Sa, 20:48 Uhr
27.04.2002
Wacker Nordhausen überzeugte
Nordhausen (nnz). Am 25. Spieltag der Thüringenliga empfing heute Wacker 90 Nordhausen den Tabellenzehnten SSV 07 Schlotheim. Die Nordhäuser wollten an die guten Leistungen der vergangenen Wochen anknüpfen und den zweiten Heimsieg erringen. Wie die Begegnung ausging, berichtet nnz-Mitarbeiter Rainer Hellberg.
Während Pistorius aufgrund einer noch nicht völlig auskurierten Verletzung nur auf der Reservebank saß, war der Einsatz von Jens Ludwig möglich. Wacker nahm von Beginn an die Initiative. Es waren kaum 120 Sekunden gespielt, als Kulbacki im Strafraum der Schlotheimer zu Fall gebracht wurde. Schiedsrichter Lothar Kruse zeigte auf den Elfmeterpunkt. Kulbacki schoss selbst, aber zu ungenau. Hellmut im Tor der Gäste hielt in großer Manier und bewahrte seine Elf vor einem frühen Rückstand.
Mit einer Schweigeminute gedachten anschließend die Akteure und Zuschauer der Opfer der Bluttat von Erfurt.
In der Folgezeit bestimmte Wacker das Spiel. Kulbacki hatte in der 11. Minute nochmals die Chance, den Führungstreffer zu erzielen, aber der Pole legte sich das Leder zu weit vor. Fast eine halbe Stunde war vorüber, ehe die Schlotheimer erstmals ein Achtungszeichen setzten, als Nico Fritz nach einem Solo plötzlich vor Lenczewski auftauchte. Aber ihm sprang der Ball zu weit vom Fuß, so dass der Nordhäuser Keeper klären konnte. Im Gegenzug schickte Heise den drangvollen Elle. Der erzielte in der 28. Minute mit einem sehenswerten Schuss aus fünfzehn Metern die verdiente Führung für Wacker. Gäste-Coach Fritz brachte nach 35 Minuten zwei neue Offensivspieler, die allerdings nicht den erhofften Schwung brachten. Nur eine Minute später setzte sich der lauffreudige und einsatzstarke Frank Ludwig gegen zwei Abwehrspieler durch. Seine Flanke erreichte Pohl. Dessen Flugkopfball aus 12 m schlug unhaltbar im Kasten der Gäste ein. Kurz vor dem Halbzeitpfiff kam Steppan mit einem 35 m-Schuss zur zweiten echten Chance für die Schlotheimer. Aber Lenczewski war auf dem Posten. Mit einer 2:0-Führung ging es in die Kabine.
In den zweiten 45 Minuten hatten die Gäste mehr vom Spiel. Wacker zog sich in die eigene Hälfte zurück und versuchte über Konter zum Erfolg zu kommen. Das Glück des Tüchtigen hatte Wacker auf seiner Seite, als Fernschild sonst von Nebelung gut abgeschirmt - nach einem Fehler von Jens Ludwig frei zum Schuss kam und nur knapp das Tor verfehlte (56.). Trainer Jörg Weißhaupt brachte für den angeschlagenen Pohl den Juniorenspieler Kohlhause (63.) und Kühne für Heise (67.). Der einsetzende Regen machte den Ball schnell und gefährlich. In der 68. Minute brannte es lichterloh vor dem Wacker-Gehäuse. Lenczewski rettete jedoch mit zwei tollen Paraden. Der Nachschuss von Fernschild landete zwar im Netz, wurde aber vom überzeugenden Schiedsrichter wegen Abseitsstellung nicht anerkannt. Wacker konnte in der Folgezeit die Partie wieder offener gestalten und kam noch zu einigen Möglichkeiten, die allerdings nichts einbrachten. In der 88. Minute wäre den Gästen beinah doch noch der Ehrentreffer geglückt, aber der Pfosten rettete für den Nordhäuser Keeper. Damit war der zweite Heimsieg der Wacker-Elf perfekt. Nachzutragen, der Platzverweis vom Schlotheimer Kallweit in der 81. Minute wegen grobem Foul.
Wacker bleibt im Aufwärtstrend und konnte an die zuletzt überzeugenden Leistungen anknüpfen. Diese positive Entwicklung kommt für diese Serie wahrscheinlich zu spät. Zu groß ist der Abstand auf einem Nichtabstiegsplatz. Am kommenden Mittwoch sollte für die Mannschaft mit einer ähnlich guten Leistung im Nachholspiel gegen Suhl im Albert-Kuntz-Sportpark (Anstoß 15 Uhr) ein voller Erfolg möglich sein.
Wacker 90 Nordhausen spielte mit: Lenczewski, Mook, Puc, Nebelung, J. Ludwig, Elle, Pohl (ab 63. Kohlhause), Fr. Ludwig, Heise (ab 67. Kühne), Kulbacki, Wenzel.
Autor: rhWährend Pistorius aufgrund einer noch nicht völlig auskurierten Verletzung nur auf der Reservebank saß, war der Einsatz von Jens Ludwig möglich. Wacker nahm von Beginn an die Initiative. Es waren kaum 120 Sekunden gespielt, als Kulbacki im Strafraum der Schlotheimer zu Fall gebracht wurde. Schiedsrichter Lothar Kruse zeigte auf den Elfmeterpunkt. Kulbacki schoss selbst, aber zu ungenau. Hellmut im Tor der Gäste hielt in großer Manier und bewahrte seine Elf vor einem frühen Rückstand.
Mit einer Schweigeminute gedachten anschließend die Akteure und Zuschauer der Opfer der Bluttat von Erfurt.
In der Folgezeit bestimmte Wacker das Spiel. Kulbacki hatte in der 11. Minute nochmals die Chance, den Führungstreffer zu erzielen, aber der Pole legte sich das Leder zu weit vor. Fast eine halbe Stunde war vorüber, ehe die Schlotheimer erstmals ein Achtungszeichen setzten, als Nico Fritz nach einem Solo plötzlich vor Lenczewski auftauchte. Aber ihm sprang der Ball zu weit vom Fuß, so dass der Nordhäuser Keeper klären konnte. Im Gegenzug schickte Heise den drangvollen Elle. Der erzielte in der 28. Minute mit einem sehenswerten Schuss aus fünfzehn Metern die verdiente Führung für Wacker. Gäste-Coach Fritz brachte nach 35 Minuten zwei neue Offensivspieler, die allerdings nicht den erhofften Schwung brachten. Nur eine Minute später setzte sich der lauffreudige und einsatzstarke Frank Ludwig gegen zwei Abwehrspieler durch. Seine Flanke erreichte Pohl. Dessen Flugkopfball aus 12 m schlug unhaltbar im Kasten der Gäste ein. Kurz vor dem Halbzeitpfiff kam Steppan mit einem 35 m-Schuss zur zweiten echten Chance für die Schlotheimer. Aber Lenczewski war auf dem Posten. Mit einer 2:0-Führung ging es in die Kabine.
In den zweiten 45 Minuten hatten die Gäste mehr vom Spiel. Wacker zog sich in die eigene Hälfte zurück und versuchte über Konter zum Erfolg zu kommen. Das Glück des Tüchtigen hatte Wacker auf seiner Seite, als Fernschild sonst von Nebelung gut abgeschirmt - nach einem Fehler von Jens Ludwig frei zum Schuss kam und nur knapp das Tor verfehlte (56.). Trainer Jörg Weißhaupt brachte für den angeschlagenen Pohl den Juniorenspieler Kohlhause (63.) und Kühne für Heise (67.). Der einsetzende Regen machte den Ball schnell und gefährlich. In der 68. Minute brannte es lichterloh vor dem Wacker-Gehäuse. Lenczewski rettete jedoch mit zwei tollen Paraden. Der Nachschuss von Fernschild landete zwar im Netz, wurde aber vom überzeugenden Schiedsrichter wegen Abseitsstellung nicht anerkannt. Wacker konnte in der Folgezeit die Partie wieder offener gestalten und kam noch zu einigen Möglichkeiten, die allerdings nichts einbrachten. In der 88. Minute wäre den Gästen beinah doch noch der Ehrentreffer geglückt, aber der Pfosten rettete für den Nordhäuser Keeper. Damit war der zweite Heimsieg der Wacker-Elf perfekt. Nachzutragen, der Platzverweis vom Schlotheimer Kallweit in der 81. Minute wegen grobem Foul.
Wacker bleibt im Aufwärtstrend und konnte an die zuletzt überzeugenden Leistungen anknüpfen. Diese positive Entwicklung kommt für diese Serie wahrscheinlich zu spät. Zu groß ist der Abstand auf einem Nichtabstiegsplatz. Am kommenden Mittwoch sollte für die Mannschaft mit einer ähnlich guten Leistung im Nachholspiel gegen Suhl im Albert-Kuntz-Sportpark (Anstoß 15 Uhr) ein voller Erfolg möglich sein.
Wacker 90 Nordhausen spielte mit: Lenczewski, Mook, Puc, Nebelung, J. Ludwig, Elle, Pohl (ab 63. Kohlhause), Fr. Ludwig, Heise (ab 67. Kühne), Kulbacki, Wenzel.

