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Mi, 13:03 Uhr
09.01.2008

Finanzierung gesichert?

Ob „Kommunalkombi“ oder „50plus“ – mit diesem schönen Worten sollen langzeitarbeitslose Frauen und Männer künftig in eine Beschäftigung gebracht werden. Auch im Landkreis Nordhausen. Doch ist überhaupt Geld da? Die nnz fragte in der Nordhäuser ARGE nach...


„Die Integration von hilfebedürftigen Frauen und Männern im Landkreis Nordhausen ist auch in diesem Jahr finanziell abgesichert“, berichtet Hans-Georg Müller, der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft des Landkreises Nordhausen (ARGE). Müller verweist auf die bestehende Planungssicherheit und sieht diese in wichtigen Zahlen und Zusagen seitens der Bundesregierung hinterlegt. So stehen für den Landkreis Nordhausen Mittel für den so genannten Eingliederungstitel in Höhe von 12,2 Millionen Euro bereit, hinzu kommen weitere 1,4 Millionen Euro für die „Jobperspektive“ entsprechend des Sozialgesetzbuches II.

Der Gesetzgeber hat vor allem mit dem Programm der Jobperspektive und der damit verbundenen Mittelbereitstellung klare Vorgaben für die Nordhäuser ARGE gemacht. Allein in diesem Programm sollen im Jahr 2008 im Landkreis Nordhausen 145 Frauen und Männern in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vermittelt werden.

Aber auch vom neuen Programm namens „Kommunalkombi“ verspricht sich die Geschäftsleitung der ARGE eine positive Wirkung. Im Jahr 2006 war der Landkreis Nordhausen für dieses Vorhaben ausgewählt worden, da zu diesem Zeitpunkt die Arbeitslosenquote höher als 15 Prozent lag. Mit dem „Kommunalkombi“ wird jene kommunale Arbeit gefördert, die bislang nicht bezahlt werden konnte und die ein öffentliches Interesse begründet.

Die Tätigkeiten innerhalb des neuen Programms werden bis zu drei Jahre gefördert. Der kommunale Arbeitgeber erhält von der ARGE jeweils einen Lohnkostenzuschuss in Höhe von 500 Euro, hinzukommen 200 Euro für die Sozialabgaben. Noch einmal 100 Euro gibt es von der ARGE für die Beschäftigung von über 55jährigen Frauen und Männern. Allerdings ist der Personenkreis, für den eine solche Förderung in Anspruch genommen werden kann, klar definiert: Es muss sich um Hilfebedürftige handeln, die nach allen anderen Vermittlungs- und Eingliederungsversuchen in den letzten 24 Monaten keine Aussicht auf einen Arbeitsplatz in der freien Wirtschaft hatten.

Hans-Georg Müller wünscht sich, dass die Kommunen im Landkreis Nordhausen von dem neuen Programm rege Gebrauch machen. Zum einen werden sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse geschaffen, zum anderen können Tätigkeiten verrichtet werden, die die öffentliche Hand nicht finanzieren könnte.

Einen ähnlichen Erfolg verspricht sich Müller vom Programm „50 plus“. Auch hier sollen mit Hilfe von Fördermöglichkeiten rund 100 ältere Langzeitarbeitslose in „Lohn und Brot“ gebracht werden. Alles in allem sieht der ARGE-Geschäftsführer in der aktuellen finanziellen Ausstattung hinsichtlich der Eingliederungsmittel eine sehr gute Basis für die weitere aktive Unterstützung von Hilfebedürftigen im Landkreis Nordhausen.
Autor: nnz

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