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Fr, 13:37 Uhr
23.11.2007

Auf Expansionskurs

Wenn Unternehmen Fördermittel erhalten, dann kommt Freude auf. Vergessen werden darf aber nicht, daß zuvor weit mehr Geld „angefaßt“ wurde, um eine Investition aus dem Boden zu stampfen. Die nnz mit einem aktuellen Beispiel aus Nordhausen.

Peters, Reinholz (Foto: SBN) Peters, Reinholz (Foto: SBN)
Jürgen Reinholz übergibt an Schachtbau-Geschäftsführer Jens Peters den Fördermittelbescheid

Die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH hat heute (23.11.2007) einen Fördermittelbescheid des Freistaates Thüringen in Höhe von 4,55 Millionen Euro erhalten. Den Bescheid überbrachte Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU). Zu Beginn seines Besuchs stellte Geschäftsführer Jens Peters dem Minister die neue Ausrichtung des Unternehmen an Hand eine beschlossenen Leitbildes vor. Peters machte jedoch auch deutlich, daß gerade die öffentliche Hand bei der Vergabe von Aufträgen für Infrastrukturprojekte immer noch sehr zögerlich vorgehe.

Mit diesen Fördermitteln unterstützt die Landesregierung die Produktionserweiterung am Nordhäuser Standort des Unternehmens. Gefördert werden die neuen Produktionshallen sowie die notwendigen Ausrüstungen und Maschinen für das verarbeitende Gewerbe des Maschinenbaus. Insgesamt wird die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH 37,6 Millionen Euro bis 2009 investieren.

Mit dem Hallenneubau reagiert das Nordhäuser Traditionsunternehmen auf die neue Marktsituation mit einer deutlichen Erweiterung seiner Kapazitäten im Maschinenbaubereich. „Wir können somit sowohl in den quantitativen als auch in den qualitativen Kennziffern zulegen und werden den Anforderungen des Marktes besser gerecht“, erläuterte Geschäftsführer Jens Peters dem Minister. Peters weiter: „Für die Mitarbeiter in diesem Geschäftsbereich schaffen wir ein modernes Arbeitsumfeld, verbessern die Arbeitsbedingungen und können unsere Marktposition nicht nur festigen, sondern auch ausbauen.“

Neben den baulichen Veränderungen investiert die Schachtbau Nordhausen GmbH auch in die Anschaffung neuer Ausrüstungen und Maschinen. Dazu zählen eine neue Plasma- bzw. Laserschneidanlage, ein Schleif-Roboter, eine Roboterzelle für die Vorfertigung im Stahlbau sowie eine Mastvorrichtung mit Roboterschweißportal. Zudem ist die Anschaffung eines Bohrwerks für die Mastfertigung geplant.

Vor Ort: Die neue Halle (Foto: SBN) Vor Ort: Die neue Halle (Foto: SBN)
Besichtigung der neue Halle

Gleichzeitig werden mit dieser Investition nicht nur die bestehenden Arbeitsplätze gesichert, sondern auch mehr als 50 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. In den neuen Hallen sollen ein modernes Stahllager mit integriertem Zuschnittcenter, die Mastproduktion sowie die Produktion der Unterwagen für Bohrgeräte des Spezialtiefbaus etabliert werden. Ein weiterer positiver Effekt ergibt sich für den Stahlbau der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH. Teile der frei werdenden Hallen können dann wieder für die Fertigung von Stahlbrücken genutzt werden. So kann hier die Kapazität von 800 Tonnen in 2007 auf 3.000 Tonnen im kommenden Jahr erhöht werden.

Das Nordhäuser Unternehmen setzt mit dem Neubau der Produktionshallen auch verstärkt auf den Einsatz regenerativer Energien. So wird auf den Dachflächen der neuen Hallen eine Photovoltaikanlage installiert werden, die eine Leistung von 570 kWp (Kilowatt peak) liefern wird. Damit kann bei einem prognostizierten Einsatz von 20 Jahren der Ausstoß von rund 8.800 Tonnen Kohlendioxid vermieden werden.

Hinzu kommt die Installation einer Wärmepumpenanlage, die eine Heizleistung von 530 Kilowatt aufweist. Sie wird künftig die Beheizung der neuen Hallen übernehmen. Durch den Einsatz der Erdwärme werden weitere 85 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr nicht an die Umwelt abgegeben.
Autor: nnz

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