Mo, 09:37 Uhr
04.02.2008
Richter Kropp: Ein Glied zuviel
Die schöne neue Welt digitalisierter Bilder gibt den Zeitgenossen die Möglichkeit, Bilder der Liebsten oder aus dem Urlaub schnell und komplikationslos zu speichern und zu versenden. Vorbei die Zeiten, wo erst die Bilder mühsam auf Zelluloid gebannt werden mussten...
Gerade auch das Versenden von Bildern über das Handy als sogenannte MMS erfreut sich unter der Jugend großer Beliebtheit, so auch bei Alf. D. (21, Name geändert) aus dem Kyffhäuserkreis. Die Spezialität des jungen Sondershäusers ist das Versenden von Bildern via Handy an ihm fremde Personen, welche er zufällig angewählt hat. So erreichte er auch am 26.03.2007 eine Hausfrau aus Großenehrich. Mit dem Text Egal, wer du bist, aber hast du Lust auf bisschen Bildertausch schickte er ein Foto seines besten Stücks. In der Akte ist dieses als Abbildung eines nackigen Penis mit Hodensack beschrieben.
Die Geschädigte stellte Strafanzeige, die Staatsanwaltschaft Mühlhausen ermittelte schnell den Inhaber des Handys und des abgebildeten Teils. In seiner Beschuldigtenvernehmung machte der vorbestrafte Mann deutlich, dass es ein dummer Scherz gewesen sei. Auf die Frage des vernehmenden Beamten, ob es ihm egal sei, wenn sein Geschlechtsteil als Bild um die Welt geht und dass solche Fotos auch Kinder erhalten können, wusste er dann auch nichts mehr zu sagen. D. musste sich auch die Frage gefallen lassen, warum auf seinem Handy zahlreiche Anrufslisten gespeichert waren. Der Verdacht liegt nahe, dass der Täter dieses Spielchen schon öfters vorgenommen hatte.
Der Scherz endete vor dem Amtsgericht Sondershausen als Verbreitung pornographischer Schriften. Amtsrichter Christian Kropp erließ einen Strafbefehl in Höhe von 150 Euro. Dieser ist für ein Jahr zur Bewährung ausgesetzt. Lässt der junge Mann sich nichts zu schulden kommen, wird diese Strafe ihm erlassen. Wie aus Justizkreisen zu hören war, soll bei den mit dem Fall beschäftigten Behörden die Akte mit dem Bild des Geschlechtsteils für nicht geringe Heiterkeit gesorgt haben.
Autor: nnzGerade auch das Versenden von Bildern über das Handy als sogenannte MMS erfreut sich unter der Jugend großer Beliebtheit, so auch bei Alf. D. (21, Name geändert) aus dem Kyffhäuserkreis. Die Spezialität des jungen Sondershäusers ist das Versenden von Bildern via Handy an ihm fremde Personen, welche er zufällig angewählt hat. So erreichte er auch am 26.03.2007 eine Hausfrau aus Großenehrich. Mit dem Text Egal, wer du bist, aber hast du Lust auf bisschen Bildertausch schickte er ein Foto seines besten Stücks. In der Akte ist dieses als Abbildung eines nackigen Penis mit Hodensack beschrieben.
Die Geschädigte stellte Strafanzeige, die Staatsanwaltschaft Mühlhausen ermittelte schnell den Inhaber des Handys und des abgebildeten Teils. In seiner Beschuldigtenvernehmung machte der vorbestrafte Mann deutlich, dass es ein dummer Scherz gewesen sei. Auf die Frage des vernehmenden Beamten, ob es ihm egal sei, wenn sein Geschlechtsteil als Bild um die Welt geht und dass solche Fotos auch Kinder erhalten können, wusste er dann auch nichts mehr zu sagen. D. musste sich auch die Frage gefallen lassen, warum auf seinem Handy zahlreiche Anrufslisten gespeichert waren. Der Verdacht liegt nahe, dass der Täter dieses Spielchen schon öfters vorgenommen hatte.
Der Scherz endete vor dem Amtsgericht Sondershausen als Verbreitung pornographischer Schriften. Amtsrichter Christian Kropp erließ einen Strafbefehl in Höhe von 150 Euro. Dieser ist für ein Jahr zur Bewährung ausgesetzt. Lässt der junge Mann sich nichts zu schulden kommen, wird diese Strafe ihm erlassen. Wie aus Justizkreisen zu hören war, soll bei den mit dem Fall beschäftigten Behörden die Akte mit dem Bild des Geschlechtsteils für nicht geringe Heiterkeit gesorgt haben.

