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Mi, 09:01 Uhr
10.04.2002

Aktuelles und Informatives im Harz

Nordhausen (nnz). In lockerer Folge bietet die nnz Ihren Lesern die aktuellen Informationen aus der Harz-Region an. Übermittelt wurden sie der nnz-Redaktion von dortigen Regionalverband.


NATURPARK
Am 20. März fand in Königslutter anlässlich einer Mitgliederversammlung des Freilicht- und Erlebnismuseums e.V. (FEMO) ein erster Gründungsakt für den geplanten "Geopark Harz - Braunschweiger Land - Ostfalen" statt. FEMO und der Regionalverband Harz haben in ihren Entscheidungsgremien inhaltlich identische Beschlüsse gefasst, die eine gemeinsame Trägerschaft für den Geopark vorsehen, der nach UNESCO-Standard oder im Rahmen eines Europäischen Geopark-Netzwerks ausgerufen werden soll. Karl-Friedrich Weber, Vorsitzender von FEMO e.V., und Kai Müller, Geschäftsführer des Regionalverbandes Harz, unterzeichneten eine gemeinsame Willensbekundung, die den zuständigen Stellen der UNESCO bzw. des Europäischen Geopark-Netzwerks zugestellt wurde. In den nächsten Monaten sollen die Vorarbeiten zum Geopark intensiviert werden; u.a. ist für den kommenden September ein Workshop unter Beteiligung wichtiger regionaler Akteure geplant.

KULTUR
Für den bereits angekündigten "Afrikanisch-deutschen Bildhauer-Event", ein Gemeinschaftsprojekt von Regionalverband Harz, Bergstadt St. Andreasberg und dem Nationalpark Harz, konnte der niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Herr Thomas Oppermann, als Schirmherr gewonnen werden. Auch das kulturelle Rahmenprogramm rund um den offenen Workshop (06.-28.07. im Kurpark St. Andreasberg) nimmt Gestalt an. Es wird sowohl Harzer Kulturdarbietungen wie auch afrikanische Musik beinhalten. In den nächsten Wochen erscheint hierzu ein kleines Faltblatt, das überall im Harz und den angrenzenden Oberzentren ausliegen wird. Die Steinbildhauerkunst der Shona aus Simbabwe genießt unter Kunstexperten weltweit höchstes Ansehen.

NATURPARK
Sieger des Naturpark-Wettbewerbs 2002 ist das ehemalige Brauhaus in der Stadt Langelsheim, Ortsteil Lautenthal. Seine Gestaltung wurde von der Jury des Regionalverbandes Harz als vorbildlich im Rahmen des Wettbewerbsthemas "Erhalt ehemals gewerblich genutzter Gebäude für Kultur und Tourismus" bewertet. Das Alte Brauhaus ist ein Kleinod und zugleich ein interessanter Hinweis auf die Entstehungsgeschichte der Bergstadt Lautenthal. Seine Bewahrung als technisches Denkmal dient dem Gedenken an die Vergangenheit und ist zugleich Verpflichtung für kommende Generationen. Auf insgesamt 500 Quadratmeter Ausstellungsfläche ist eine wertvolle Sammlung zur Brauereihistorie zu sehen. Das Gebäude aus dem frühen 17. Jahrhundert wurde im Dezember 2001 als Einzelbaudenkmal in das Verzeichnis der Kulturdenkmale - Baudenkmale - aufgenommen. Die Verleihung des Naturpark-Preises erfolgt am 26.04 auf dem Walpurgisempfang des Regionalverbandes in Goslar.

KULTUR
Der Kulturpreis Harz 2002 geht an den Verein zur Förderung Moderner Kunst e.V. Goslar. Gewürdigt wurden insbesondere die Befassung mit Gegenwartskunst, die ansonsten im Harz zu wenig gepflegt wird, das hohe ehrenamtliche Engagement der rund 3.000 Vereinsmitglieder, das fachlich hochwertige Selbstverständnis des Vereins sowie sein bundesweiter, z.T. europäischer Bekanntheitsgrad. Der mit 2.500 € dotierte Preis geht an den Verein als Ganzes, nicht an herausragende Persönlichkeiten des Vereins oder für eine besondere Einzelleistung. Solche Einzelleistungen, die für sich genommen durchaus preiswürdig wären, sind bspw. die Initiierung des Kaiserrings Goslar als einer der hochrangigsten deutschen Kunstpreise oder auch die Betreuung des Mönchehaus-Museums in Goslar. Die Preisverleihung erfolgt am 26.04 auf dem Walpurgisempfang des Regionalverbandes in Goslar.

REGION
In seiner Eigenschaft als Schirmherr unterstützt der Regionalverband Harz auch in diesem Jahr das Harzer Seniorensportfest mit einer Förderung in Höhe von 1.300 Euro. Das nunmehr 7. Seniorensportfest findet am 20. Mai in Blankenburg statt und richtet sich an alle Aktiven über 30 Jahre (nähere Informationen: Frau Schönkäse, Landkreis Wernigerode, Tel. 03943/582350).

NATURPARK
Anmeldungen für eine Teilnahme am Harzer Umweltmarkt (02.06., Ilfeld, Landkreis Nordhausen) sowie die Harzer Umwelttage (02.-09.06.; Präsentation der Veranstaltungen erfolgt in einem Faltblatt) sind jetzt noch möglich. Auf dem Umweltmarkt sollen sich insbesondere Umweltbildungseinrichtungen, ökologische Produkte und Agenda 21-Büros präsentieren. Während der Umwelttage wird der Regionalverband gebündelt über Umweltbildungsveranstaltungen i.w.S. informieren, um das große Potenzial zu verdeutlichen, dass der Harz auf diesem Gebiet besitzt. Für alle nicht-kommerziellen Anbieter ist die Marktpräsenz kostenlos.

REGIONALENTWICKLUNG
Für das 5. Harzer Landwirtschaftsfest (30.06.2002) hat der Regionalverband Harz eine Ausfallbürgschaft in Höhe von 1.000 Euro übernommen. Damit erhöht sich die Planungssicherheit für dieses Fest, dass sich in den letzten Jahren zu einer der bedeutendsten Veranstaltungen in der Region Harz entwickelt hat. Die Veranstalter wollen mit dem Landwirtschaftsfest die Verbindungen zwischen Landwirten, Betrieben und Verbrauchern pflegen und "regionale Kreisläufe" festigen und entwickeln. Den Besucher erwartet wieder eine attraktive Leistungsschau, Tierzuchtwettbewerbe, ein großer Bauernmarkt, eine Ausstellung historischer und moderner Landtechnik und ein umfangreiches kulturelles Rahmenprogramm. Nachdem das Fest im vergangenen Jahr aufgrund von BSE und MKS ausfallen musste, hoffen die Veranstalter, an den regen Besucherzuspruch der Vorjahre (bis zu 10.000 Besuchern) anknüpfen zu können.

RADWANDERN
Die ADFC-Regionalkarte Harz, die einzige Radwanderkarte, die die komplette Region Harz abdeckt, liegt jetzt in 3., überarbeiteter Auflage vor. Pünktlich zur Radwandersaison steht allen Interessierten damit eine Übersicht über die Radwanderwege im gesamten Harz zur Verfügung. Die Karte entstand in Kooperation des Regionalverbandes Harz mit der Bielefelder Verlagsanstalt und dem ADFC und wurde bislang schon rund 15.000 mal verkauft.

NATURPARK
Noch bis zum 27. April ist im Harzmuseum Wernigerode eine Sonderausstellung zu Bergwiesen im Harz zu sehen. Der Dreiklang aus Ortschaften, Bergwiesen und Wäldern prägt seit Jahrhunderten die Kulturlandschaft des Harzes. Die artenreichen Bergwiesen verweisen zum einen auf Rodungen, die infolge der Holznutzung entstanden und in Grünland umgewandelt wurden. Zum anderen legen die Bergwiesen Zeugnis ab vom kargen Leben der Oberharzer Bevölkerung, für die es in vorausgegangenen Jahrhunderten lebensnotwendig war, sich im Rahmen, den das raue Klima zuließ, selbst zu versorgen. Mit dem Rückgang der traditionellen Bewirtschaftung fielen viele Bergwiesen brach, wurden aufgeforstet, bebaut oder durch Düngung zu Wirtschaftsgrünland. Mit der Förderung extensiver Nutzung und durch Pflegemaßnahmen wird mit Erfolg versucht, Bergwiesen als einzigartiges Kulturgut und als Lebensraum von bedrohten Pflanzen und Tieren für Einheimische und Gäste zu bewahren.

KULTUR
In diesen Tagen startet der Regionalverband Harz die Sammlung von Terminen für den Veranstaltungskalender "Kulturangebote im Harz", 2. Halbjahr 2002. Der Kalender erscheint halbjährlich in einer Auflage von rd. 7.500 Stück und wird über die acht Mitgliedslandkreise des Regionalverbandes im Harz verteilt. Vielfältige kulturelle Veranstaltungen sind übersichtlich zusammengefasst und werden so der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Es ist der einzige umfassende Veranstaltungskalender für die gesamte Region Harz. Veranstaltungsmeldungen können dem Regionalverband bis zum 10.05.2002 zugestellt werden.

WIRTSCHAFT
Auf seiner letzten Sitzung hat der Vorstand des Regionalverbandes Harz die Aufnahme des Projektes "Erschließung peripherer Geschäftsfelder in Verbindung mit der Sodaherstellung" ins Regionale Aktionsprogramm Harz beschlossen. Der damit verbundene regionale Konsens zur Unterstützung des Vorhabens ist Voraussetzung für die angestrebte Förderung durch das Land Sachsen-Anhalt. Projektträger ist die Firma Sodawerk Staßfurt GmbH & Co. KG.

WIRTSCHAFT
Im Rahmen eines Verbundprojektes zur Erhöhung der Standzeiten bei Druckgießformen wurde ein neuer Stahl für die Produktion von Druckgussteilen zur Marktreife entwickelt. An der Entwicklung des Warmarbeitsstahls mit dem Namen "Dievar" waren auch Firmen aus dem Harz, wie z.B. die Metallwerke Harzgerode und das Unternehmen Modell- und Formenbau Harzgerode beteiligt.

REGION
Eine 44 Meter hohe Landmarke am Abenteuerspielplatz bei Neu-Königsaue mit dem Seeland-Logo macht seit Ende März Besucher schon aus der Ferne auf den Freizeit und Erholungspark Seeland aufmerksam.
Autor: nnz

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