Fr, 07:00 Uhr
09.05.2008
Knut Bernsdorf im Interview
Der Trainer des Bezirksligateams des FSV Wacker 90 Nordhausen, Dirk Fuhrmann, wird den Verein in Richtung FSG ´99 Salza zum Ende der Saison verlassen. Sein Nachfolger wird der momentane A-Juniorentrainer Knut Bernsdorf werden. Sandra Arm sprach mit dem Übungsleiter.
Wer ist Knut Bernsdorf?
Ich bin ein 39-jähriger Fußballverrückter, bin verheiratet, seit sieben Jahren bei Wacker Nordhausen, habe drei Kinder und mein Alltag besteht aus meiner Arbeit und Fußball. Ich bin ein Typ, der ohne Fußball nicht leben kann. 33 Jahre habe ich selber aktiv diesen Sport ausgeübt, da fällt es schwer darauf zu verzichten. Hinzu kommt, dass alle Familienmitglieder auch etwas mit Fußball zu tun haben.
Wie schätzt du dich als Trainer ein?
Ich bin ein harter, aber auch sehr fairer Trainer. Für mich sind Disziplin und Respekt oberstes Gebot. Ich bin aber auch für jeden Spaß zu haben.
Du übernimmst ab der kommenden Saison das Traineramt von Dirk Fuhrmann. Wann hast du davon erfahren?
Die ersten Gespräche fanden zwischen den Mitgliedern des Präsidiums, dem Vereinsmanager Udo Hoffmann und mir vor zwei Wochen statt.
Wie überraschend kam dieses Angebot für dich und wie lange hattest du Bedenkzeit?
Das Angebot kam sehr überraschend, sodass ich um eine Woche Bedenkzeit bat.
Hattest du auch Angebote von anderen Vereinen?
Ja, es lagen mir sechs Angebote bis in die Landeshauptstadt vor. Ich sah aber keinen Grund Wacker zu verlassen, da ich allgemein nicht gerne wechsle und mir der Verein das Vertrauen schenkt.
Du hast das Angebot angenommen, die 2. Männermannschaft in der Bezirksligasaison 2008/2009 zu trainieren. Welche Veränderungen werden sich für dich dadurch ergeben?
Ich muss mich vom kompletten Nachwuchs- und Torwarttraining trennen sowie mein Konzept auf den Herrenbereich umstellen.
Was reizt dich an deiner neuen Position?
Einmal reizt mich der Übergang vom Nachwuchsbereich zu einer Männermannschaft, in die ich meine Erfahrungen einbringen kann und außerdem, dass wir als Reserve und Kaderschmiede der Ersten Mannschaft im Bezirk gut mitspielen wollen. Es ist eine große Aufgabe, der ich mich da stelle, auch mit den entsprechenden Zielen.
Welchen Eindruck hast du von der Mannschaft?
Ich sehe die Mannschaft als eine Art Rohdiamanten, der nur noch geschliffen werden muss. Im Vorfeld habe ich mir schon Spiele angeschaut. Die Jungs verfügen über gute Veranlagungen, die sie in der Bezirksliga zeigen und einige von Ihnen zeitweise sogar in der Thüringenliga. Ich denke auch, dass 20 bis 30 Prozent der Spieler den Sprung in die erste Mannschaft schaffen können.
Hast du schon Gespräche mit deinen neuen Spielern geführt?
Die ersten Gespräche wurden schon geführt und verliefen auch sehr positiv. Alles andere möchte ich erst bekannt geben, wenn Dirk Fuhrmann seine Saison beendet hat. Mir liegt sehr daran, dass er in aller Ruhe mit seiner Mannschaft die Saison zu Ende spielt.
Einige Spieler der 2. Mannschaft denken über einen Vereinswechsel nach. Welche Argumente hast du, sie im Verein zu halten?
Ich würde mir wünschen, dass die zweite Mannschaft zusammenbleibt und unser Verein kaum Abgänge verzeichnet. Ich hoffe, sie geben mir eine Chance, mit ihnen gemeinsam eine schlagkräftige Truppe in der Bezirksliga aufzubauen.
Mit der schnellen Neubesetzung wird auch eine Strategie verfolgt. Wie sieht diese genau aus?
Das Wichtigste ist, dass wir unseren Nachwuchsspielern eine Chance geben, in der zweiten oder ersten Männermannschaft spielen zu können. Die Zusammenarbeit zwischen den ersten beiden Mannschaften und der Jugendabteilung muss intensiviert werden.
Du bist derzeit noch Trainer der A-Junioren des FSV Wacker 90. Gibt es schon einen geeigneten Nachfolger?
Nein, so weit ich weiß noch nicht. Es werden aber Gespräche seitens des Präsidiums geführt.
Wie haben die A-Junioren die Entscheidung aufgefasst, dass du ab kommender Saison nicht mehr ihr Trainer bist?
Ich denke teilweise mit Bedauern, aber ich habe um Verständnis gebeten, da ich sie entweder in der nächsten Saison oder aber ein Jahr später wieder trainieren darf.
Wer von den A-Junioren könnte aus deiner Sicht in den nächsten Jahren den Sprung zur Zweiten oder sogar in die erste Männermannschaft schaffen?
Ich denke da in erster Linie an zwei Spieler: Marcus Vopel und Sven Dittmann.
Große Probleme ergeben sich im Nachwuchsbereich, vor allem bei den A- und B-Junioren ist die Spielerdecke sehr dünn. Wie wollt ihr dem in den nächsten Jahren entgegenwirken?
Wir müssen die personellen Mannschaftsplanungen im Vorfeld anders gestalten, sodass die älteren Jahrgänge einer Nachwuchsmannschaft gleich in den nächst höheren Juniorenbereich übergehen.
Du übernimmst eine Mannschaft, die als Aufsteiger in der Bezirksliga für Furore gesorgt hat. Du wirst an den Erfolgen der letzten Jahre gemessen werden. Wie gehst du damit um?
Jede Saison bietet eine neue Herausforderung - egal ob Nachwuchs- oder Herrenmannschaft. Ich respektiere die guten Erfolge der zweiten Mannschaft, wobei ihr Trainer Dirk Fuhrmann für mich die wichtigste Rolle gespielt hat. Aber ich will mich nicht an der Vergangenheit messen, sondern eine erfolgreiche Gegenwart gestalten.
Das zweite Jahr nach dem Aufstieg ist immer das Schwerste. Was erhoffst du dir von der Mannschaft in der kommenden Saison?
Im Vorfeld ist es recht schwierig eine Prognose abzugeben, zumal die Mannschaft erst einmal auf dem Papier stehen muss. Mein persönliches Ziel wäre ein Nichtabstiegsplatz. Mein Wunsch ist es mit der Mannschaft unter die ersten Acht zu kommen.
Wie schätzt du Dirk Fuhrmann als Trainer ein?
Für mich persönlich ist er einer der besten Trainer im Landkreis. Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu Dirk und wünsche ihm als neuen Trainer bei der Bezirksligamannschaft der FSG ´99 Salza-Nordhausen alles Gute und viel Erfolg!
Autor: nnzWer ist Knut Bernsdorf?
Ich bin ein 39-jähriger Fußballverrückter, bin verheiratet, seit sieben Jahren bei Wacker Nordhausen, habe drei Kinder und mein Alltag besteht aus meiner Arbeit und Fußball. Ich bin ein Typ, der ohne Fußball nicht leben kann. 33 Jahre habe ich selber aktiv diesen Sport ausgeübt, da fällt es schwer darauf zu verzichten. Hinzu kommt, dass alle Familienmitglieder auch etwas mit Fußball zu tun haben.
Wie schätzt du dich als Trainer ein?
Ich bin ein harter, aber auch sehr fairer Trainer. Für mich sind Disziplin und Respekt oberstes Gebot. Ich bin aber auch für jeden Spaß zu haben.
Du übernimmst ab der kommenden Saison das Traineramt von Dirk Fuhrmann. Wann hast du davon erfahren?
Die ersten Gespräche fanden zwischen den Mitgliedern des Präsidiums, dem Vereinsmanager Udo Hoffmann und mir vor zwei Wochen statt.
Wie überraschend kam dieses Angebot für dich und wie lange hattest du Bedenkzeit?
Das Angebot kam sehr überraschend, sodass ich um eine Woche Bedenkzeit bat.
Hattest du auch Angebote von anderen Vereinen?
Ja, es lagen mir sechs Angebote bis in die Landeshauptstadt vor. Ich sah aber keinen Grund Wacker zu verlassen, da ich allgemein nicht gerne wechsle und mir der Verein das Vertrauen schenkt.
Du hast das Angebot angenommen, die 2. Männermannschaft in der Bezirksligasaison 2008/2009 zu trainieren. Welche Veränderungen werden sich für dich dadurch ergeben?
Ich muss mich vom kompletten Nachwuchs- und Torwarttraining trennen sowie mein Konzept auf den Herrenbereich umstellen.
Was reizt dich an deiner neuen Position?
Einmal reizt mich der Übergang vom Nachwuchsbereich zu einer Männermannschaft, in die ich meine Erfahrungen einbringen kann und außerdem, dass wir als Reserve und Kaderschmiede der Ersten Mannschaft im Bezirk gut mitspielen wollen. Es ist eine große Aufgabe, der ich mich da stelle, auch mit den entsprechenden Zielen.
Welchen Eindruck hast du von der Mannschaft?
Ich sehe die Mannschaft als eine Art Rohdiamanten, der nur noch geschliffen werden muss. Im Vorfeld habe ich mir schon Spiele angeschaut. Die Jungs verfügen über gute Veranlagungen, die sie in der Bezirksliga zeigen und einige von Ihnen zeitweise sogar in der Thüringenliga. Ich denke auch, dass 20 bis 30 Prozent der Spieler den Sprung in die erste Mannschaft schaffen können.
Hast du schon Gespräche mit deinen neuen Spielern geführt?
Die ersten Gespräche wurden schon geführt und verliefen auch sehr positiv. Alles andere möchte ich erst bekannt geben, wenn Dirk Fuhrmann seine Saison beendet hat. Mir liegt sehr daran, dass er in aller Ruhe mit seiner Mannschaft die Saison zu Ende spielt.
Einige Spieler der 2. Mannschaft denken über einen Vereinswechsel nach. Welche Argumente hast du, sie im Verein zu halten?
Ich würde mir wünschen, dass die zweite Mannschaft zusammenbleibt und unser Verein kaum Abgänge verzeichnet. Ich hoffe, sie geben mir eine Chance, mit ihnen gemeinsam eine schlagkräftige Truppe in der Bezirksliga aufzubauen.
Mit der schnellen Neubesetzung wird auch eine Strategie verfolgt. Wie sieht diese genau aus?
Das Wichtigste ist, dass wir unseren Nachwuchsspielern eine Chance geben, in der zweiten oder ersten Männermannschaft spielen zu können. Die Zusammenarbeit zwischen den ersten beiden Mannschaften und der Jugendabteilung muss intensiviert werden.
Du bist derzeit noch Trainer der A-Junioren des FSV Wacker 90. Gibt es schon einen geeigneten Nachfolger?
Nein, so weit ich weiß noch nicht. Es werden aber Gespräche seitens des Präsidiums geführt.
Wie haben die A-Junioren die Entscheidung aufgefasst, dass du ab kommender Saison nicht mehr ihr Trainer bist?
Ich denke teilweise mit Bedauern, aber ich habe um Verständnis gebeten, da ich sie entweder in der nächsten Saison oder aber ein Jahr später wieder trainieren darf.
Wer von den A-Junioren könnte aus deiner Sicht in den nächsten Jahren den Sprung zur Zweiten oder sogar in die erste Männermannschaft schaffen?
Ich denke da in erster Linie an zwei Spieler: Marcus Vopel und Sven Dittmann.
Große Probleme ergeben sich im Nachwuchsbereich, vor allem bei den A- und B-Junioren ist die Spielerdecke sehr dünn. Wie wollt ihr dem in den nächsten Jahren entgegenwirken?
Wir müssen die personellen Mannschaftsplanungen im Vorfeld anders gestalten, sodass die älteren Jahrgänge einer Nachwuchsmannschaft gleich in den nächst höheren Juniorenbereich übergehen.
Du übernimmst eine Mannschaft, die als Aufsteiger in der Bezirksliga für Furore gesorgt hat. Du wirst an den Erfolgen der letzten Jahre gemessen werden. Wie gehst du damit um?
Jede Saison bietet eine neue Herausforderung - egal ob Nachwuchs- oder Herrenmannschaft. Ich respektiere die guten Erfolge der zweiten Mannschaft, wobei ihr Trainer Dirk Fuhrmann für mich die wichtigste Rolle gespielt hat. Aber ich will mich nicht an der Vergangenheit messen, sondern eine erfolgreiche Gegenwart gestalten.
Das zweite Jahr nach dem Aufstieg ist immer das Schwerste. Was erhoffst du dir von der Mannschaft in der kommenden Saison?
Im Vorfeld ist es recht schwierig eine Prognose abzugeben, zumal die Mannschaft erst einmal auf dem Papier stehen muss. Mein persönliches Ziel wäre ein Nichtabstiegsplatz. Mein Wunsch ist es mit der Mannschaft unter die ersten Acht zu kommen.
Wie schätzt du Dirk Fuhrmann als Trainer ein?
Für mich persönlich ist er einer der besten Trainer im Landkreis. Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu Dirk und wünsche ihm als neuen Trainer bei der Bezirksligamannschaft der FSG ´99 Salza-Nordhausen alles Gute und viel Erfolg!


