Fr, 16:13 Uhr
09.05.2008
Primas: Nicht auf der Höhe der Zeit
Gestern veröffentlichte die nnz ein Statement der Bündnisgrünen Thüringens. Darin plädieren die für die baldige Ausweisung des Biosphärenreservates Südharz. Die Antwort der CDU läßt nicht lange auf sich warten.
Wenn Herr Augsten für die Thüringer Bündnisgrünen in der nnz zur Sicherung des Naturreichtums der Gipskarstlandschaft im Südharz ein länderübergreifendes Biosphärenreservat fordert, rennt er den Realitäten hinterher, so der CDU-Fraktionschef im Kreistag Nordhausen und Landtagsabgeordneter, Egon Primas. Wenn wir nicht schon längst die notwendigen Schutzgebiete ausgewiesen hätten, wären schon heute große Teile der Gipskarstlandschaft nicht mehr vorhanden.
Thüringen hat hier gegenüber Sachsen-Anhalt und Niedersachsen unzweifelhaft die wertvollsten Vorkommen. Deshalb sind schon heute durch zwei Landschafts- und neun Naturschutzgebiete bereits 17.149 ha unter Schutz gestellt. Weitere fünf Naturschutzgebiete stehen vor der Ausweisung. Darüber sind 5.800 ha Natura-2000-Gebiete (FFH- und Vogelschutzgebiete) nach Brüssel gemeldet.
Als geeignetes Instrument einer nachhaltigen Regionalentwicklung sei das Verfahren für die Ausweisung eines Naturparks Südharz angelaufen. Hier zeichne sich ab, dass die Trägerschaft des Naturparks ähnlich wie im Thüringer Wald keine staatliche Verwaltung sein werde, und dadurch über die Verbandsstruktur gerade regionale Interessen erfüllt werden könne. Es sollte auch deutlich gesagt werden, dass ein Naturpark nicht zum Nulltarif zu haben ist. Landkreis und Kommunen müssen hier ihren Beitrag liefern.
Von der Idee eines länderübergreifenden Biosphärenreservats hatten sich die Länder längst verabschiedet. Niedersachsen lehnt ein solches ab und Sachsen-Anhalt hat ein eigenes kleines Biosphärenreservat ausgewiesen, aber nur, weil im Gegensatz zu Thüringen hier enorme Defizite bei der Ausweisung von Naturschutzgebieten vorhanden waren.
Fazit ist: Wir sind durch die vielfältige Ausweisung verschiedener Schutzgebiete auf gutem Weg, den Naturreichtum der Gipskarstlandschaft im Südharz zu erhalten. Was wir jetzt noch brauchen, ist die naturverträgliche touristische Vermarktung. Hier soll ein zukünftiger Naturpark Südharz das geeignete Mittel sein, so Egon Primas heute zur nnz.
Autor: nnzWenn Herr Augsten für die Thüringer Bündnisgrünen in der nnz zur Sicherung des Naturreichtums der Gipskarstlandschaft im Südharz ein länderübergreifendes Biosphärenreservat fordert, rennt er den Realitäten hinterher, so der CDU-Fraktionschef im Kreistag Nordhausen und Landtagsabgeordneter, Egon Primas. Wenn wir nicht schon längst die notwendigen Schutzgebiete ausgewiesen hätten, wären schon heute große Teile der Gipskarstlandschaft nicht mehr vorhanden.
Thüringen hat hier gegenüber Sachsen-Anhalt und Niedersachsen unzweifelhaft die wertvollsten Vorkommen. Deshalb sind schon heute durch zwei Landschafts- und neun Naturschutzgebiete bereits 17.149 ha unter Schutz gestellt. Weitere fünf Naturschutzgebiete stehen vor der Ausweisung. Darüber sind 5.800 ha Natura-2000-Gebiete (FFH- und Vogelschutzgebiete) nach Brüssel gemeldet.
Als geeignetes Instrument einer nachhaltigen Regionalentwicklung sei das Verfahren für die Ausweisung eines Naturparks Südharz angelaufen. Hier zeichne sich ab, dass die Trägerschaft des Naturparks ähnlich wie im Thüringer Wald keine staatliche Verwaltung sein werde, und dadurch über die Verbandsstruktur gerade regionale Interessen erfüllt werden könne. Es sollte auch deutlich gesagt werden, dass ein Naturpark nicht zum Nulltarif zu haben ist. Landkreis und Kommunen müssen hier ihren Beitrag liefern.
Von der Idee eines länderübergreifenden Biosphärenreservats hatten sich die Länder längst verabschiedet. Niedersachsen lehnt ein solches ab und Sachsen-Anhalt hat ein eigenes kleines Biosphärenreservat ausgewiesen, aber nur, weil im Gegensatz zu Thüringen hier enorme Defizite bei der Ausweisung von Naturschutzgebieten vorhanden waren.
Fazit ist: Wir sind durch die vielfältige Ausweisung verschiedener Schutzgebiete auf gutem Weg, den Naturreichtum der Gipskarstlandschaft im Südharz zu erhalten. Was wir jetzt noch brauchen, ist die naturverträgliche touristische Vermarktung. Hier soll ein zukünftiger Naturpark Südharz das geeignete Mittel sein, so Egon Primas heute zur nnz.

