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Mo, 10:40 Uhr
21.04.2008

Schatz wird größer

Dank der Kunstmäzenin und gebürtigen Nordhäuserin Ilsetraud Glock wächst der "Stiftungsschatz" ihrer Kunststiftung weiter an. Jetzt bekam sie Besuch aus der alten Heimat.


glocke (Foto: irgendwer) glocke (Foto: irgendwer)

v.l.n.r.: Ilsetraut Glock, Susanne Hinsching und Wolfgang Asche in Bonn

Nordhausens Ehrenbürgerin Ilsetraut Glock hat jetzt der nach ihr benannten Stiftung im Kunsthaus Meyenburg weitere 55 Kunstwerke geschenkt. Damit besteht die Kunstsammlung nun aus knapp 600 Originalen international bekannter Künstler sowie 150 Originalgrafiken der Stifterin Ilsetraut Glock.

Kunsthistorikerin Susanne Hinsching und Sparkassendirektor Wolfgang Asche, beide Mitglieder des Beirates der Ilsetraut-Glock-Grabe-Stiftung, besuchten die freischaffende Künstlerin Ilsetraut Glock gestern in ihrem jetzigen Heimatort bei Bonn.

„Ilsetraut Glock ist immer noch sehr mit Nordhausen verbunden“, sagt Susanne Hinsching. Auch wenn sie nicht mehr hier wohne, seien ihre Gedanken immer noch oft in ihrer Geburtsstadt. „Die ständigen Schenkungen seit Stiftungsgründung im Jahr 1998 belegen das sehr eindringlich“, so Hinsching.

Auch diesmal habe sie wieder 42 ungerahmte und 13 gerahmte Werke verschiedener Künstler aus ihrer eigenen Sammlung mit nach Nordhausen gegeben. Besonders glücklich habe Frau Glock gemacht, dass ein von ihr auf einer Auktion ersteigertes großes Gemälde von der Nordhäuser Künstlerin Maria Schmidt-Franken jetzt wieder nach Nordhausen zurückgekehrt sei.

Die neue Schenkung bereichert darüber hinaus den „Stiftungsschatz“ um eine Grafik von George Braque, ein handsigniertes Werk von Max Ernst, Werke von Hann Trier, Hansen-Bahia, H.A. Schult, Emil Schumacher, Otto Pankok oder Conrad Felixmüller.

Ilsetraut Glock beging vor wenigen Tagen ihren 93. Geburtstag. Nach dem Abitur studierte sie in Hannover und Hildesheim und war von1945 bis 1947 am Theater Nordhausen als Bühnenbildnerin tätig.

1941 heiratete sie und lebt seit 1948 in Bonn als freischaffende Künstlerin. 1991 erhielt sie den Bundespreis der Gemeinschaft der KünstlerInnen und Kunstfreunde e.V. (GEDOK) und die August-Macke-Medaille der Stadt Bonn. 2002 wurde sie für ihr Engagement in Nordhausen von Oberbürgermeisterin Barbara Rinke zur Ehrenbürgerin ernannt.

Alle zwei Jahre wird aus den Erträgen des Stiftungskapitals ein nach der Stifterin benannter Grafikpreis ausgelobt, der mit 1.500 Euro dotiert ist und junge Künstler aus der Stiftungsregion fördern soll. In jüngster Zeit ist noch ein Förderpreis von 1.000 Euro, gestiftet von der Kreissparkasse Nordhausen, hinzugekommen.
Autor: nnz

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