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Do, 14:24 Uhr
16.05.2002

Erstes Gespräch mit Ergebnissen

Nordhausen (nnz). Nach den Ereignissen des 26. Aprils in Erfurt wurde gestern zu einem Stadtgespräch in Nordhausen eingeladen. Rund 50 Nordhäuser kamen am Abend in die Brecht-Schule.


Zum Auftakt der Veranstaltung mahnte Bürgermeister Klaus Wahlbuhl (SPD) an, die richtigen Lehren aus dem Erfurter Drama zu ziehen. Er machte auf Schwachstellen des Thüringer Bildungssystems aufmerksam und forderte den Stop des Lehrerstellenabbaus. „Unsere Kinder brauchen mehr Zeit, mehr Zuwendung, mehr Toleranz und Verständnis. All dies müssen ihnen die Schule aber auch das Elternhaus entgegenbringen“, so Wahlbuhl.

Der Leiter der Nordhäuser Lessingschule, Willi Prenzel, brachte seine Betroffenheit darüber zum Ausdruck, was die Politiker nach Erfurt alles von sich gegeben hätten. Sie hätten immer noch nicht erkannt, dass in dieser Gesellschaft etwas nicht in Ordnung sei. Jetzt befürchtet Prenzel, dass man wieder schnell zur Tagesordnung übergehen werde und die Probleme der Schule wieder nach unten wandern würden.

Auch viele Eltern zeigten sich während der Diskussion über die Politik entsetzt, vor allem über die ersten Äußerungen des Thüringer Kultusministers Krapp. Für einen Mann lag und liegt der Funke für eine solche Tat in der Gesellschaft aber auch im Thüringer Schulsystem begründet. Er sei in seiner Familie auch betroffen, sein Enkel sei beim Abi durchgefallen. Und das in einer Gesellschaft, in der nur die Sieger zählen würden.

Am Ende des gestrigen Stadtgespräches wurden zwei Vorschläge gemacht und von den Anwesenden angenommen. So soll bis zum August ein Beirat zu Bildungsfragen ins Leben gerufen werden, zum anderen ist für den Herbst ein zweites Stadtgespräch zu diesem Thema vorgesehen. Ein Dankeschön galt den Verantwortlichen der Stadtverwaltung für die Vorbereitung dieser Diskussionsrunde.
Autor: nnz

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