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Mo, 16:20 Uhr
29.04.2002

Absagen und Kondolenzlisten

Nordhausen (nnz). Nach den Ereignissen am Erfurter Gutenberg-Gymnasium sind bereits jetzt viele Veranstaltungen abgesagt worden. Wie die kommunalen Politiker auf den Amoklauf reagieren, das erfahren Sie mit einem Klick auf MEHR. Neu: Anregung zu einem Gesprächsforum.


„Angesichts dessen, was in Erfurt geschehen ist, bitte ich dringend, bis zum 3. Mai auf jede Art von Festveranstaltungen zu verzichten“, sagte Barbara Rinke, Oberbürgermeisterin der Stadt Nordhausen. Im Nordhäuser Rathaus und im „Neuen Rathaus“ liegen Kondolenzlisten aus mit dem folgenden Text:

„Wir trauern. Die Menschen der Stadt Nordhausen trauern um die Opfer der Gewalt am Johann-Gutenberg-Gymnasium in Erfurt. Unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien und Freunden“.

Der Thüringer DGB hat angesichts der Erfurter Ereignisse ebenfalls sein Programm für den 1. Mai in Nordhausen geändert. So wird es kein Familien- und Volksfest geben, die als Rahmenprogramm angekündigt waren. Im Mittelpunkt der Mai-Feier steht das Gedenken an die Opfer. Das Motto lautet: „Der Opfer am 1. Mai gedenken!“ Die Kundgebung, auf der neben DBG-Landeschef Frank Spieth auch die Landesvorsitzenden von SPD, PDS und Bündnis90/Die Grünen reden werden, beginnt um 10.00 Uhr vor dem Nordhäuser Rathaus.

In einer anderen Form als bisher geplant, wird auch das Familienfest der CDU stehen. Stattdessen wird in der Halleschen Straße für alle CDU-Mitglieder die Möglichkeit des Gespräches und des Gedankenaustausches stehen. „Das Geschehene in Erfurt hat uns alle zutiefst erschüttert. Unser Mitgefühl gilt vor allem den Opfern, den Verletzten, den Angehörigen der Opfer sowie den Schülern und Lehrern der betroffenen Schule. Wir versichern ihnen unsere Anteilnahme“, heißt es in einer vom Stadtverband, dem Kreisverband, der Frauenunion und der Jungen Union gemeinsam herausgegebenen gemeinsamen Presseerklärung.

Öffentliches Nachdenken über die Ursachen der Gewalttat
„Nach der schrecklichen Tat am Erfurter Gymnasium dürfen wir nicht schnell zur Tagesordnung übergehen. Wir müssen gemeinsam darüber nachdenken und darüber sprechen, wie es zu solchen Gewaltausbrüchen kommen kann, wo die tieferen Ursachen liegen. Ein Schwerpunkt sollte dabei das Verhältnis Schüler-Eltern-Lehrer sein. Die Stadt Nordhausen möchte dazu ein Gesprächs-Forum anbieten.“ Das kündigte jetzt Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke an. Zu diesem öffentlichen Gespräch werde die Stadt - neben Schülern, Eltern und Lehrern - weitere Experten, zum Beispiel Psychologen, einladen.
Autor: nnz

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