Fr, 23:25 Uhr
31.05.2002
Wacker Nordhausen bleibt dran
Nordhausen (nnz). Am vorletzten Spieltag der Thüringenliga empfing am Abend Schlusslicht Wacker 90 Nordhausen den Tabellenzweiten CZ Jena II. nnz-Mitarbeiter Rainer Hellberg hat die Begegnung gesehen. Hier sein Bericht.
Die Stimmung im Albert-Kuntz-Sportpark erinnerte an bessere Zeiten. Ideales Fußballwetter und die zuletzt guten Leistungen der Wacker-Elf zog immerhin rund 450 Nordhäuser Fans an, die ihre Mannschaft von Beginn an lautstark unterstützten.
Die Weißhaupt-Schützlinge begannen engagiert und setzten die Jenaer unter Druck. Bereits in der 1. Minute sorgte Lars Pohl für Aufregung, als er nach einem Solo im Strafraum von den Beinen geholt wurde. Aber der Pfiff des Unparteiischen aus Eisenach blieb aus. Drei Minuten später zwang Kulbacki nach einer Vorlage von Puc den Jenaer Keeper zu einer Glanzparade. Die Saalestädter gerieten immer mehr in Bedrängnis. In der 8. Minute brach Heise außen durch, vergab aber die gute Möglichkeit. Kurz darauf profitierte Frank Ludwig von einem Abspielfehler der Jenaer. Seinen Schuss aus gut 35 Meter konnte der gute Schlussmann Berbig gerade noch über die Latte lenken. Ein Seitfallzieher von Pohl strich knapp am Tor vorbei (13.), ebenso Heises Kopfball nach einer Vorlage von Kulbacki (30.)
Jena hatte nur wenig dagegen zu setzen. Der ersten vielversprechenden Angriff der Saalestädter nach einem Solo von Busse durch die gesamte Nordhäuser Abwehr erfolgte nach 32. Minuten. Wacker spielte sich in einen wahren Spielrausch. Angriff folgte auf Angriff. Aber die begeistert mitgehenden Zuschauer mussten jedoch noch bis zur 44. Minute warten, ehe Kulbacki nach einer Vorlage von Pistorius der vielumjubelte Führungstreffer gelang.
In der zweiten Halbzeit ließen bei Nordhausen die Kräfte nach. Die Jenaer kamen zwar besser ins Spiel, waren technisch besser und schneller, aber vor dem Wacker-Strafraum war meistens Endstation. Die Männer um Kapitän Jens Ludwig setzten Kampfgeist und vorbildliche Moral dagegen und verlegten sich mehr aufs Kontern. Eine gute Möglichkeit bot sich dabei Heise, aber dessen Knaller aus etwa 20 Meter sah den Jenaer Keeper auf dem Posten. Weißhaupt brachte in der 63. Minute Prokosch für Heise, sechs Minuten später Schmidt für den angeschlagenen Mook und Kohlhause für Frank Ludwig (81.). Jena drängte auf den Ausgleich. Torwart Berbig ging mit nach vorn. Kulbacki erkämpfte sich das Leder, aber sein Heber aus etwa 35 Meter ging zwar ins Tor, wurde aber nicht anerkannt. Aufopferungsvoll verteidigte Wacker in den Schlussminuten die verdiente Führung. Der Schlusspfiff ging im Jubel der Wacker-Fans fast unter.
Wacker spielte mit: Michael, Nebelung, Puc, Mook (ab 69. Schmidt), J. Ludwig, Elle, Heise (ab 63. Prokosch), Frank Ludwig (ab 81. Kohlhause), Pohl, Kulbacki, Pistorius.
Mit diesem Erfolg liegt jetzt Nordhausen vor Rudisleben und der Elf aus Mühlhausen, die in Suhl 1:3 den Kürzeren zog. Rudisleben verlor daheim gegen Meuselwitz mit dem gleichen Ergebnis. Die Entscheidung über dem Absteiger bringt der letzte Spieltag. Und da ist die Fußball-Philosophie für Wacker ganz einfach: In Meuselwitz muß gewonnen werden. Sollte Nordhausen verlieren und Mühlhausen gewinnen, dann steigt Wacker zusammen mit Rudisleben ab. Für Spannung ist also bis zur letzten Minute gesorgt. Übrigens hat der Wacker-Vorstand angekündigt, für die Nordhäuser Fans Busse zum Spiel nach Meuselwitz einzusetzen.
Autor: rhDie Stimmung im Albert-Kuntz-Sportpark erinnerte an bessere Zeiten. Ideales Fußballwetter und die zuletzt guten Leistungen der Wacker-Elf zog immerhin rund 450 Nordhäuser Fans an, die ihre Mannschaft von Beginn an lautstark unterstützten.
Die Weißhaupt-Schützlinge begannen engagiert und setzten die Jenaer unter Druck. Bereits in der 1. Minute sorgte Lars Pohl für Aufregung, als er nach einem Solo im Strafraum von den Beinen geholt wurde. Aber der Pfiff des Unparteiischen aus Eisenach blieb aus. Drei Minuten später zwang Kulbacki nach einer Vorlage von Puc den Jenaer Keeper zu einer Glanzparade. Die Saalestädter gerieten immer mehr in Bedrängnis. In der 8. Minute brach Heise außen durch, vergab aber die gute Möglichkeit. Kurz darauf profitierte Frank Ludwig von einem Abspielfehler der Jenaer. Seinen Schuss aus gut 35 Meter konnte der gute Schlussmann Berbig gerade noch über die Latte lenken. Ein Seitfallzieher von Pohl strich knapp am Tor vorbei (13.), ebenso Heises Kopfball nach einer Vorlage von Kulbacki (30.)
Jena hatte nur wenig dagegen zu setzen. Der ersten vielversprechenden Angriff der Saalestädter nach einem Solo von Busse durch die gesamte Nordhäuser Abwehr erfolgte nach 32. Minuten. Wacker spielte sich in einen wahren Spielrausch. Angriff folgte auf Angriff. Aber die begeistert mitgehenden Zuschauer mussten jedoch noch bis zur 44. Minute warten, ehe Kulbacki nach einer Vorlage von Pistorius der vielumjubelte Führungstreffer gelang.
In der zweiten Halbzeit ließen bei Nordhausen die Kräfte nach. Die Jenaer kamen zwar besser ins Spiel, waren technisch besser und schneller, aber vor dem Wacker-Strafraum war meistens Endstation. Die Männer um Kapitän Jens Ludwig setzten Kampfgeist und vorbildliche Moral dagegen und verlegten sich mehr aufs Kontern. Eine gute Möglichkeit bot sich dabei Heise, aber dessen Knaller aus etwa 20 Meter sah den Jenaer Keeper auf dem Posten. Weißhaupt brachte in der 63. Minute Prokosch für Heise, sechs Minuten später Schmidt für den angeschlagenen Mook und Kohlhause für Frank Ludwig (81.). Jena drängte auf den Ausgleich. Torwart Berbig ging mit nach vorn. Kulbacki erkämpfte sich das Leder, aber sein Heber aus etwa 35 Meter ging zwar ins Tor, wurde aber nicht anerkannt. Aufopferungsvoll verteidigte Wacker in den Schlussminuten die verdiente Führung. Der Schlusspfiff ging im Jubel der Wacker-Fans fast unter.
Wacker spielte mit: Michael, Nebelung, Puc, Mook (ab 69. Schmidt), J. Ludwig, Elle, Heise (ab 63. Prokosch), Frank Ludwig (ab 81. Kohlhause), Pohl, Kulbacki, Pistorius.
Mit diesem Erfolg liegt jetzt Nordhausen vor Rudisleben und der Elf aus Mühlhausen, die in Suhl 1:3 den Kürzeren zog. Rudisleben verlor daheim gegen Meuselwitz mit dem gleichen Ergebnis. Die Entscheidung über dem Absteiger bringt der letzte Spieltag. Und da ist die Fußball-Philosophie für Wacker ganz einfach: In Meuselwitz muß gewonnen werden. Sollte Nordhausen verlieren und Mühlhausen gewinnen, dann steigt Wacker zusammen mit Rudisleben ab. Für Spannung ist also bis zur letzten Minute gesorgt. Übrigens hat der Wacker-Vorstand angekündigt, für die Nordhäuser Fans Busse zum Spiel nach Meuselwitz einzusetzen.

