Do, 09:27 Uhr
29.05.2008
Miniwelt auf der Platte
Die Modelleisenbahn war früher ein rein saisonales Hobby. Die Bahn wurde meist um die Weihnachtszeit aufgebaut, blieb bis einige Tage nach Silvester stehen, um dann für den Rest des Jahres wieder im Keller oder auf dem Dachboden zu verschwinden. In einem besonderen Haus in Nordhausen ist das nicht so...
Sarah, Laura, Nino, Francesco, Bastian und Elias sind bei der Modellbahn-AG im Nordhäuser Mehrgenerationenhaus dabei, die von Ronald Meißner geleitet wird
Für immer mehr Leute ist die Modelleisenbahn mittlerweile zu einem ganzjährigen Zeitvertreib geworden – und zudem einer, dem man nicht mehr nur allein im stillen Kämmerlein nachgeht. Im Nordhäuser Mehrgenerationenhaus (MEGEHA) in der Reichsstraße 12 basteln Jungen und Mädchen im Alter von sieben bis neun Jahren aus der Nordhäuser Montessouri-Schule unter Anleitung von Ronald Meißner jeden Dienstagnachmittag an einer Modelleisenbahnanlage.
Zwei mal ein Meter groß ist die hölzerne Grundplatte, auf der die Miniaturwelt aus Gebäuden, Bergen, Tälern, Bäumen, Sträuchern und Schienen – der richtige Modelleisenbahner sagt dazu übrigens Gleise – einmal entstehen soll. Noch sind die Modellbahn-Kids freilich ganz am Anfang. Gut Ding will bekanntlich Weile haben, was im Besonderen für eine Modelleisenbahnanlage gilt. Einige Gebäude, die aus Bausätzen entstehen, sind aber bereits fertig gebaut und der Gleisplan steht auch schon fest. Eine sorgfältige Planung ist das A und O bei der Erstellung einer Modellbahnanlage, erklärt Ronald Meißner, 2. Vorsitzender des Modellbahnclub Nordhausen e.V.
Der 48-jährige weiß, wovon er spricht, ist er doch schon seit Jahrzehnten mit dem Modellbahnvirus infiziert und hat schon mehrere Anlage selbst gebaut. Bis die Kinder auf ihrer Anlage im MEGEHA ihrer ersten Züge rollen lassen können, werden sicher noch einige Wochen ins Land gehen. Und richtig fertig ist eine Modellbahnanlage eigentlich nie, schmunzelt der AG-Leiter.
Natürlich stehen Spiel und Spaß bei den Eisenbahnkids im MEGEHA im Vordergrund, doch ganz ohne einen pädagogischen Hintergrund ist die Modellbahn-AG indes nicht. Handwerkliches Geschick wird bei den Kindern ebenso geschult, wie technische Kenntnisse. Da der Bau der Modellbahnanlage in Teamarbeit erfolgt, werden auch soziale Fähigkeiten gefördert. Und auch ein weiterer Aspekt sollte nicht gänzlich unerwähnt bleiben. Eine Modellbahnanlage war und ist – neben dem Vorhandensein der notwendigen Räumlichkeit - ein finanziell recht aufwändiges Hobby, das in der heutigen Zeit viele Eltern ihren Kindern nur schwerlich ermöglichen können.
In der Modellbahn-AG des MEGEHA haben auch Kinder aus sozial schwachen Elternhäusern die Chance, Modelleisenbahner zu sein. Freilich ist auch beim Betreiber des MEGEHA, der LIFT gGmbH, das Geld für solche Projekte nur mit Mühe aufzubringen. Geld- und Sachspenden für die Modellbahn-Kids sind daher gern willkommen.
Denn an Ideen für den Ausbau der Modellbahnanlage, die in der Spurweite H0 (Maßstab 1:87) entsteht, mangelt es nicht. Außerdem werden noch ein oder mehrere Helfer gesucht, die Ronald Meißner bei der Leitung der Arbeitsgemeinschaft unterstützen. Vorkenntnisse in Sachen Modellbahn wären nützlich, sind aber nicht unbedingt Voraussetzung.
Interessierte Kinder und Jugendliche, die bei den Modellbahn-Kids im MEGEHA mitmachen möchten, sowie Erwachsene zur Unterstützung des AG-Leiters können sich unter der Rufnummer 03631/694415 melden.
Autor: nnzSarah, Laura, Nino, Francesco, Bastian und Elias sind bei der Modellbahn-AG im Nordhäuser Mehrgenerationenhaus dabei, die von Ronald Meißner geleitet wird
Für immer mehr Leute ist die Modelleisenbahn mittlerweile zu einem ganzjährigen Zeitvertreib geworden – und zudem einer, dem man nicht mehr nur allein im stillen Kämmerlein nachgeht. Im Nordhäuser Mehrgenerationenhaus (MEGEHA) in der Reichsstraße 12 basteln Jungen und Mädchen im Alter von sieben bis neun Jahren aus der Nordhäuser Montessouri-Schule unter Anleitung von Ronald Meißner jeden Dienstagnachmittag an einer Modelleisenbahnanlage.
Zwei mal ein Meter groß ist die hölzerne Grundplatte, auf der die Miniaturwelt aus Gebäuden, Bergen, Tälern, Bäumen, Sträuchern und Schienen – der richtige Modelleisenbahner sagt dazu übrigens Gleise – einmal entstehen soll. Noch sind die Modellbahn-Kids freilich ganz am Anfang. Gut Ding will bekanntlich Weile haben, was im Besonderen für eine Modelleisenbahnanlage gilt. Einige Gebäude, die aus Bausätzen entstehen, sind aber bereits fertig gebaut und der Gleisplan steht auch schon fest. Eine sorgfältige Planung ist das A und O bei der Erstellung einer Modellbahnanlage, erklärt Ronald Meißner, 2. Vorsitzender des Modellbahnclub Nordhausen e.V.
Der 48-jährige weiß, wovon er spricht, ist er doch schon seit Jahrzehnten mit dem Modellbahnvirus infiziert und hat schon mehrere Anlage selbst gebaut. Bis die Kinder auf ihrer Anlage im MEGEHA ihrer ersten Züge rollen lassen können, werden sicher noch einige Wochen ins Land gehen. Und richtig fertig ist eine Modellbahnanlage eigentlich nie, schmunzelt der AG-Leiter.
Natürlich stehen Spiel und Spaß bei den Eisenbahnkids im MEGEHA im Vordergrund, doch ganz ohne einen pädagogischen Hintergrund ist die Modellbahn-AG indes nicht. Handwerkliches Geschick wird bei den Kindern ebenso geschult, wie technische Kenntnisse. Da der Bau der Modellbahnanlage in Teamarbeit erfolgt, werden auch soziale Fähigkeiten gefördert. Und auch ein weiterer Aspekt sollte nicht gänzlich unerwähnt bleiben. Eine Modellbahnanlage war und ist – neben dem Vorhandensein der notwendigen Räumlichkeit - ein finanziell recht aufwändiges Hobby, das in der heutigen Zeit viele Eltern ihren Kindern nur schwerlich ermöglichen können.
In der Modellbahn-AG des MEGEHA haben auch Kinder aus sozial schwachen Elternhäusern die Chance, Modelleisenbahner zu sein. Freilich ist auch beim Betreiber des MEGEHA, der LIFT gGmbH, das Geld für solche Projekte nur mit Mühe aufzubringen. Geld- und Sachspenden für die Modellbahn-Kids sind daher gern willkommen.
Denn an Ideen für den Ausbau der Modellbahnanlage, die in der Spurweite H0 (Maßstab 1:87) entsteht, mangelt es nicht. Außerdem werden noch ein oder mehrere Helfer gesucht, die Ronald Meißner bei der Leitung der Arbeitsgemeinschaft unterstützen. Vorkenntnisse in Sachen Modellbahn wären nützlich, sind aber nicht unbedingt Voraussetzung.
Interessierte Kinder und Jugendliche, die bei den Modellbahn-Kids im MEGEHA mitmachen möchten, sowie Erwachsene zur Unterstützung des AG-Leiters können sich unter der Rufnummer 03631/694415 melden.


