Sonografie hat zwei bedeutende Vorteile gegenüber dem Röntgen: Es kann Bewegungen erfassen, wohingegen beim Röntgen nur ein Moment auf einer Folie festgehalten wird. Der zweite Vorteil ist, dass man bei der Sonografie auf ungefährliche Schallwellen und nicht auf schädigende Röntgenstrahlung setzt.
Nach diesen Erfahrungen ging es auf direktem Weg zu Dr. med. St. Heinemann, der uns mit Skelett und Röntgenbildern in die Faszination Skelett begleitete. Er selbst war einmal ein Schüler des Friedrich-Schiller-Gymnasiums in Bleicherode, wo er sein Abitur machte und vielleicht selbst schon an der Führung teilnahm. Als er uns verschiedene Röntgenbilder zeigte, erklärte er gleichzeitig, dass Röntgen nichts anderes ist als ein Körperschattenbild. Es entsteht dadurch, dass der Röntgenstrahl, den Piloten übrigens ständig schlucken, ins Körperinnere gestrahlt wird, von den Organen und Knochen unterschiedlich stark gebremst wird. Auf einem der uns gezeigten Röntgenbilder sah man das Becken eines kleinen Mädchens mit einer Art Plastikschild, welches zum Schutz der Eierstöcke dient. Warum? Weil durch die Bestrahlung der Eierstöcke später beim Kind Erbfehler auftreten können.
Als letzte Station kamen wir zur Blutuntersuchung ins Labor des Krankenhauses. Hier lernten wir, was man unter Blutbild versteht und wie man die Blutgruppe eines Menschen bestimmt. Die Blutgruppenbestimmung, wurde uns erklärt, benötigt höchste Aufmerksamkeit, denn werden z.B. Blutgruppe A und B gemischt, verklumpt das Blut nach einer gewissen Zeit und der Patient würde sterben. Deswegen wird durch das Zentrifugieren ein Blutserum zum Nachweis der Blutgruppe hergestellt. Veranschaulicht wurde es uns durch vorgefertigte Testplättchen, auf denen man sehen konnte, wie der Nachweis einer bestimmten Blutgruppe aussehen muss. Uns wurde erklärt, dass Blutgruppe und –serum nicht reagieren, sprich verklumpen, dürfen, denn sonst stirbt der Patient. Zur Rhesusfaktorbestimmung nutzt man denselben Nachweis.
Man kann also mit Fug und Recht sagen, dass wir während dieser Expedition in die Helios-Klinik sehr viel gelernt haben.
Marius Heydrich, Klasse 8b
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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