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Fr, 16:54 Uhr
28.03.2008

Auf Qualität und Beratung setzen

Pflanzliche Arzneimittel sind bei den Verbrauchern sehr beliebt. Sie gelten als "natürlich", "sanft" und "harmlos". Doch der meist sorglose Umgang mit den so genannten Phytopharmaka ist nicht immer unbedenklich für die Gesundheit...


Denn genauso wie bei synthetischen Arzneimitteln kann es bei der Anwendung pflanzlicher Präparate zu unerwünschten Wirkungen kommen. Daher raten die Apotheker/-innen der Region Nordhausen (Stadt und Landkreis), beim Kauf von Phytopharmaka auf die fachliche Beratung in der Apotheke nicht zu verzichten: "Die meisten pflanzlichen Arzneimittel sind gut verträglich und können bedenkenlos angewendet werden. Manchmal kann es aber auch zu Nebenwirkungen kommen", erklärt Apothekerin Julie Garke, Pressesprecherin der Nordhäuser Region. "Pflanzliche Medikamente enthalten aktive Wirkstoffe, die den Körper und seine Funktionen beeinflussen."

So bestehe bei empfindlichen Personen die Gefahr, dass sie beispielsweise bei der Einnahme von Johanniskraut in der Sonne einen Hautausschlag entwickeln. Auch Allergien könnten entstehen: "In Pflanzen wie Arnika, Ringelblume und Kamille befinden sich Stoffe, die Hautreaktionen verursachen können. Allergiker sollten bei deren Anwendung vorsichtig sein", so Garke. Bei Kindern unter zwei Jahren könnten durch den Kontakt mit Menthol, dem Hauptinhaltsstoff des ätherischen Pfefferminzöles, das in vielen Erkältungspräparaten enthalten ist, Erstickungsanfälle auftreten.

Auch auf indirektem Wege können die Phytopharmaka zu unerwünschten Wirkungen führen: "Inhaltsstoffe von Pflanzen können Enzyme aktivieren oder hemmen und dadurch die Wirkung anderer Medikamente verringern oder verstärken", erläutert Apothekerin Garke. Vor allem Patienten mit Dauermedikation sollten daher vor der Anwendung pflanzlicher Arzneimittel den Rat des Apothekers einholen. Prinzipiell sollten auch diese Medikamente nur eine beschränkte Zeit angewendet werden.

"In Deutschland gibt es mehrere tausend pflanzliche Arzneimittel. Für den Verbraucher ist es deshalb schwierig, den Überblick zu behalten, insbesondere weil es zwischen den einzelnen Produkten erhebliche Qualitätsunterschiede geben kann", so Garke. Für die Wirkung sei die Qualität der Pflanze und der Herstellungsprozess entscheidend. Bereits kleine Abweichungen könnten die Zusammensetzung des Präparats erheblich verändern. Verbraucher sollten daher auf die kompetente Beratung und die Produktsicherheit in der Apotheke setzen. Denn dort müssen Qualität, Wirkstoffgehalt und Reinheit belegt sein.
Autor: nnz

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