Mo, 17:09 Uhr
04.02.2008
Politik mit Glaskugel
Wer kein Geld hat, der muss sich was leihen. Geht auch bei Kommunen so. Es sei denn: Die Rechtsaufsicht verbietet eine Kreditaufnahme über den Schluck des Kassenkredites hinaus. Dann muss die Glaskugel herhalten...
Die nnz hatte in der vergangenen Woche ausführlich über die finanzielle Situation des Landkreises berichtet. Das Debakel wurde heute Nachmittag im Kreisausschuss erneut sichtbar. Der nunmehr dritte Entwurf der Verwaltung zum diesjährigen Haushalt sieht zwar die Erhöhung des Gesamtvolumens vor, macht aus dem Desaster keinen Hehl. Prekär vor allem beim Vermögenshaushalt. Der wird nur ausgeglichen, wenn der Landkreis irgendwas aus seinem Besitz verscherbelt. 3,6 Millionen Euro müssen erlöst werden, dann ist das erneute Defizit abgewendet. Im Großen und Ganzen wird hier mit Geld gerechnet, das nicht vorhanden ist. Und wie im normalen Leben ist es eben auch nicht. Zur Bank kann der Landkreis nicht gehen, der Kassenkredit wird zum Überleben gebraucht und selbst der Freistaat hat kein Erbarmen mit den Verwaltern an Behringstraße und Grimmelallee.
Aber vielleicht wird ja auch alles so werden, wie es CDU-Fraktionsvorsitzender Egon Primas im nnz-Gespräch sagte: Wir haben schon mal ohne beschlossenen Haushalt gearbeitet und dadurch am Jahresende Millionen gespart. Nur darf die Verwaltung diesmal nicht vergessen, die Bescheide für die Zahlung der Kreisumlage zu verschicken.
So gibt es dann für die Kreisverwaltung die gleiche Summe an Kreisumlage wie 2007, aber in Anbetracht der jetzigen Situation gilt: Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach.
Autor: nnzDie nnz hatte in der vergangenen Woche ausführlich über die finanzielle Situation des Landkreises berichtet. Das Debakel wurde heute Nachmittag im Kreisausschuss erneut sichtbar. Der nunmehr dritte Entwurf der Verwaltung zum diesjährigen Haushalt sieht zwar die Erhöhung des Gesamtvolumens vor, macht aus dem Desaster keinen Hehl. Prekär vor allem beim Vermögenshaushalt. Der wird nur ausgeglichen, wenn der Landkreis irgendwas aus seinem Besitz verscherbelt. 3,6 Millionen Euro müssen erlöst werden, dann ist das erneute Defizit abgewendet. Im Großen und Ganzen wird hier mit Geld gerechnet, das nicht vorhanden ist. Und wie im normalen Leben ist es eben auch nicht. Zur Bank kann der Landkreis nicht gehen, der Kassenkredit wird zum Überleben gebraucht und selbst der Freistaat hat kein Erbarmen mit den Verwaltern an Behringstraße und Grimmelallee.
Aber vielleicht wird ja auch alles so werden, wie es CDU-Fraktionsvorsitzender Egon Primas im nnz-Gespräch sagte: Wir haben schon mal ohne beschlossenen Haushalt gearbeitet und dadurch am Jahresende Millionen gespart. Nur darf die Verwaltung diesmal nicht vergessen, die Bescheide für die Zahlung der Kreisumlage zu verschicken.
So gibt es dann für die Kreisverwaltung die gleiche Summe an Kreisumlage wie 2007, aber in Anbetracht der jetzigen Situation gilt: Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach.


