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Mi, 21:48 Uhr
08.05.2002

Wahlbuhl contra "Böse Stimmen"

Nordhausen (nnz). „Sein oder nicht sein, das ist hier die Frage“. Die Querelen um die Bühnen der Stadt Nordhausen haben jetzt ein neues Ausmaß angenommen. nnz mit den neuesten Informationen.


Kürzlich wurde in einer ortsansässigen Tageszeitung darüber berichtet, dass das Theater Nordhausen nicht über die finanziellen Mittel verfügt, um eine Weiterbewirtschaftung zu gewährleisten. Doch dies scheint zumindest nicht ganz der Wahrheit zu entsprechen. „Den Pleitegeier, der über unserem Theater schweben soll, gibt es nicht! Von Insolvenz zu sprechen, ist Unsinn“. Das hat jetzt Klaus Wahlbuhl, Nordhausens Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der Theater Nordhausen/ Lohorchester Sondershausen GmbH, klargestellt und damit eine anderslautende Darstellung in der Presse zurückgewiesen.

Dabei sprach er gleichzeitig von wichtigen Zielen, die es gilt entgegen der negativen Stimmungsmache umzusetzen. Zum einen sollen im Theater nach wie vor alle drei Sparten gespielt werden. Zum anderen stellte er auch eindeutig klar, dass die Einnahmen erhöht werden müssen. Seiner Aussage nach steht aber eines eindeutig fest: das Theater bleibt erhalten!

Klaus Wahlbuhl schlug unter anderem vor, auch während der Sommerpause Vorstellungen anzubieten, die Gastspieltätigkeit zu verbessern. Zugleich forderte er, vor allem im Landesgartenschau-Jahr 2004 für eine ganzjährige Präsenz des Theaters zu sorgen.

In der heutigen Stadtratssitzung fand er zu dieser Problematik klare Worte: „Wir wollen über die tatsächlich herrschende Lage informieren, aber es besteht kein Grund für Panik. Die Finanzierung des Theaters ist bis 2003 gesichert.“ Vertraglich geregelt, unterstützt das Land Thüringen bis dieses Jahr das Theater mit rund 4,9 Millionen Euro. Die Stadt Nordhausen zahlt einen Zuschuss von rund 2,1 Millionen Euro, die Stadt Sondershausen 700.000 Euro und die beiden Landkreise je 650.000 Euro. Dazu kommen die Einnahmen durch Kartenverkauf, Gastspiele, Programme u.ä. in einer Höhe von über 400.000 Euro. Das Land wird auch über das Jahr 2003 hinaus 60 Millionen Euro für die Orchester und Theater des Freistaates zur Verfügung stellen. Oberbürgermeistern Barbara Rinke wartet diesbezüglich mit neuen Vorschlägen auf: "Es sollte in Nordhausen öffentliche Kulturdiskussionen geben. Man könnte ebenfalls Jürgen Flimm, Präsident des deutschen Bühnenvereins, einladen. Dieser würde Auskunft geben können zur Tarifentwicklung des Nordhäuser Theaters."

Die in der Öffentlichkeit geäußerte Meinung, über dem Theater würde der Pleitegeier fliegen, die Insolvenz wäre schon im Jahr 2003 unabwendbar und andere Gerüchte zeugen laut Aussage Wahlbuhls von Verantwortungslosigkeit und dienen nicht einer gedeihlichen Entwicklung unseres Hauses. „Jeder der sich in diesem Sinne negativ äußert, schädigt nicht nur das Image der Stadt, sondern auch den guten Ruf des Nordhäuser Theaters“, der Bürgermeister weiter “Die Gestaltung des Theaterplatzes und die im nächsten Jahr anstehende, vom Land mit Fördermitteln unterstützte, Renovierung unseres Hauses zeigt deutlich, dass das Theater in Nordhausen eine Zukunft hat. Das darf nicht durch Schwarzmalerei und Jammerei gefährdet werden.“
Autor: nnz

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