Di, 17:18 Uhr
08.01.2008
nnz-Forum: Lebensmüde
Die nnz berichtete heute über den tragischen Tod eines Radfahrers in der Goldenen Aue. Dazu Anmerkungen einer nnz-Leserin im Forum...
Die Nachricht über den tragischen Tod des Radfahrers auf der Strecke zwischen Heringen und Uthleben hat mich zutiefst schockiert, aber andererseits auch nicht verwundert. Es gibt dort weder für Radfahrer noch für Fußgänger eine Möglichkeit, abseits von der Straße zwischen den Ortschaften entlang zu kommen.
Die gleichen Verhältnisse herrschen auf der Straße zwischen Uthleben und Sundhausen. Kein Gehweg, kein Radweg, man müsste auf dem matschigen Acker entlang laufen. Was tun also die Radfahrer und Fußgänger? Sie laufen auf der Straße, oft auch Abends in dunkler Kleidung, Radfahrer ohne Licht und ohne Helm.
Gerade auf der Autobahnbrücke, bei der man nie weiß, was einem dahinter erwartet, hat es schon oft wegen Radfahrern und Fußgängern auf der Straße Notbremsungen gegeben. Wohl dem, der einen schnell reagierenden Hintermann hat. Einige Leute laufen dort sogar mit ihren Hunden entlang (zu Fuß oder am Rad festgebunden). Es kann sich also jeder vorstellen, was dies für ein Gefahrenpotential birgt, vor allem auch, weil die Straße von vielen LKW befahren wird.
Gerade, wenn in Sundhausen große Feiern stattfinden, begegnet man solchen Situationen immer wieder – ganze Gruppen von betrunkenen Fußgängern, die sich über den gesamten Straßenrand verteilen - natürlich in dunkler Kleidung.
Es wundert mich daher, dass nicht schon mehr auf dieser Straße zwischen Heringen und Sundhausen mit Personenschaden passiert ist, auf der regelmäßig Unfälle wegen Tieren und überhöhter Geschwindigkeit passieren. Bisher aber meist "nur" mit Sachschäden.
Es wäre schön zu erfahren, was sich die Herrschaften damals bei diesem Straßenbau gedacht haben und ob jemand schon auf die Idee gekommen ist, einen Gehweg wenigstens schon mal auf dem Papier zu planen? Es hat nun mal nicht jeder ein Auto und viele scheuen auch nicht den Weg per Rad oder sogar Fuß, aber diese Menschen gehen dabei ein sehr hohes Risiko ein, wie sich jetzt auf tragische Weise gezeigt hat.
Übrigens zeigt dies auch, wie miserabel die Region für einen Radfahrtourismus ausgelegt ist. Radwege sucht man hier oft vergebens oder sie sind lediglich provisorisch angelegt bzw. mit einer gestrichelten Linie auf der Straße vermerkt.. - wie nett, bei einer eh schon schmalen Hauptverkehrsstraße.. Da zwängt man sich als Radfahrer doch gern zwischen die Autos und den Bordstein.
Man muss auf dem Land schon ein bisschen lebensmüde sein, um zu Fuß oder per Rad von A nach B zu kommen..
C. J. (Der vollständige Name ist der nnz-Redaktion bekannt)
Autor: nnzDie Nachricht über den tragischen Tod des Radfahrers auf der Strecke zwischen Heringen und Uthleben hat mich zutiefst schockiert, aber andererseits auch nicht verwundert. Es gibt dort weder für Radfahrer noch für Fußgänger eine Möglichkeit, abseits von der Straße zwischen den Ortschaften entlang zu kommen.
Die gleichen Verhältnisse herrschen auf der Straße zwischen Uthleben und Sundhausen. Kein Gehweg, kein Radweg, man müsste auf dem matschigen Acker entlang laufen. Was tun also die Radfahrer und Fußgänger? Sie laufen auf der Straße, oft auch Abends in dunkler Kleidung, Radfahrer ohne Licht und ohne Helm.
Gerade auf der Autobahnbrücke, bei der man nie weiß, was einem dahinter erwartet, hat es schon oft wegen Radfahrern und Fußgängern auf der Straße Notbremsungen gegeben. Wohl dem, der einen schnell reagierenden Hintermann hat. Einige Leute laufen dort sogar mit ihren Hunden entlang (zu Fuß oder am Rad festgebunden). Es kann sich also jeder vorstellen, was dies für ein Gefahrenpotential birgt, vor allem auch, weil die Straße von vielen LKW befahren wird.
Gerade, wenn in Sundhausen große Feiern stattfinden, begegnet man solchen Situationen immer wieder – ganze Gruppen von betrunkenen Fußgängern, die sich über den gesamten Straßenrand verteilen - natürlich in dunkler Kleidung.
Es wundert mich daher, dass nicht schon mehr auf dieser Straße zwischen Heringen und Sundhausen mit Personenschaden passiert ist, auf der regelmäßig Unfälle wegen Tieren und überhöhter Geschwindigkeit passieren. Bisher aber meist "nur" mit Sachschäden.
Es wäre schön zu erfahren, was sich die Herrschaften damals bei diesem Straßenbau gedacht haben und ob jemand schon auf die Idee gekommen ist, einen Gehweg wenigstens schon mal auf dem Papier zu planen? Es hat nun mal nicht jeder ein Auto und viele scheuen auch nicht den Weg per Rad oder sogar Fuß, aber diese Menschen gehen dabei ein sehr hohes Risiko ein, wie sich jetzt auf tragische Weise gezeigt hat.
Übrigens zeigt dies auch, wie miserabel die Region für einen Radfahrtourismus ausgelegt ist. Radwege sucht man hier oft vergebens oder sie sind lediglich provisorisch angelegt bzw. mit einer gestrichelten Linie auf der Straße vermerkt.. - wie nett, bei einer eh schon schmalen Hauptverkehrsstraße.. Da zwängt man sich als Radfahrer doch gern zwischen die Autos und den Bordstein.
Man muss auf dem Land schon ein bisschen lebensmüde sein, um zu Fuß oder per Rad von A nach B zu kommen..
C. J. (Der vollständige Name ist der nnz-Redaktion bekannt)
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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