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Do, 16:45 Uhr
03.04.2008

Spielerisches Konzept

Es kaum etwas, für das es in Nordhausen nicht irgendein Konzept gibt. Für den Einzelhandel, für den Sport, für die Kultur oder Ampelschaltungen. Nur für Radwege und Spielplätze fehlt noch beschriebenes Papier. Das soll sich jetzt ändern...


In den kommenden Monaten soll für die Stadt eine Spielplatz-Konzeption erarbeitet werden. Das kündigte jetzt Nordhausens Bau- und Wirtschaftsdezernentin Inge Klaan (CDU) an. Die Konzeption sei Teil der Fortschreibung des Stadtentwicklungskonzeptes bis 2020 und solle in Zusammenarbeit mit den Mitgliedern des Stadtratsausschusses für Bau, Umwelt und Landwirtschaft erstellt werden. Mit der Konzeption solle auch die grundlegenden Frage geklärt werden, ob es viele kleinere dezentrale Spielplätze mit einem Standard-Ausstattungsniveau geben solle oder „einige Spielplätze mit hohem und anspruchsvollen Ausstattungsniveau“, so Frau Klaan.

In der Stadt gebe es in Trägerschaft der Stadtverwaltung sieben Bolz- und Freizeitplätze sowie 28 Spielplätze. Knapp die Hälfte der Spielplätze sei erneuerungsbedürftig – aber technisch nach wie vor sicher. „Denn hier gibt es strenge Kriterien mit Blick auf die Sicherheit: Wir müssen die Spielplätze einmal wöchentlich in Augenschein nehmen, einmal im Jahr werden sie vom TÜV geprüft.“

Die Stadt allein sei allerdings nicht in der Verantwortung, Spielplätze zu unterhalten – hier seien auch die privaten, kommunalen und genossenschaftlichen Wohnungsvermieter in der Pflicht, im Wohnumfeld zumindest für Kleinkinder ausreichend große und geeignete Spielplätze zu schaffen. Das sei eindeutig in der Thüringer Bauordnung festgeschrieben. „Dort steht klipp und klar: Beim Bau von Gebäuden mit mehr als drei Wohnungen muss auf dem dazugehörigen Grundstück eine ausreichende Spielmöglichkeit für Kleinkinder im Alter von 3 bis 6 Jahren geschaffen werden“, so die Dezernentin.

Allerdings werde man in dieser Hinsicht mit zwei grundlegenden Problemen konfrontiert: „Zum einen verschwinden durch die großflächigen Abrissmaßnahmen auch die Spielplätze in den Wohngebieten. Zum anderen sind im Wohngebiet Spielplätze für Kinder immer ein Streitpunkt: Die einen wettern dagegen wegen so genannter `Lärm´belästigung, die anderen fordern ausreichende Spielmöglichkeiten für ihre Kinder ein. Gerade die erste Auffassung kann ich nicht teilen – im Gegenteil: Ich gehe davon aus, dass ein Stadtteil für junge Familie erst richtig interessant werden kann, wenn es ausreichende und qualitativ gute Spielmöglichkeiten gibt. Diese Chance muss man erkennen und wahrnehmen – gerade in Zeiten des demographischen Wandels“, sagte Frau Klaan.
Autor: nnz

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