Mi, 11:06 Uhr
03.04.2002
Eine Minute der stillen Erinnerung
Nordhausen (nnz). Der 3. April ist für die Stadt Nordhausen und ihre Bürger nicht irgendein Tag. Die Gedanken vieler Menschen gehen auch in diesem Jahr 57 Jahre zurück. Es war der Tag, an dem dieser Stadt ihr Leben ausgehaucht werden sollte...
Britische und amerikanische Bomberstaffeln hatten sich die bis dato fast unzerstörte Stadt als Ziel ausgesucht. Sollte Vergeltung für die sogenannte V-Waffen-Produktion geübt werden? Sollten die letzten Verbindungswege der letzten Unbelehrbaren zerschnitten werden? Fragen, deren Beantwortung bis heute offen bleibt. Auf Nordhausen wurden am 3. und 4. April aus 243 alliierten Bombern 2.380 Tonnen Bomben, Luftminen und Phosphorkanister abgeworfen. Die einstige Fachwerkstadt wurde zum größten Teil zerstört, fast 9.000 Menschen starben in einem unvorstellbaren Inferno.
Das ist 57 Jahre her. Die danach Geborenen können sich glücklich schätzen ob eines Schatzes, dessen Gewicht an Tagen wie heute deutlich wird: Frieden! Daran erinnerte punkt 10 Uhr Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD). Dieses höchste Gut der Menschheit gelte es nicht nur zu bewahren, sondern dafür müsse sich eingesetzt werden.
Machtlos müssen die Bürger der Stadt Nordhausen jedoch immer wieder zusehen, dass andere Teile dieser einen Welt immer und immer wieder von Krieg, Leid und Elend heimgesucht werden. Unsere Gedanken sind in diesen Tagen oft bei unserer israelischen Partnerstadt Bet Shemesh. Wir hoffen, dass im Nahen Osten die Vernunft endlich die Oberhand über den Kriegswahnsinn gewinnt, so Rinke. Geblieben sei den Nordhäusern die Hoffnung auf baldigen Frieden in dieser Region.
Autor: nnz
Britische und amerikanische Bomberstaffeln hatten sich die bis dato fast unzerstörte Stadt als Ziel ausgesucht. Sollte Vergeltung für die sogenannte V-Waffen-Produktion geübt werden? Sollten die letzten Verbindungswege der letzten Unbelehrbaren zerschnitten werden? Fragen, deren Beantwortung bis heute offen bleibt. Auf Nordhausen wurden am 3. und 4. April aus 243 alliierten Bombern 2.380 Tonnen Bomben, Luftminen und Phosphorkanister abgeworfen. Die einstige Fachwerkstadt wurde zum größten Teil zerstört, fast 9.000 Menschen starben in einem unvorstellbaren Inferno.Das ist 57 Jahre her. Die danach Geborenen können sich glücklich schätzen ob eines Schatzes, dessen Gewicht an Tagen wie heute deutlich wird: Frieden! Daran erinnerte punkt 10 Uhr Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD). Dieses höchste Gut der Menschheit gelte es nicht nur zu bewahren, sondern dafür müsse sich eingesetzt werden.
Machtlos müssen die Bürger der Stadt Nordhausen jedoch immer wieder zusehen, dass andere Teile dieser einen Welt immer und immer wieder von Krieg, Leid und Elend heimgesucht werden. Unsere Gedanken sind in diesen Tagen oft bei unserer israelischen Partnerstadt Bet Shemesh. Wir hoffen, dass im Nahen Osten die Vernunft endlich die Oberhand über den Kriegswahnsinn gewinnt, so Rinke. Geblieben sei den Nordhäusern die Hoffnung auf baldigen Frieden in dieser Region.


