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Di, 07:15 Uhr
29.04.2008

Lebendige Diskussion in Ilfeld

Der Ortsverband Ilfeld gab am Montag für dieses Jahr den Startschuss zu den Aktionen des VdK-Kreisverbandes Nordthüringen um den Europäischen Aktionstag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (5. Mai). Im Südharz war auch eine Landespolitikerin zu Gast.

Im Südharz (Foto: Dietmar Buchardt) Im Südharz (Foto: Dietmar Buchardt)
Ingrid Müller, Vorsitzende des Ilfelder Ortsverbandes und Mitglied des VdK-Landesvorstandes Hessen-Thüringen eröffnete die fruchtbringende Diskussionsrunde

Ortsvorsitzende Ingrid Müller konnte dazu am Nachmittag in der Gaststätte „Poppenbergs Ruh“ recht herzlich die Landtagsabgeordnete Dagmar Becker (SPD) begrüßen. Vom Gemeinderat waren Walter Walzel, Fraktionsvorsitzender (Linke) und Kreistagmitglied sowie Dr. Reinhard Schmidt, zugleich stellvertretender Vorsitzender des Behinderten- und Seniorenbeirates der Gemeinde der Einladung nachgekommen. Aber auch Bernd Reiber als Kreisvorsitzender des VdK Nordthüringen und sein Stellvertreter Dietmar Buchardt hatten es sich nicht nehmen lassen, dem Auftakt beizuwohnen.

Kreisvorsitzender Bernd Reiber würdigte das bereits über Jahre gehende Engagement des Ilfelder Ortsverbandes für diese von der Aktion Mensch initiierte Aktion. In diesem Jahr steht wieder die Frage: „In welcher Gesellschaft wollen wir leben?“ im Mittelpunkt und der VdK, so Reiber, sagt in einer Gesellschaft, die allen Menschen, ob behindert oder nicht, ob alt oder jung die Chance gibt, sich einzubringen. Darum wird auch die umgehende Ratifizierung der UN-Konvention für Menschen mit Behinderungen durch die Bundesregierung gefordert. Der Sozialverband VdK startete darüber hinaus eine bundesweite Aktion gegen Armut, die ebenfalls vom Kreisverband unterstützt wird. So werden dem Ilfelder Forum eine Reihe weiterer Veranstaltungen in Nordthüringen folgen.

Landtagsabgeordnete Dagmar Becker nannte das Kind beim Namen: Die Probleme der Barrierefreiheit und Gleichstellung behinderter Menschen werden nur gepackt, wenn das auch in den Köpfen klar ist. Deshalb freut es sie, dass im Bundestag nun endlich die Weichen gestellt werden, dass barrierefreies Bauen bei öffentlichen Einrichtungen künftig Pflicht wird. Auch mit der Aktion gegen Armut treffe der VdK ein wichtiges Problem, denn die Altersarmut nehme zu. Darum sei es wichtig, dass der Sozialverband VdK immer wieder den Damen auf diese Probleme lege.

Walter Walzel sah in der Veranstaltung einen Schritt in die richtige Richtung und forderte, die Probleme für die Gemeinde noch konkreter anzusprechen, damit die Gemeindevertreter sie auch aufgreifen können. Er rechne dabei auch künftig auf die Mitarbeit des VdK-Ortsverbandes. Das alles gab Stoff für eine rege Diskussion, in die Ronald Römer, Behindertenbeauftragter von Artern, seine Erfahrungen einbrachte, denn so unterschiedlich sind die Probleme in der Harzgemeinde und dem Unstrutstädtchen gar nicht.

Die Veranstaltung gab so eine Reihe Impulse, diese umzusetzen ist Aufgabe für die nächsten Wochen und Monate mit dem Engagement des VdK, aber vor allem mit den Möglichkeiten der Gemeinde und der Weichenstellung durch die Politik.
Buchardt/Henze
Autor: nnz

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