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Do, 14:48 Uhr
28.02.2008

Wie weiter mit Werther?

Es ist noch gar nicht allzu lange her, da befanden sich auf einer imaginären Landkarte der Nordhäuser „Zukunft“ Orte wie Pützlingen oder Mauderode im Hoheitsgebiet der Kreisstadt. Jetzt können sie wieder rausradiert werden. Oder?


Auf dem Lande kennt man keine Eile, vor allem wichtige Entscheidungen werden nicht in städtischer Hektik getroffen. Schließlich: Gut Ding will Weile haben. Gut Ding – das ist für den Bürgermeister der Einheitsgemeinde Werther, Klaus Hummitzsch (LINKE), zum Beispiel eine ausführliche Diskussion in den kommunalen Gremien und - letztlich entscheidend – auch mit den Bürgern, wohin die kommunale Reise mittelfristig gehen wird.

Mitte dieses Monats hatte der Werthersche Gemeinderat auch zur Gebietsreform diskutiert. Grundlage der Debatte waren die Entwürfe der drei Landtagsfraktionen zur künftigen Neuordnung des freistaatlichen Gemeinwesens. Bereits im Vorfeld war für die Gemeinderäte klar, daß es für die Zukunft zwei Wege geben werde. Entweder wird die Selbständigkeit so lange wie möglich „verteidigt“ oder man werde sich Nordhausen anschließen. Andere Optionen werde man nicht ziehen.

Und so hatte Klaus Hummitzsch nach einem ersten Werben von Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) in den Ortschaftsräten „vorgefühlt“. Das Resultat: Die eventuellen Veränderungen werden – im Gegensatz zu den 90er Jahren – emotionsloser, nüchterner betrachtet. Nun sprach sich der Gemeinderat dafür aus, erst einmal den Vorschlag der CDU-Landtagsfraktion zur Landgemeinde abzuwarten ohne dabei die Identität der Gemeinden aus den kommunalpolitischen Augen zu verlieren.

Den dann in den Landtag eingebrachten Gesetzentwurf sowie das Nordhäuser Angebot wollen Klaus Hummitzsch und der Gemeinderat den Bürgern der Einheitsgemeinde zur Abstimmung vorlegen. Damit wird auch der Status einer erfüllenden Gemeinde von vornherein ausgeschlossen. Nach Informationen der nnz werde Barbara Rinke das Ergebnis der Bürger akzeptieren, schließlich ist Nordhausen die werbende Kommune.

Sollten sich die Bürger der neun Ortsteile der Gemeinde Werther mehrheitlich für einen Anschluß an Nordhausen entscheiden, dann ist eigentlich noch gar nichts in „trockenen Tüchern“. Vielmehr muß der Landtag das alles per Gesetz absegnen. Ob das allerdings mit dem Blick auf die dann bescheidene Größe des Restkreises machbar ist, das erscheint mehr als fraglich. Kenner der derzeitigen Szenerie im Landkreis Nordhausen und in Erfurt winken einfach nur ab. Will heißen: Keine Chance.
Autor: nnz

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