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So, 14:16 Uhr
02.06.2002

Mann mit Pfeife

Nordhausen (nnz). Deutsche spielen in Japan und Korea nicht nur Fußball. Auch Schiedsrichter müssen bei der WM ran. Am 9. Juni ist es für die deutschen Männer mit der Pfeife soweit.


Dr. Merk Schiedsrichter Dr. Markus Merk ist vom Welt-Verband FIFA für die Vorrundenpartie zwischen Japan und Russland am 9. Juni in Yokohama nominiert worden. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird zudem noch von Schiedsrichter-Assistent Heiner Müller (Nalbach-Bilsdorf) vertreten. Müller hat Schiedsrichter Gilles Veissiere (Frankreich) bei der Begegnung der Gruppe F zwischen Argentinien und Nigeria (1:0) am heutigen Sonntag in Ibaraki an der Linie assistiert. In dieser Partie fungierte Dr. Markus Merk zugleich als FIFA-Offizieller am Spielfeldrand.

Merk, der als einziger deutscher Schiedsrichter bei der WM-Endrunde 2002 (31. Mai - 30. Juni) in Korea und Japan eingesetzt wird, traf in der vergangenen Woche nach einem gut zwölfstündigen Lufthansa-Flug in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul ein. Zusammen mit den anderen 35 vom Weltverband FIFA ausgewählten Kollegen soll der 40-Jährige die 64 Spiele der WM in Korea und Japan in die richtigen Bahnen lenken.
Nach dem Zwischenstopp in Seoul, wo alle Unparteiischen vor der WM noch einmal für zwei Tage zu den letzten Besprechungenen zusammengezogen werden, reiste der Mediziner weiter nach Tokio. Wie lange er dort bleiben wird, ist allerdings ungewiss.

"Jeder hat ein Spiel sicher. Was dann kommt, wird man sehen. Ich hoffe natürlich auf ein zweites Spiel, aber das hängt nicht von mir ab. Der Großteil der Schiedsrichter wird bei einer Partie bleiben", erläutert Merk seine Einsatz-Möglichkeiten, die nicht zuletzt vom Abschneiden der deutschen Nationalmannschaft abhängen: Bleibt sie lange im Turnier, verringern sich die Chancen für den deutschen Schiedsrichter. Merk aber hält es ohnehin mit dem olympischen Gedanken: Hauptsache dabei. "Der Weg war in diesem Fall das Ziel, denn es war langwierig und schwierig, überhaupt zur WM zu kommen. Ich kann nur meine Leistung anbieten", meint der gebürtige Kaiserslauterer, der seine pfälzische Heimat nur für sein fünfjähriges Studium in Köln über einen größeren Zeitraum verlassen hatte.

Seit 1988 hat Merk bereits 197 Bundesligaspiele gepfiffen und wurde dreimal zum Unparteiischen der Saison gewählt. Seit 1992 ist der Hobby-Triathlet auch für die FIFA im Einsatz und leitete seitdem 24 Länderspiele sowie 43 Europapokal-Partien. Höhepunkte seiner Karriere waren die EM 2000 in Belgien und den Niederlanden und das Europapokal-Finale der Pokalsieger 1997. Außerdem bewegte sich der Pfälzer schon bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona auf internationalem Parkett.

Mehr Infos gibt's im nnz-WM-SPECIAL.
Autor: nnz

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