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Fr, 13:06 Uhr
31.05.2002

Nüßle: Unqualifiziertes Geflüster

Nordhausen (nnz). Seit einigen Wochen macht sich in Nordhausen ein gewisses Altstadtgeflüster breit. Dieses Geflüster hat auch den Chef der Altstadt-Initiative, Hansjürgen Nüßle, erreicht. nnz sprach mit ihm über Stammtische in „seiner“ Altstadt.


Seit 50 Jahren lebt Nüßle in dieser Altstadt, in der Barfüßerstraße. 40 Jahre davon hat er mit ansehen müssen, dass der Sozialismus die „Arbeit vollendete“, die mit der Bombardierung der Rolandstadt im April 1945 „begonnen“ wurde. Seit fast zwölf Jahren sieht der Juwelier „seine“ Altstadt nun wieder auferstehen, seit mehr als zehn Jahren steht er nicht nur dabei, sondern ist mittendrin. Nicht immer hatten er und die anderen Macher der Altstadt-Initiative Patentrezepte für die weitere Entwicklung der Altstadt, aber er hat beharrlich um Veränderungen gerungen. Er ist mehr als Tausend Mal in die Amtsstuben des Rathauses gelaufen, hat gebrüllt, gefragt, gemahnt, gefordert und Zusammenarbeit angeboten. Manchmal hat er auch „Dankeschön“ gesagt.

„Wenn wir zwölf Jahre zurück blicken und die Altstadt von damals und heute vergleichen, dann sind doch große Fortschritte gemacht worden. Wer das nicht sehen will ist blind, zumindest auf einem Auge“, so Nüßle heute gegenüber nnz. Dieses „eine Auge“ könnte vermutlich einem Frauenstammstisch der Altstadt zugeordnet werden. „Als Vorstand der Altstadt-Initiative brauchen wir uns keine Genehmigung von Frau Kuhfahl und Frau Heike Ulrich einzuholen, um Gespräche mit der Stadtverwaltung zu führen“, meinte Nüßle heute sichtlich sauer ob der Unqualifiziertheiten, die da im Zwei-Wochen-Rhythmus rübergebracht werden.

Der 61jährige „Altstädtler“ weiß natürlich, dass sein Revier nicht ganz Nordhausen ist. Er lebt nun mal in der Altstadt, für die will er weiter kämpfen. Letztens rannte er mehrfach ins Rathaus um die Blumenbeschmückung zu organisieren. Wenn die Investition am Pferdemarkt da sei, dann ist damit nicht automatisch ein Besuch der Gäste und Kunden in der Altstadt verbunden, weiß auch er. Möglich müsse aber sein, diese Menschen zu locken. Mit attraktiven Angeboten, mit einem ganzheitlichen Erscheinungsbild, mit einem aufgewerteten Spendekirchhof-Platz eventuell, nicht aber mit einem tanzenden Clown in der Barfüßerstraße. Vor allem zur Funktion dieses Platze sollten die „Altstädter“ noch einige Gespräche mit der Stadtverwaltung und mit der LGS GmbH führen.

Das Engagement von Nüßle und Co. geht weiter. In der Kranich- und Bäckerstraße muß sich bald was bewegen, die Anbindung des kaum frequentierten Parkplatzes an der Straße der Jugend an die Altstadt muß hergestellt werden. Daß dabei ein Weg über das Gelände des Gymnasiums führen muß, erschwert für Nüßle die Sache. Er weiß um die Befindlichkeiten von Stadt und Landkreis. In seinem Kopf schwirren noch viele Dinge, die angepackt und verändert werden müssen, man merkt es ihm an. Schnell schlürft er noch sein „Käffchen“, dann geht es schon wieder zurück ins Geschäft. Und schließlich muß da auch noch das diesjährige Altstadtfest vorbereitet werden...
Autor: nnz

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