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Do, 13:37 Uhr
01.05.2008

Start frei für die „Schwarzen“

Heute endlich, zum Tag der Arbeit, war es soweit. Die 21 Beschäftigten der Strike Bike GmbH haben am Vormittag losgelegt. Die ersten Räder der „Black Edition“ wurden montiert und die nnz war bei diesem historischen Moment für Sie dabei.

Historischer Moment (Foto: Hellberg) Historischer Moment (Foto: Hellberg)

Den beiden Geschäftsführern André Kegel und Manfred Handke war es vorbehalten, symbolisch das rote Band für den Produktionsstart zu durchschneiden. Schaute man an diesem ersten Maitag in die Gesichter der Frauen und Männer, dann konnte man darin vieles lesen. Vor allem aber: Zuversicht und Freude. Sie haben nach der bewegenden Geschichte um ihre einstige insolvente Firma nun das Heft des Handelns selbst in ihre eigenen Hände genommen. Keine Finanzinvestoren, keine abhängigen Geschäftsführer, kein Insolvenzverwalter. Sie allein bestimmen – und der Markt.

Ute Pauly ist da optimistisch. 500 verbindliche Anfragen gebe es bereits für das schwarze Strike Bike. 2.000 Stück sollen die Halle an der Freiherr-vom-Stein-Straße bis Mitte Mai verlassen. Danach wird mit der Produktion des „Volksrades“ begonnen. Das soll in zwei Ausstattungsvarianten an die bundesweite Händlerschaft gebracht werden, mit einer 3-Gang- und einer 7-Gang-Schaltung. Die Preisliste wird nach nnz-Informationen bei 230 Euro beginnen. Erste Händler hätten bereits Interesse signalisiert, meinte André Kegel.

Montage der "Schwarzen" (Foto: Hellberg) Montage der "Schwarzen" (Foto: Hellberg) Bis zum Ende dieses Jahres sollen in Nordhausen 20.000 bis 25.000 Räder zusammengebaut werden, eine Verbreiterung der Produktpalette soll folgen. Die bescheidene Größe des Unternehmens hat Vorteile. „Wir können viel flexibler auf die Wünsche des Marktes reagieren, können auch Wünsche nach Klein- und Kleinstserien befriedigen“, blickt Ute Pauly in die Zukunft.

Wer aus der Region jedoch künftig ein Rad der Strike Bike GmbH fahren will, der muß sich nicht erst beim Händler erkundigen. Der kann zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern selbst kommen und sich im Werksverkauf bedienen, zu besten Konditionen. „Wir sind nicht untergegangen“, lautete heute Vormittag der Spruch in Nordhausen. Davon konnten sich auch SPD-Landtagsabgeordnete Dagmar Becker und Nordhausens Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) vor Ort überzeugen.

Die nnz wird jedenfalls über die weitere Entwicklung des neuen Unternehmens berichten. Und wer es in den politischen Ebenen immer noch nicht geschnallt hat: Hier wurden 21 Arbeitsplätze geschaffen. Die nnz-Redaktion kann sich erinnern, daß bei einem weitaus geringeren Arbeitsplatzkontingent sich die Politiker mit feinstem Zwirn auch schon mal die Klinke in die Hand gaben. Aber: Es bleibt ja noch Zeit, um auch mit einem Besuch in den kommenden Tagen seine Freude über die Schaffung von 21 Arbeitsplätzen zum Ausdruck zu bringen. Verdient haben sie es – die, die nicht aufgegeben haben.
Peter-Stefan Greiner
Historischer Moment (Foto: nnz)
Historischer Moment (Foto: nnz)
Historischer Moment (Foto: nnz)
Historischer Moment (Foto: nnz)
Autor: nnz

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