Di, 14:18 Uhr
20.11.2007
Gemeinsam gegen Aids
Jedes Jahr wird am 1. Dezember der Welt-Aids-Tag begangen – ein Tag der Solidarität mit Menschen, die HIV und Aids haben, und denen, die ihnen nahe stehen. Und ein Tag der Mahnung an Politik, Wirtschaft, Medien und Gesellschaft, ihre Verantwortung für die Aidsprävention wahrzunehmen. Ein Betrachtung von Amtsärtzin Ingrid Francke.
Das deutsche Motto Gemeinsam gegen Aids verdeutlicht: Jeder und jede Einzelne trägt Verantwortung. Für sich selbst und andere. Täglich sterben ca. 8000 Menschen weltweit an Aids. Pro Minute infizieren sich 10 Menschen neu mit dem HI-Virus. Es ist nicht zu erwarten, dass in absehbarer Zeit eine Heilung der Krankheit möglich ist.
Nicht zuletzt auf Grund früh begonnener und effektiv durchgeführter Präventionsmaßnahmen stellt sich die Situation in Deutschland im internationalen Vergleich relativ günstig dar.
Trotzdem gibt es ca. 56.000 HIV infizierte Menschen in Deutschland und es sterben derzeit 750 Menschen jährlich an AIDS, obgleich sich die Behandlungsmöglichkeiten seit 1996 erheblich verbessert haben.
Nach Infektionswegen unterschieden, bleiben Männer mit gleichgeschlechtlichen Sexualpartnern in Deutschland die zahlenmäßig größte Betroffenengruppe. Allerdings ist ein zunehmender Trend bei dem Anteil der Personen, die sich über heterosexuelle Kontakte infiziert haben, zu beobachten.
Auch wenn in Deutschland die Anzahl der Neuinfektionen jährlich vergleichsweise niedrig erscheint, so stieg diese jedoch seit 2002 wieder von ca. 2000 auf ca. 2600 an. Verminderte soziale Wahrnehmbarkeit von HIV und AIDS (Die Infektion bzw. Krankheit ist vielen Menschen auf Grund von Therapiemöglichkeiten oft nicht mehr an zu sehen.), der Verlust des Neuigkeitsaspektes, der soziale Abwärtstrend der Epidemie und die mögliche medikamentöse Behandlung des Problems (hohe Nebenwirkungen oft nicht im Bewusstsein) führen allgemein zu einer gefährlichen Gleichgültigkeit.
Nach wie vor gilt: Safer Sex, insbesondere der Gebrauch von Kondomen, schützt vor einer Ansteckung mit HIV und kann helfen, andere sexuell übertragbare Krankheiten zu vermeiden.
Das Gesundheitsamt Nordhausen in der Behringstr. 3 bietet immer donnerstags von 14 bis 16 Uhr sowie nach Vereinbarung eine individuelle anonyme Aidsberatung und einen kostenlosen HIV Test an. Telefonisch ist die Aidsberaterin Kathrin Wolff unter 03631/911186 erreichbar.
Dipl.Med. Ingrid Francke, Amtsärztin
Autor: nnzDas deutsche Motto Gemeinsam gegen Aids verdeutlicht: Jeder und jede Einzelne trägt Verantwortung. Für sich selbst und andere. Täglich sterben ca. 8000 Menschen weltweit an Aids. Pro Minute infizieren sich 10 Menschen neu mit dem HI-Virus. Es ist nicht zu erwarten, dass in absehbarer Zeit eine Heilung der Krankheit möglich ist.
Nicht zuletzt auf Grund früh begonnener und effektiv durchgeführter Präventionsmaßnahmen stellt sich die Situation in Deutschland im internationalen Vergleich relativ günstig dar.
Trotzdem gibt es ca. 56.000 HIV infizierte Menschen in Deutschland und es sterben derzeit 750 Menschen jährlich an AIDS, obgleich sich die Behandlungsmöglichkeiten seit 1996 erheblich verbessert haben.
Nach Infektionswegen unterschieden, bleiben Männer mit gleichgeschlechtlichen Sexualpartnern in Deutschland die zahlenmäßig größte Betroffenengruppe. Allerdings ist ein zunehmender Trend bei dem Anteil der Personen, die sich über heterosexuelle Kontakte infiziert haben, zu beobachten.
Auch wenn in Deutschland die Anzahl der Neuinfektionen jährlich vergleichsweise niedrig erscheint, so stieg diese jedoch seit 2002 wieder von ca. 2000 auf ca. 2600 an. Verminderte soziale Wahrnehmbarkeit von HIV und AIDS (Die Infektion bzw. Krankheit ist vielen Menschen auf Grund von Therapiemöglichkeiten oft nicht mehr an zu sehen.), der Verlust des Neuigkeitsaspektes, der soziale Abwärtstrend der Epidemie und die mögliche medikamentöse Behandlung des Problems (hohe Nebenwirkungen oft nicht im Bewusstsein) führen allgemein zu einer gefährlichen Gleichgültigkeit.
Nach wie vor gilt: Safer Sex, insbesondere der Gebrauch von Kondomen, schützt vor einer Ansteckung mit HIV und kann helfen, andere sexuell übertragbare Krankheiten zu vermeiden.
Das Gesundheitsamt Nordhausen in der Behringstr. 3 bietet immer donnerstags von 14 bis 16 Uhr sowie nach Vereinbarung eine individuelle anonyme Aidsberatung und einen kostenlosen HIV Test an. Telefonisch ist die Aidsberaterin Kathrin Wolff unter 03631/911186 erreichbar.
Dipl.Med. Ingrid Francke, Amtsärztin

