Di, 10:28 Uhr
14.05.2002
Schulen müssen vorbereitet sein
Nordhausen(nnz) Jede Hilfe kam zu spät. Das DRK macht vor, wie diese Feststellung im Unglücksfall an Schulen künftig vermieden werden soll ...
Die Gewaltbereitschaft an deutschen und auch an Thüringer Schulen ist erschreckend hoch. Die Ereignisse am Erfurter Gutenberg-Gymnasium ziehen weitreichende Folgen in der Öffentlichkeit nach sich. In den vergangenen Wochen wurde heftig debattiert über Maßnahmen, die eine Wiederholung verhindern sollen. Das Jugendrotkreuz (JRK) Thüringen des DRK unterstützt die Aktionen mit Programmen zur Gewaltprävention und mit Ersthelfer-Ausbildungen an Schulen.
Auch an Nordhausen geht deren Appell nicht vorbei. Laut dem DRK müssen sich Schüler im Notfall selbst helfen können. Sie müssten auf Ausnahmesituationen vorbereitet werden, um die Situation angemessen beurteilen zu können. Im richtigen Moment richtig zu handeln, kann lebensrettend sein.
Doch um dies zu ermöglichen, müssten die Schulen die Angebote des JRK besser unterstützen und nutzen. Die Erste-Hilfe-Ausbildung sollte mindestens ab der achten Klasse obligatorisch sein, so ein Vertreter des DRK-Landesverbandes. Das JRK hat bereits in 20 Thüringer Schulen Schulsanitätsdienstgruppen aufgestellt, die sich intensiv um die Ersthelfer-Ausbildung kümmern.
Die Gewaltprävention an den Bildungseinrichtungen ist ebenfalls in das Interesse des JRK gerückt. Mit der bereits laufenden Kampagne Bleib‘ COOL ohne Gewalt untersuchen die Aktiven zusammen mit den Schülern Ursachen und Folgen von Gewalt und schlagen Alternativen zur Konfliktlösung vor. Dazu werden beispielsweise Streitschlichter-Programme und ein Antiaggressivitätstraining angeboten. Veranschaulichende Hilfe bringt ein Video-Kurzfilm, der auf jugendliche Zuschauer zugeschnitten ist.
Das JRK bietet verschiedene Programme zur Gewaltprävention an Schulen an, die es der obersten Schulbehörde in einem offenen Brief vorstellte. Das Kultus-Ministerium sei aufgefordert, diese Angebote stärker zu nutzen, so das JRK. Wie die Vorschläge letztendlich umgesetzt werden und wann die Nordhäuser Schulen einem Unglück vorbeugen werden können, muss man abwarten.
Manuela Jauer
Autor: mjDie Gewaltbereitschaft an deutschen und auch an Thüringer Schulen ist erschreckend hoch. Die Ereignisse am Erfurter Gutenberg-Gymnasium ziehen weitreichende Folgen in der Öffentlichkeit nach sich. In den vergangenen Wochen wurde heftig debattiert über Maßnahmen, die eine Wiederholung verhindern sollen. Das Jugendrotkreuz (JRK) Thüringen des DRK unterstützt die Aktionen mit Programmen zur Gewaltprävention und mit Ersthelfer-Ausbildungen an Schulen.
Auch an Nordhausen geht deren Appell nicht vorbei. Laut dem DRK müssen sich Schüler im Notfall selbst helfen können. Sie müssten auf Ausnahmesituationen vorbereitet werden, um die Situation angemessen beurteilen zu können. Im richtigen Moment richtig zu handeln, kann lebensrettend sein.
Doch um dies zu ermöglichen, müssten die Schulen die Angebote des JRK besser unterstützen und nutzen. Die Erste-Hilfe-Ausbildung sollte mindestens ab der achten Klasse obligatorisch sein, so ein Vertreter des DRK-Landesverbandes. Das JRK hat bereits in 20 Thüringer Schulen Schulsanitätsdienstgruppen aufgestellt, die sich intensiv um die Ersthelfer-Ausbildung kümmern.
Die Gewaltprävention an den Bildungseinrichtungen ist ebenfalls in das Interesse des JRK gerückt. Mit der bereits laufenden Kampagne Bleib‘ COOL ohne Gewalt untersuchen die Aktiven zusammen mit den Schülern Ursachen und Folgen von Gewalt und schlagen Alternativen zur Konfliktlösung vor. Dazu werden beispielsweise Streitschlichter-Programme und ein Antiaggressivitätstraining angeboten. Veranschaulichende Hilfe bringt ein Video-Kurzfilm, der auf jugendliche Zuschauer zugeschnitten ist.
Das JRK bietet verschiedene Programme zur Gewaltprävention an Schulen an, die es der obersten Schulbehörde in einem offenen Brief vorstellte. Das Kultus-Ministerium sei aufgefordert, diese Angebote stärker zu nutzen, so das JRK. Wie die Vorschläge letztendlich umgesetzt werden und wann die Nordhäuser Schulen einem Unglück vorbeugen werden können, muss man abwarten.
Manuela Jauer

