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Mo, 14:59 Uhr
28.04.2008

„Gute Arbeit muss drin sein!“

Unter dem Motto „Gute Arbeit muss drin sein – Leiharbeit gesetzlich begrenzen“ ruft der DGB in Nordthüringen zur Teilnahme an der Kundgebung am 1. Mai 2008 auf. Was die Mai-Besucher in Nordhausen erwartet, das hat Ihre nnz erfahren.


„Der viel beschworene Aufschwung ist bei vielen Menschen in der Region nicht angekommen. Sie müssen mit realen Lohneinbußen kämpfen. Neu entstandene Arbeitsplätze sind meist prekäre Jobs. Statt reguläre Beschäftigung zu schaffen, setzen viele Arbeitgeber auf Leiharbeit. Das wird nicht selten als Instrument für Lohndumping und Tarifflucht missbraucht. Nicht selten werden weite Teile der Kernbelegschaft durch Leiharbeiter ersetzt. Entstehen in Nordthüringen neue Jobs, so entstehen drei von vier in der Leiharbeit“, so Martin Fischer vom Nordthüringer DGB.


Wie ernst die Lage ist, führe die aktuelle Entwicklung bitter vor Augen. In Nordthüringen werden bundesweit die niedrigsten Löhne gezahlt. Wir liegen damit auf einem Niveau von 71 % der alten Bundesländer. Leiharbeit in Thüringen steht für niedrige Entlohnung bei hoher sozialer Unsicherheit.

Mit dem Aufruf zum 1. Mai 2008 will der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften ein deutliches Zeichen setzen. Wir wollen einen Mindestlohn für die Leiharbeit auf der Grundlage des DGB-Tarifvertrages durch die Einbeziehung der Leiharbeit in den Geltungsbereich des Entsendegesetzes.

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit in den Entleihbetrieben. Wir wollen weiterhin die Stärkung der Rechte des Betriebsrates im Entleihbetrieb bezüglich der Eingruppierung der Leiharbeiter und eine Begrenzung der Leiharbeit hinsichtlich Umfang und Zeitdauer des Einsatzes im Betrieb. Gute Arbeit muss drin sein, das heißt, wir wollen reguläre Beschäftigung und damit faire Löhne für harte Arbeit.

Die Maifeier auf dem Nordhäuser Petersberg beginnt im 10 Uhr. Es reden der Vorsitzende des DGB-Kreisverbandes Nordhausen, Andreas Wieninger und Martin Fischer von der hiesigen DGB-Region. Den Ansprachen schließen sich ein Familienfest sowie ein Gesprächsforum mit Informationen zu aktuellen politischen Themen und Positionen von Parteien, Verbänden und Gewerkschaften an. Für den musikalischen Rahmen sorgt die Band „Smaragd“. Für die Kleinsten ist der Jugendzirkus „Zappelini“ vor Ort.
Autor: nnz

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