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Fr, 14:02 Uhr
16.05.2008

Kein Allheilmittel

Gothas Oberbürgermeister Knut Kreuch war jetzt zu Gast bei Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (beide SPD). Mit diesem Treffen gehen die Konsultationen zwischen beiden Städten bereits in das 10. Jahr. Was zum Jubiläumstreffen besprochen wurde, das hat die nnz erfahren.

Aufgestellt (Foto: psv) Aufgestellt (Foto: psv)
Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (Mitte) begrüßte jetzt ihren Gothaer Amtskollegen Knut Kreuch (2.v.l.) in Nordhausen. Kreuch wurde begleitet von seinem Stellvertreter Werner Kukulenz (2.v.r.). Auf Nordhäuser Seite nahmen Bürgermeister Matthias Jendricke (links) und Bau- und Wirtschaftsdezernentin Inge Klaan (rechts) am Treffen teil

Aufgrund der Größe, Struktur und Problemlagen seien beide Städte gut vergleichbar, sagte Frau Rinke, und man könne deshalb gut von den Erfahrungen des Anderen profitieren. So habe das Beispiel Gotha gezeigt, dass die dort vorgenommene Privatisierung der Wirtschaftsförderung nicht der Königsweg zur Kosteneinsparung sei, sagte Frau Rinke. „Dieser Weg der Privatisierung hat Gotha eine Menge Geld gekostet; inzwischen ist die Wirtschaftsförderung wieder kommunalisiert.“

Weiteres Thema sei der Öffentliche Personennahverkehr gewesen. „Wie auch wir betreibt Gotha mit der Thüringer Waldbahn ein Verkehrsmittel, dass neben der Stadt auch das Umland erschließt. Und auch wie wir ist Gotha eine Stadt, die den Nahverkehr zweimal finanzieren muss: Denn neben den Betrieb von Bus und Bahn in der eigenen Stadt müssen beide Städte noch einmal über die Kreisumlage den Nahverkehr im jeweiligen Landkreis mitfinanzieren.“ In einer gemeinsamen Initiative wollten sich nun beide Städte gemeinsam an die zuständigen Behörden auf Landesebene wenden, um auf diesen aus ihrer Sicht ungerechten Umstand hinzuweisen. Insbesondere, weil angesichts des demographischen Wandels der ÖPNV eine wichtigere Rolle für die Mobilität der Menschen einnehmen werde.

Darüber hinaus habe die Schulnetzplanung und –entwicklung diskutiert, insbesondere die Rolle der Schulen in freier Trägerschaft sowie die Finanzierung der Schulspeisung, so Frau Rinke.
Autor: nnz

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