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So, 08:26 Uhr
20.01.2008

Aufgespürt (2): Das Goldmannchen

Sagen und Märchen haben seit eh und je die Menschen fasziniert. Auch im Landkreis Nordhausen haben Sagen ihren Ursprung. Die nnz ist auf eine interessante Entdeckungsreise gegangen.


In Gebra stand einst im Garten des Wolfram Wisotzky eine alte dicke Birke. Jedesmal in der Fabian-Sebastian-Nacht, am 20. Januar, hatte man neben diesem Baum einen Mann arbeiten und dann wieder verschwinden sehen. Doch einmal konnte der Besitzer des Anwesens seine Verwunderung und Neugier nicht länger zähmen und als kräftiger, unerschrockener Mann lauerte er dem Fremden auf und machte ihn dingfest.

Dieser bat flehentlich, der Bauer solle ihn nur loslassen, er wolle ihm auch das Geheimnis des Baumes verraten. Die Birke sei die Wohnung eines Goldmännchens und treibe jedes Jahr eine goldene Wurzel in die Erde. Das Goldmännchen habe hier seine Wohnung aufgeschlagen, weil es die Großmutter und die Mutter des Bauern, die schöne Mädchen gewesen, geliebt habe. Es bleibe so lange hier wohnen, bis es nicht durch Habsucht daraus vertrieben würde.

Und richtig, an jedem künftigen Fabian-Sebastian-Tag fand der Bauer eine Goldstange unter dem Baum. Aber einmal fasste ihn doch die Habsucht und in der Hoffnung, noch mehr zu finden, grub er unter dem Baum so tief, dass dieser entwurzelte und umstürzte. Zur selben Zeit lief das Goldmännchen mit vernehmlichem Hohngelächter davon. Dem Bauern aber wuchs von Stund an ein gewaltiger Höcker zwischen beiden Schultern. Zeit seines Lebens blieb er so gekennzeichnet.
Autor: nnz

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