Fr, 13:25 Uhr
09.05.2008
Ergebnisse vorstellen
Seit Mitte vorigen Jahres arbeitet die Stadt Nordhausen an der Aktualisierung ihres Stadtentwicklungskonzeptes, um eine Grundlage für das kommunale Handeln und die Beantragung von Fördermitteln für den Stadtumbau zu schaffen. Dieser Planungsprozess steht jetzt kurz vor dem Abschluss. Und nun erst können auch die Betroffenen mitreden...
Erste Ergebnisse der Planung werden am 19. Mai 2008, um 19 Uhr, im Audimax der Fachhochschule Nordhausen, Weinberg, in einem weiteren Nordhäuser Stadtgespräch zur Diskussion gestellt. Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (CDU) lädt dazu alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt herzlich ein.
Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK Nordhausen 2020) wird in mehreren Workshops mit den wesentlichen Akteuren in Nordhausen erarbeitet. Die erste öffentliche Vorstellung des Arbeitsstandes erfolgte am 3. März 2008 in der Fachhochschule. Der Stadtrat wird das Stadtentwicklungskonzept als Grundlage für das künftige kommunale Handeln ausführlich beraten und voraussichtlich im Herbst 2008 beschließen.
Hier einige wichtige Zwischenergebnisse des Planungsstandes: Die Stadt Nordhausen hat die erste Stufe des Stadtumbaus gut bewältigt. Die Entwicklung von Wirtschaft und Arbeitsplätzen ist positiv und strahlt auf die Region aus. Die Einwohnerverluste waren entsprechend moderat. Durch Rückbau von nicht mehr marktfähigen Wohnungen an peripheren bzw. belasteten Standorten konnte die Leerstandsquote deutlich gesenkt werden. Im Rahmen der LGS 2004 wurden zahlreiche innerstädtische Brachflächen nachhaltig aufgewertet. Dies trägt wesentlich zur Attraktivität des Wohnstandortes Innenstadt bei.
Dennoch muss sich Nordhausen wie fast alle Städte in Thüringen auf weitere Einwohnerverluste und grundlegende Veränderungen in der Aufgabenverteilung zwischen Stadt und Land einstellen. Nach aktuellen Prognosen wird Nordhausen im 2020 42.422 Einwohner haben, das sind 2.710 weniger als 2006. Der Rückgang fällt damit deutlich geringer aus als bisher prognostiziert.
Gleichzeitig wird sich der Altersaufbau weiter verändern. Daraus resultiert einerseits ein weiterer Anpassungsbedarf bei Wohnungen und Infrastrukturen, andererseits ist absehbar, dass der Bedarf der Wirtschaft an Fachkräften längerfristig nur durch Zuzug abgedeckt werden kann. Damit steht Nordhausen in Konkurrenz zu anderen wirtschaftlich starken Städten.
Diese Aufgaben sind eingebettet in die übergeordnete Zielstellung einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Daraus könnten sich bis 2020 folgende Handlungsfelder ableiten:
Autor: nnzErste Ergebnisse der Planung werden am 19. Mai 2008, um 19 Uhr, im Audimax der Fachhochschule Nordhausen, Weinberg, in einem weiteren Nordhäuser Stadtgespräch zur Diskussion gestellt. Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (CDU) lädt dazu alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt herzlich ein.
Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK Nordhausen 2020) wird in mehreren Workshops mit den wesentlichen Akteuren in Nordhausen erarbeitet. Die erste öffentliche Vorstellung des Arbeitsstandes erfolgte am 3. März 2008 in der Fachhochschule. Der Stadtrat wird das Stadtentwicklungskonzept als Grundlage für das künftige kommunale Handeln ausführlich beraten und voraussichtlich im Herbst 2008 beschließen.
Hier einige wichtige Zwischenergebnisse des Planungsstandes: Die Stadt Nordhausen hat die erste Stufe des Stadtumbaus gut bewältigt. Die Entwicklung von Wirtschaft und Arbeitsplätzen ist positiv und strahlt auf die Region aus. Die Einwohnerverluste waren entsprechend moderat. Durch Rückbau von nicht mehr marktfähigen Wohnungen an peripheren bzw. belasteten Standorten konnte die Leerstandsquote deutlich gesenkt werden. Im Rahmen der LGS 2004 wurden zahlreiche innerstädtische Brachflächen nachhaltig aufgewertet. Dies trägt wesentlich zur Attraktivität des Wohnstandortes Innenstadt bei.
Dennoch muss sich Nordhausen wie fast alle Städte in Thüringen auf weitere Einwohnerverluste und grundlegende Veränderungen in der Aufgabenverteilung zwischen Stadt und Land einstellen. Nach aktuellen Prognosen wird Nordhausen im 2020 42.422 Einwohner haben, das sind 2.710 weniger als 2006. Der Rückgang fällt damit deutlich geringer aus als bisher prognostiziert.
Gleichzeitig wird sich der Altersaufbau weiter verändern. Daraus resultiert einerseits ein weiterer Anpassungsbedarf bei Wohnungen und Infrastrukturen, andererseits ist absehbar, dass der Bedarf der Wirtschaft an Fachkräften längerfristig nur durch Zuzug abgedeckt werden kann. Damit steht Nordhausen in Konkurrenz zu anderen wirtschaftlich starken Städten.
Diese Aufgaben sind eingebettet in die übergeordnete Zielstellung einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Daraus könnten sich bis 2020 folgende Handlungsfelder ableiten:
- Weitere Reparatur und Stärkung der Innenstadt und insbesondere der Altstadt z.B. durch Bebauung von Lücken und Brachen, Zwischennutzungen von Brachflächen zur Verbesserung von Stadtbild und Stadtfunktion, weitere Sanierung des Gebäudebestands, Verbesserung der Vernetzung mit angrenzenden Grünräumen und Quartieren, Verbesserung der Stellplatzangebote, Verkehrsberuhigung zur Sicherung einer hohen Wohn- und Einkaufsqualität
- Gezielte Entwicklung von integrierten Standorten für den Bau von Eigenheimen
- Sicherung eines qualitativ hochwertigen Angebots an sozialer Infrastruktur für alle Zielgruppen
- weitere Stabilisierung des Wohngebiets Nordhausen Ost durch Aufwertungsmaßnahmen im Freiraum und Anpassung der Infrastruktur
- Ausbau des Grünzugs entlang der Zorge als wichtiger innerstädtischer Grünraum und als Verbindung zu den nahe gelegenen Naherholungsbereichen, Vernetzung zu angrenzenden Ziel- und Quellpunkten wie Badehaus, Fachhochschule Nordhausen
- Sicherung von Stadtbild und Stadtfunktion im Bereich der Grimmelallee in Vorbereitung der verkehrlichen Entlastung der B4 durch die Ortsumfahrung
- Stärkung und Profilierung des Hauptgeschäftszentrums in den Bereichen "Bahnhof" und "Rathaus/Altstadt"
- Weitere zunächst qualitative Anpassung des Wohnungsangebots an den sich ändernden Bedarf, gezielte Sicherung von Rückbauoptionen als mittelfristige Perspektive nach 2012
- Stabilisierung der Ortsteile durch verbesserte Anbindung an die Kernstadt
- Fortsetzung der Aktivierung von Brachflächen und Flächenbereitstellung als Grundlage für die differenzierte Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Nordhausen


