Mi, 14:13 Uhr
02.04.2008
Filialen verdrängen Traditionsunternehmen
Viele traditionsreiche und alt eingesessene mittelständische Unternehmen sind zwischenzeitlich völlig vom Markt verschwunden, da an ihre Stelle Franchisebetriebe und Filialisten getreten sind. Darüber soll morgen diskutiert werden...
Man spricht auch von der Deichmannisierung der Innenstädte, die im Freistaat mancherorts einen Grad von über 70 Prozent erreicht hat. Im Einzelhandel sind in Thüringen derzeit rund 90.000 Mitarbeiter beschäftigt. Vom Umbruch in der Branche und aktuellen Trends ist der diesjährige 10. Thüringer Handelstag geprägt, der morgen in der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt stattfindet.
Der Einzelhandel in Thüringen steht auch 2008 weiter unter Druck. So verzeichnet der elektronischer Handel (E-Commerce) immense Zuwächse. Namen wie eBay oder amazon gefährden nach Ansicht von Branchenexperten sogar den Fortbestand von Traditionsunternehmen. Hinzu kommt die so genannte Filialisierung der Innenstädte:
Das Hauptproblem ist allerdings die noch immer geringe Kaufkraft und die Zurückhaltung der Verbraucher, sagt Günter Borkenhagen, Vorsitzender des Handelsausschusses der IHK Erfurt und Vorsitzender des Citymanagement Erfurt e.V.
Der Einzelhandel musste in den vergangenen Jahren erhebliche Einbußen wegstecken. So betrug das Umsatzminus im Jahr 2007 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes nominal 0,8 Prozent, real zwei Prozent. Erste Zahlen nähren die Hoffnung, dass der Einzelhandel 2008 zumindest die Einbußen des vergangenen Jahres wieder wettmachen könnte. Dabei bleibt das größte Risiko für die Einzelhandelkonjunktur die allgemeine Preisentwicklung und die damit einhergehende Verunsicherung der Verbraucher.
Permanente Negativnachrichten wie Kraftstoffpreise auf Rekordniveau, steigende Krankenversicherungsbeiträge oder auch die Crashs an den Weltbörsen, sind pures Gift für die ohnehin labile Psyche der Konsumenten, warnt Borkenhagen.
Einmal im Jahr treffen sich die Einzel- und Großhändler des Freistaats, aber auch Handelsvertreter zum größten Thüringer Branchentreffen. Auch in diesem Jahr erwarten wir erneut gut 150 Unternehmer sowie Multiplikatoren aus Politik und Verwaltung, so der Handelsausschussvorsitzende weiter.
Autor: nnz/knMan spricht auch von der Deichmannisierung der Innenstädte, die im Freistaat mancherorts einen Grad von über 70 Prozent erreicht hat. Im Einzelhandel sind in Thüringen derzeit rund 90.000 Mitarbeiter beschäftigt. Vom Umbruch in der Branche und aktuellen Trends ist der diesjährige 10. Thüringer Handelstag geprägt, der morgen in der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt stattfindet.
Der Einzelhandel in Thüringen steht auch 2008 weiter unter Druck. So verzeichnet der elektronischer Handel (E-Commerce) immense Zuwächse. Namen wie eBay oder amazon gefährden nach Ansicht von Branchenexperten sogar den Fortbestand von Traditionsunternehmen. Hinzu kommt die so genannte Filialisierung der Innenstädte:
Das Hauptproblem ist allerdings die noch immer geringe Kaufkraft und die Zurückhaltung der Verbraucher, sagt Günter Borkenhagen, Vorsitzender des Handelsausschusses der IHK Erfurt und Vorsitzender des Citymanagement Erfurt e.V.
Der Einzelhandel musste in den vergangenen Jahren erhebliche Einbußen wegstecken. So betrug das Umsatzminus im Jahr 2007 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes nominal 0,8 Prozent, real zwei Prozent. Erste Zahlen nähren die Hoffnung, dass der Einzelhandel 2008 zumindest die Einbußen des vergangenen Jahres wieder wettmachen könnte. Dabei bleibt das größte Risiko für die Einzelhandelkonjunktur die allgemeine Preisentwicklung und die damit einhergehende Verunsicherung der Verbraucher.
Permanente Negativnachrichten wie Kraftstoffpreise auf Rekordniveau, steigende Krankenversicherungsbeiträge oder auch die Crashs an den Weltbörsen, sind pures Gift für die ohnehin labile Psyche der Konsumenten, warnt Borkenhagen.
Einmal im Jahr treffen sich die Einzel- und Großhändler des Freistaats, aber auch Handelsvertreter zum größten Thüringer Branchentreffen. Auch in diesem Jahr erwarten wir erneut gut 150 Unternehmer sowie Multiplikatoren aus Politik und Verwaltung, so der Handelsausschussvorsitzende weiter.

