Mi, 18:56 Uhr
12.12.2007
Das neue Herz der Stadt
Im kommenden Jahr ja soll mit dem Bau eines Mehrzweckgerätes im Herzen der Rolandstadt begonnen werden. Nach einer visuellen Fokussierung der Nordhäuser Mitte per Notebook und Beamer gaben wenig später die Stadträte grünes Licht.
Zuvor stellte Dr. Anke Schnettler vom beauftragten Architekturbüro das Vorhaben vor, das ein wenig aussieht, wie ein ausgestochener Betonwürfel, betrachtet man den Bau von der Engelsburg her. Wie dem auch sei, das Herz der Nordhäuser Verwaltungsspitze schlägt dafür, bekannte Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) noch einmal kurz vor der Abstimmung. Bürgersaal, auch für Stadtratssitzungen (?), eine richtige Bibliothek, ein Cafe, eine Tiefgarage für mehr als 90 Plätze und eine Leseterrasse – das soll zwischen Rathaus und dem jetzt in der Sanierung befindlichen Plattenbau entstehen.
Nur die FDP-Gruppe stimmte gegen die entsprechende Beschlussvorlage, ansonsten gab es Zustimmung. Andreas Wieninger (SPD) sprach von einer konsequenten Weiterentwicklung der Innenstadt, Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) konstatierte, dass alles nur machbar wäre, weil es genau für dieses Vorhaben Fördermittel vom Land gebe. Und schließlich merkte Dezernentin Inge Klaan (CDU) noch an, dass dieser Neubau endlich ein soziales Gleichgewicht in Nordhausen schaffen würde. So könnten Kinder aus sozialschwachen Familien endlich auch im Internet recherchieren.
Ebenfalls auf den Weg gebracht wurde das Vorhaben der Flohburg-Sanierung und deren Umbau zu einem weiteren Museum in Nordhausen. Für die CDU-Fraktion gab deren Chef Norbert Klodt zu verstehen, dass eine Sanierung dieses stadtgeschichtlich bedeutenden Gebäudes befürwortet werde, doch die Christdemokraten seien gegen die künftige Nutzung als Museum. Wofür sie sind, gaben sie nicht bekannt.
Geld für die beiden Großvorhaben ist im nächsten Haushalt, der heute ebenfalls beschlossen wurde, fest eingeplant. Und der steht, glaubt man Matthias Jendricke, auf soliden Füßen. Im nächsten Jahr soll der restliche Soll-Fehl-Betrag in Höhe von 2,8 Millionen Euro abgebaut und sollen drei Millionen Euro bestehender Kredite getilgt werden. Möglich wird dies durch die Erarbeitung eines Sechs-Millionen-Euro-Überschusses im Verwaltungshaushalt, der dann in den Vermögenshaushalt überführt wird. Und dann sind da noch mehr als vier Millionen Euro, die man sich von diversen Kreditinstituten nach Jahren der Enthaltsamkeit leihen wird.
Die Diskussion vor dem Haushaltsbeschluß verlief wie immer, langsam neigt sie sich einer historischen Dimension entgegen. Danke, Danke, Danke an die Verwaltung und zurück, insbesondere an die Kämmerei. Es war eine ernsthafte Diskussion – Norbert Klodt. Es war keine leichte Diskussion – Andreas Wieninger. Die LINKE wollte wie immer etwas Grundsätzliches beisteuern und mahnte einen sorgenvollen Umgang mit dem kommunalen Vermögen an. Im Übrigen enthielt sich die Fraktion von Barbara Schencke der Stimme – es war wie immer. Die FDP-Gruppe übrigens, die hatte überhaupt keine Meinung.
Autor: nnzZuvor stellte Dr. Anke Schnettler vom beauftragten Architekturbüro das Vorhaben vor, das ein wenig aussieht, wie ein ausgestochener Betonwürfel, betrachtet man den Bau von der Engelsburg her. Wie dem auch sei, das Herz der Nordhäuser Verwaltungsspitze schlägt dafür, bekannte Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) noch einmal kurz vor der Abstimmung. Bürgersaal, auch für Stadtratssitzungen (?), eine richtige Bibliothek, ein Cafe, eine Tiefgarage für mehr als 90 Plätze und eine Leseterrasse – das soll zwischen Rathaus und dem jetzt in der Sanierung befindlichen Plattenbau entstehen.
Nur die FDP-Gruppe stimmte gegen die entsprechende Beschlussvorlage, ansonsten gab es Zustimmung. Andreas Wieninger (SPD) sprach von einer konsequenten Weiterentwicklung der Innenstadt, Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) konstatierte, dass alles nur machbar wäre, weil es genau für dieses Vorhaben Fördermittel vom Land gebe. Und schließlich merkte Dezernentin Inge Klaan (CDU) noch an, dass dieser Neubau endlich ein soziales Gleichgewicht in Nordhausen schaffen würde. So könnten Kinder aus sozialschwachen Familien endlich auch im Internet recherchieren.
Ebenfalls auf den Weg gebracht wurde das Vorhaben der Flohburg-Sanierung und deren Umbau zu einem weiteren Museum in Nordhausen. Für die CDU-Fraktion gab deren Chef Norbert Klodt zu verstehen, dass eine Sanierung dieses stadtgeschichtlich bedeutenden Gebäudes befürwortet werde, doch die Christdemokraten seien gegen die künftige Nutzung als Museum. Wofür sie sind, gaben sie nicht bekannt.
Geld für die beiden Großvorhaben ist im nächsten Haushalt, der heute ebenfalls beschlossen wurde, fest eingeplant. Und der steht, glaubt man Matthias Jendricke, auf soliden Füßen. Im nächsten Jahr soll der restliche Soll-Fehl-Betrag in Höhe von 2,8 Millionen Euro abgebaut und sollen drei Millionen Euro bestehender Kredite getilgt werden. Möglich wird dies durch die Erarbeitung eines Sechs-Millionen-Euro-Überschusses im Verwaltungshaushalt, der dann in den Vermögenshaushalt überführt wird. Und dann sind da noch mehr als vier Millionen Euro, die man sich von diversen Kreditinstituten nach Jahren der Enthaltsamkeit leihen wird.
Die Diskussion vor dem Haushaltsbeschluß verlief wie immer, langsam neigt sie sich einer historischen Dimension entgegen. Danke, Danke, Danke an die Verwaltung und zurück, insbesondere an die Kämmerei. Es war eine ernsthafte Diskussion – Norbert Klodt. Es war keine leichte Diskussion – Andreas Wieninger. Die LINKE wollte wie immer etwas Grundsätzliches beisteuern und mahnte einen sorgenvollen Umgang mit dem kommunalen Vermögen an. Im Übrigen enthielt sich die Fraktion von Barbara Schencke der Stimme – es war wie immer. Die FDP-Gruppe übrigens, die hatte überhaupt keine Meinung.

