Fr, 11:32 Uhr
18.01.2008
Becker: Landkreis wird benachteiligt
Hier eine andere Meinung zu Radwegen: Als völlig berechtigt bezeichnete die SPD-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Dagmar Becker die grundsätzliche Kritik am fehlenden Radwegebau im Landkreis Nordhausen...
Becker stellte sich damit ausdrücklich hinter die Meinung des Görsbacher Bürgermeisters Siegfried Junker (SPD), welcher nach dem Unfalltod des Radfahrers bei Heringen öffentlich auf den diesen Missstand hingewiesen hatte und zugleich die Ungleichbehandlung beim Radwegebau in Nordthüringen anprangerte. Die Reaktion des Straßenbauamtes aus Leinefelde war auch mal wieder typisch – abwiegeln und die Fakten verdrehen, meinte Becker zur Stellungnahme des Straßenbauamtes Nordthüringen von dieser Woche.
Becker legte zugleich nach und kündigte für die nächste Woche mehrere Landtagsanfragen zum Straßen- und Radwegebau in Nordthüringen an. Schon im Jahr 2005 musste die CDU-Landesregierung der Sozialdemokratin auf ihre Anfrage hin die dramatischen Fakten offenbaren. So wurden zwischen 1990 bis 2004 in Nordthüringen entlang von Landesstraßen rund 31 km Radwege gebaut, wobei von diesem Neubau auf den Landkreis Nordhausen gerade mal 2,8 km Neubaustrecke entfielen, aber im Eichfeldkreis 16,2 km neu gebaut wurden.
Bei den Neubaustrecken entlang von Bundesstraßen sah das Ergebnis für Nordhausen ebenso bedauerlich aus. Von den rund 40 km neuer Radwege in allen vier Nordthüringer Kreisen, hatte das Straßenbauamt gerade mal 9,3 km im Landkreis Nordhausen bauen lassen, aber im Eichsfeldkreis waren es stattliche 23,3 km.
Bei diesen Fakten stellt sich eher die Frage nach einer Dienstaufsichtsbeschwerde gegen das Straßenbauamt und die Frage, warum die Sicherheit der Radfahrer im Eichsfeldkreis wichtiger ist, als die der Bürger in unserem Landkreis, meinte Becker verärgert. Mit den neuen Landtagsanfragen will die Sozialdemokratin nun die aktuellen Zahlen bis Ende 2007 wissen und zugleich erfahren, warum die Landesstraße zwischen Heringen und Uhtleben nach der letzten Straßensanierung schmaler ausgebaut worden ist?
Als peinlich bezeichnete Dagmar Becker in diesem Zusammenhang auch die Sprachlosigkeit der beiden Nordhäuser CDU-Minister Zeh und Reinholz zu diesen Missständen. Denen ist das gute Verhältnis zum Ministerpräsidenten aus Heiligenstadt wichtiger, als die Probleme unserer Bürger hier im Landkreis, erklärte Becker abschließend.
Autor: psgBecker stellte sich damit ausdrücklich hinter die Meinung des Görsbacher Bürgermeisters Siegfried Junker (SPD), welcher nach dem Unfalltod des Radfahrers bei Heringen öffentlich auf den diesen Missstand hingewiesen hatte und zugleich die Ungleichbehandlung beim Radwegebau in Nordthüringen anprangerte. Die Reaktion des Straßenbauamtes aus Leinefelde war auch mal wieder typisch – abwiegeln und die Fakten verdrehen, meinte Becker zur Stellungnahme des Straßenbauamtes Nordthüringen von dieser Woche.
Becker legte zugleich nach und kündigte für die nächste Woche mehrere Landtagsanfragen zum Straßen- und Radwegebau in Nordthüringen an. Schon im Jahr 2005 musste die CDU-Landesregierung der Sozialdemokratin auf ihre Anfrage hin die dramatischen Fakten offenbaren. So wurden zwischen 1990 bis 2004 in Nordthüringen entlang von Landesstraßen rund 31 km Radwege gebaut, wobei von diesem Neubau auf den Landkreis Nordhausen gerade mal 2,8 km Neubaustrecke entfielen, aber im Eichfeldkreis 16,2 km neu gebaut wurden.
Bei den Neubaustrecken entlang von Bundesstraßen sah das Ergebnis für Nordhausen ebenso bedauerlich aus. Von den rund 40 km neuer Radwege in allen vier Nordthüringer Kreisen, hatte das Straßenbauamt gerade mal 9,3 km im Landkreis Nordhausen bauen lassen, aber im Eichsfeldkreis waren es stattliche 23,3 km.
Bei diesen Fakten stellt sich eher die Frage nach einer Dienstaufsichtsbeschwerde gegen das Straßenbauamt und die Frage, warum die Sicherheit der Radfahrer im Eichsfeldkreis wichtiger ist, als die der Bürger in unserem Landkreis, meinte Becker verärgert. Mit den neuen Landtagsanfragen will die Sozialdemokratin nun die aktuellen Zahlen bis Ende 2007 wissen und zugleich erfahren, warum die Landesstraße zwischen Heringen und Uhtleben nach der letzten Straßensanierung schmaler ausgebaut worden ist?
Als peinlich bezeichnete Dagmar Becker in diesem Zusammenhang auch die Sprachlosigkeit der beiden Nordhäuser CDU-Minister Zeh und Reinholz zu diesen Missständen. Denen ist das gute Verhältnis zum Ministerpräsidenten aus Heiligenstadt wichtiger, als die Probleme unserer Bürger hier im Landkreis, erklärte Becker abschließend.

