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Mo, 12:21 Uhr
29.04.2002

nnz-Forum: Verband erhalten!

Nordhausen (nnz). Der Rettungsdienst-Zweckverband Nordhausen muß erhalten bleiben. Diese Auffassung vertritt Andreas Triftshäuser. Mehr dazu in seinem Beitrag im nnz-Forum.


Der Rettungsdienst-Zweckverband des Landkreises Nordhausen, ist das Ergebnis einer elfjährigen, beispiellosen Zusammenarbeit aller im Rettungsdienst verantwortlichen Behörden und Hilfsorganisationen in unseren Landkreis. Er konnte nur durch ein gutes, partnerschaftliches Arbeitsklima unter seinen Mitgliedsbetrieben wachsen. Der Landkreis Nordhausen ist mit seinen Organisationssystem oft Vorbild für andere Rettungsdienste, Landkreise und Behörden.

Das große Engagement aller beteiligten Mitarbeiter ist beispielhaft. In ihrer Freizeit stehen viele Kollegen auch außerhalb ihres regulären Dienstes bei besonderen Gefahrensituationen und medizinischen Absicherungen bereit. Diese Berufsauffassung ist in anderen Landkreisen längst abhanden gekommen und nicht mit Geld zu bezahlen.

Der Rettungsdienst-Zweckverband Nordhausen erfüllt alle Anforderungen einer Organisation mit Sicherheitsaufgaben und hat seine Zuverlässigkeit und Bediensicherheit in unzähligen Notfallsituationen unter Beweis gestellt. Er ist einer der wenigen leistungserbringenden Verbände in der Bundesrepublik Deutschland, der die Sache Rettungsdienst in den Vordergrund gestellt hat. Interessen privatrechtlicher Hilfsorganisationen haben eher einen geringen Stellenwert. Diese gute Zusammenarbeit wurde im Jahr 2001 durch einen Vorwurf von Unregelmäßigkeiten bei einem Verbandsmitglied und den daraus resultierenden verwaltungsrechtlichen Problemen, innerhalb des Verbandes, enorm getrübt.

Die Sacharbeit am Patienten war zu keinen Zeitpunkt strittig. Die Darstellungen in den Medien charakterisierte offen, wie wenig die Meinungsmacher von der eigentlichen Arbeit, den gesetzlichen Grundlagen und der aufopferungsvollen Arbeit der Notärzte und Rettungsassistenten verstehen. Es entstand ein Nährboden für Intrigen, Spekulationen und eine Vielzahl anonymer Anzeigen. Brutalst mögliche Aufklärung wurde in der Öffentlichkeit und im Kreistag gefordert, leider interessierten die Ergebnisse der Überprüfungen nicht mehr. Sie wären auch weit unspektakulärer gewesen als die Schlagzeilen der vorangegangenen Vorwürfe.

Es ist die Pflicht aller beteiligten Fachleute, der Medien und insbesondere auch der Vertreter der Politik zu einer Sacharbeit zurückzukehren. Rettungsdienst besteht nicht in erster Linie aus bürokratischen Floskeln und Verwaltungstätigkeiten, sondern die Arbeit am Menschen steht im absoluten Vordergrund. In einer Zeit wachsender Bedrohung und Gefährdung der Bevölkerung durch terroristische Handlungen sowie enormen Sparzwängen im Gesundheitssystem ist es unverantwortlich ein bewährtes, gut funktionierendes Sicherheitssystem, ohne jegliche fachliche Begründung in Frage zu stellen.

Die eigentliche Arbeit des Rettungsdienst-Zweckverbandes spielt sich im richtigen Leben ab, fern von politischen Veranstaltungen. Hier zählt nur der Erfolg durch schnelle und professionelle Hilfe für die uns anvertrauten Notfallpatienten. Der Rettungsdienst-Zweckverband Nordhausen gibt über 80 Bürgern unseres Landkreises Arbeit und die machen ihren Job gut. Man kann leider erst mitreden, wenn man es selbst erfahren hat.
Andreas Triftshäuser, Rettungsassistent

Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnz

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