Mi, 09:04 Uhr
02.04.2008
Richter Kropp: Frieden in Niederspier?
Friede im Friedatal - so wurde vor einiger Zeit ein Bericht über Auseinandersetzungen in der Gemeinde Lengenfeld unterm Stein beschrieben. In diesem Dorf gibt es Streit zwischen 51jährigen F. (Name geändert) und einer Bürgerinitiative. Nun muß sich selbst Richter Christian Kropp mit Herrn F. beschäftigen...
F. hat seit 1999 mehr als 258 Anzeigen gegen Verkehrssünder und andere unliebige Zeitgenossen gestartet. Nachbarschaftsstreitigkeiten vor dem Amtsgericht Mühlhausen und Verfahren durch die Staatsanwaltschaft Mühlhausen nahmen überhand, Polizei und Staatsanwaltschaft waren personell durch F. und sein Treiben ausgelastet. Der scheidende Mühlhäuser Oberstaatsanwalt Petri hatte als seine letzte Amtshandlung zwischen den Lagern vermittelt und eine Art Burgfrieden herstellen können.
Doch dieser Friede ist trügerisch, denn F. hatte sein Tätigkeitsgebiet jetzt auf andere Kreise verlegt. Im Kyffhäuserkreis hatte ihn das Amtsgericht Sondershausen 2006 wegen Diebstahls zu einer sechsmonatigen Freiheitsstrafe verurteilt. F. sollte am 13.05.2005 in Niederspier
einen zehn Liter Kanister mit Unkrautvernichtungsmitteln einem Landwirt direkt vor der Nase weggestohlen haben. Sein Pech war damals nur, dass die Bewohner von Niederspier zusammenhalten und gut aufgepasst haben, so dass er ohne weiteres vor Gericht identifiziert werden konnte.
Dieses Verfahren gegen F. ist noch nicht abgeschlossen, Ende Mai 2008 wird gegen ihn vor dem Landgericht Mühlhausen in der Berufungsinstanz verhandelt. Doch bereits am 01.05.2007 soll er sich wieder nach Niederspier begeben haben. Er schleicht um unsere Häuser und beobachtet uns, so ein Bewohner des Ortes vor dem Amtsgericht Sondershausen. Denn F. soll sich unberechtigt auf einem Hof aufgehalten haben, so dass das Amtsgericht Sondershausen gegen ihn einen Strafbefehl in Höhe von 600 Euro wegen Hausfriedensbruchs erließ. Dagegen erhob F. Einspruch, so dass der Angeklagte und einige Dorfbewohner sich vor Amtsrichter Christian Kropp trafen.
Man hat mich ausgeraubt und meinen Autoschlüssel gestohlen, meinte der streitbare F. vor Gericht. Ein Freund habe ihn abholen müssen, deshalb habe man sich an den Verursacher gewandt, um wenigstens Fahrgeld zu bekommen. Dies war ergebnislos und erst auf die lauten Rufe des Hausbesitzers habe man das Gehöft dann verlassen. So wurde dies auch von Zeugen aus dem Ort bestätigt. Einen wirklichen Hausfriedensbruch konnte der Richter allerdings in diesem Verhalten nicht sehen und sprach F. vom Vorwurf frei.
Sehr zum Unmut der angereisten Niederspierer. Der soll uns einfach in Ruhe lassen - solche und ähnliche Stimmen waren nach dem Prozess noch im Gerichtssaal zu hören. Diesen Rat gab zuvor auch Amtsrichter Kropp F. mit auf dem Weg: Halten sie sich besser von Niederspier fern. Ob Frieden in Niederspier eintritt ist aber wohl recht fraglich.
Autor: nnzF. hat seit 1999 mehr als 258 Anzeigen gegen Verkehrssünder und andere unliebige Zeitgenossen gestartet. Nachbarschaftsstreitigkeiten vor dem Amtsgericht Mühlhausen und Verfahren durch die Staatsanwaltschaft Mühlhausen nahmen überhand, Polizei und Staatsanwaltschaft waren personell durch F. und sein Treiben ausgelastet. Der scheidende Mühlhäuser Oberstaatsanwalt Petri hatte als seine letzte Amtshandlung zwischen den Lagern vermittelt und eine Art Burgfrieden herstellen können.
Doch dieser Friede ist trügerisch, denn F. hatte sein Tätigkeitsgebiet jetzt auf andere Kreise verlegt. Im Kyffhäuserkreis hatte ihn das Amtsgericht Sondershausen 2006 wegen Diebstahls zu einer sechsmonatigen Freiheitsstrafe verurteilt. F. sollte am 13.05.2005 in Niederspier
einen zehn Liter Kanister mit Unkrautvernichtungsmitteln einem Landwirt direkt vor der Nase weggestohlen haben. Sein Pech war damals nur, dass die Bewohner von Niederspier zusammenhalten und gut aufgepasst haben, so dass er ohne weiteres vor Gericht identifiziert werden konnte.
Dieses Verfahren gegen F. ist noch nicht abgeschlossen, Ende Mai 2008 wird gegen ihn vor dem Landgericht Mühlhausen in der Berufungsinstanz verhandelt. Doch bereits am 01.05.2007 soll er sich wieder nach Niederspier begeben haben. Er schleicht um unsere Häuser und beobachtet uns, so ein Bewohner des Ortes vor dem Amtsgericht Sondershausen. Denn F. soll sich unberechtigt auf einem Hof aufgehalten haben, so dass das Amtsgericht Sondershausen gegen ihn einen Strafbefehl in Höhe von 600 Euro wegen Hausfriedensbruchs erließ. Dagegen erhob F. Einspruch, so dass der Angeklagte und einige Dorfbewohner sich vor Amtsrichter Christian Kropp trafen.
Man hat mich ausgeraubt und meinen Autoschlüssel gestohlen, meinte der streitbare F. vor Gericht. Ein Freund habe ihn abholen müssen, deshalb habe man sich an den Verursacher gewandt, um wenigstens Fahrgeld zu bekommen. Dies war ergebnislos und erst auf die lauten Rufe des Hausbesitzers habe man das Gehöft dann verlassen. So wurde dies auch von Zeugen aus dem Ort bestätigt. Einen wirklichen Hausfriedensbruch konnte der Richter allerdings in diesem Verhalten nicht sehen und sprach F. vom Vorwurf frei.
Sehr zum Unmut der angereisten Niederspierer. Der soll uns einfach in Ruhe lassen - solche und ähnliche Stimmen waren nach dem Prozess noch im Gerichtssaal zu hören. Diesen Rat gab zuvor auch Amtsrichter Kropp F. mit auf dem Weg: Halten sie sich besser von Niederspier fern. Ob Frieden in Niederspier eintritt ist aber wohl recht fraglich.


