Do, 10:51 Uhr
08.05.2008
nnz-doku: Brief an Tiefensee
Für die Menschen im westlichen Landkreis sind die Zustände entlang der B 80 kaum noch zu ertragen. Die Bündnisgrünen haben jetzt einen Brief an den zuständigen Bundesminister geschrieben, den die nnz innerhalb ihrer doku-Reihe veröffentlicht.
Sehr geehrter Herr Minister,
Bündnis 90 /Die Grünen wenden sich an Sie, weil sich zunehmend Bürger unter dem Eindruck von Erfahrungen aber auch Ängsten an uns wenden, die aus der mehrfach verschobenen und somit verspäteten Fertigstellung der Bundesautobahn A 38 des Verkehrsprojektes "Deutsche Einheit" entstanden. Dies betrifft besonders die aktuellen Lebensbedingungen der Menschen, die im Mittelabschnitt der Streckenführung (westlicher Teil des Landkreises Nordhausen) die Folgen einer 15 km langen geplanten Baulücke in den Ortslagen Berterode/Schacht, Wülfingerode, Sollstedt, Gebra bis Ende 2009 durch extremen Fahrzeugverkehr auf der B 80 hinnehmen müssen.
Der seit Streckenfreigabe in West- und Ostrichtung bedeutend angewachsene Verkehrsstrom erreicht zum Ende der Arbeitswoche fast eine chaotische Dimension. Es entsteht ab Donnerstag und freitags sowie vor Feiertagen von der Abfahrt Breitenworbis bis Auffahrt Niedergebra eine kaum unterbrochene Verkehrskette mit oft geringstem Fahrzeugabstand. Dabei entstehen folgende Gefahren:
Beim Auftreten der DEGES 2007 vor Bürgern der Gemeinde Sollstedt zeigte sich, dass die vom verantwortlichen Leiter, Herrn Wintjen, vorgetragene Problemsicht sich mehr auf Naturschutzauflagen, und marginale Wünsche zu einer Trassenkorrektur bezogen, als vorausschauend auf die Milderung der Gefahren für die Bürger, die nicht zuletzt durch die Baustrategie verursacht sind.
Bündnis 90/Die Grünen bitten Sie zu prüfen, ob eine Arbeitsgruppe unabhängiger Fachleute in kürzester Zeit eine Konzeption der Verkürzung der Bauzeit um 3 - 5 Monate erarbeiten kann.
Wir können nicht warten, bis die extreme Gefahrenlage ein erstes Opfer fordern wird. Deshalb fordern wir unverzüglich Verkehrs – Sicherungs und Begleitmaßnahmen - wie eine permanente Verkehrsüberwachung in den Ortschaften und auch eine Änderungen der Verkehrsleiteinrichtungen von der B 80 zur Autobahnauffahrt Bleicherode. So kann durch eine Ampelabschaltung und Beschilderung als abbiegende Hauptstraße könnte der Verkehrsfluss beschleunigt und permanente Verkehrsrückstaus in den Ortschaften Niedergebra, Sollstedt, Wülfingerode vermieden werden.
Der Vorstand im Landkreis Nordhausen sowie die Kreistagsgruppe von Bündnis 90/Grüne
Autor: nnzSehr geehrter Herr Minister,
Bündnis 90 /Die Grünen wenden sich an Sie, weil sich zunehmend Bürger unter dem Eindruck von Erfahrungen aber auch Ängsten an uns wenden, die aus der mehrfach verschobenen und somit verspäteten Fertigstellung der Bundesautobahn A 38 des Verkehrsprojektes "Deutsche Einheit" entstanden. Dies betrifft besonders die aktuellen Lebensbedingungen der Menschen, die im Mittelabschnitt der Streckenführung (westlicher Teil des Landkreises Nordhausen) die Folgen einer 15 km langen geplanten Baulücke in den Ortslagen Berterode/Schacht, Wülfingerode, Sollstedt, Gebra bis Ende 2009 durch extremen Fahrzeugverkehr auf der B 80 hinnehmen müssen.
Der seit Streckenfreigabe in West- und Ostrichtung bedeutend angewachsene Verkehrsstrom erreicht zum Ende der Arbeitswoche fast eine chaotische Dimension. Es entsteht ab Donnerstag und freitags sowie vor Feiertagen von der Abfahrt Breitenworbis bis Auffahrt Niedergebra eine kaum unterbrochene Verkehrskette mit oft geringstem Fahrzeugabstand. Dabei entstehen folgende Gefahren:
- In den Ortslagen Sollstedt und Niedergebra liegt je eine Grundschule im unmittelbaren Bereich des derzeitigen Autobahn- Durchfahrtverkehrs. Auch ein gefahrloses Überqueren für Kindergarten- und jüngere Schulkinder selbst Erwachsene ist nahezu unmöglich.
- Die Belastungen durch Abgase, besonders Rußpartikel verschärft das Erkrankungsrisiko der Atemwege. Messungen wurden zur aktuellen Entwicklung nicht durchgeführt; solche Unterlassungen blockieren gegensteuernde Maßnahmen.
- Der Notfall bedingte Einsatz von Rettungsfahrzeugen wird behindert. Dass Autobahnbaustellen häufig die Lösung komplizierter Problemfelder erfordern, ist verständlich, nicht aber die gefährliche Distanz der DEGES zu möglichen Problemlösungen. Die Planung gerade der Streckenlücke an einer der schwierigsten geologischen Abschnitte (im Bereich Baustelle Friedetalbrücke in Sollstedt) erschwert zusätzlich durch Salzablagerungen und Hohlräume im Oberen Buntsandstein (Röt) eine terminliche Straffung.
Beim Auftreten der DEGES 2007 vor Bürgern der Gemeinde Sollstedt zeigte sich, dass die vom verantwortlichen Leiter, Herrn Wintjen, vorgetragene Problemsicht sich mehr auf Naturschutzauflagen, und marginale Wünsche zu einer Trassenkorrektur bezogen, als vorausschauend auf die Milderung der Gefahren für die Bürger, die nicht zuletzt durch die Baustrategie verursacht sind.
Bündnis 90/Die Grünen bitten Sie zu prüfen, ob eine Arbeitsgruppe unabhängiger Fachleute in kürzester Zeit eine Konzeption der Verkürzung der Bauzeit um 3 - 5 Monate erarbeiten kann.
Wir können nicht warten, bis die extreme Gefahrenlage ein erstes Opfer fordern wird. Deshalb fordern wir unverzüglich Verkehrs – Sicherungs und Begleitmaßnahmen - wie eine permanente Verkehrsüberwachung in den Ortschaften und auch eine Änderungen der Verkehrsleiteinrichtungen von der B 80 zur Autobahnauffahrt Bleicherode. So kann durch eine Ampelabschaltung und Beschilderung als abbiegende Hauptstraße könnte der Verkehrsfluss beschleunigt und permanente Verkehrsrückstaus in den Ortschaften Niedergebra, Sollstedt, Wülfingerode vermieden werden.
Der Vorstand im Landkreis Nordhausen sowie die Kreistagsgruppe von Bündnis 90/Grüne

