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Do, 18:56 Uhr
21.03.2002

Ziel: 5.000 Unterschriften

Nordhausen (nnz). Seit mehr als zwei Wochen läuft in Nordhausen eine Unterschriftenaktion, die der Stadtrat initiierte. Mit ihrer Unterschrift sollen sich die Nordhäuser gegen geplante rechtsradikale Aufmärsche zur Wehr setzen. „Die Resonanz ist bislang recht schleppend...“


Zu dieser Aussage kam heute der PDS-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Frank Hermsdorf. Seine Fraktion hatte die Unterschriftenaktion angeregt. „Nordhausen darf in Zukunft kein Tummelplatz Rechter aber auch kein Ort für Chaostage werden“, meinte Hermsdorf, der von bislang rund 500 gesammelten Unterschriften sprach. Das große Ziel sollen 5.000 sein, die müssen bis zum 15. April auf dem Papier stehen und sollen dann als Argument für die Verhinderung einer bereits für den 27. April angemeldeten NPD-Demo fungieren. Als Vorbild dieser Aktion dient die Stadt Weimar. Nach nnz-Informationen soll die NPD-Demo unter einem skandalösen Motto angemeldet worden sein: „Rum und Ehre der Waffen-SS“!

Zur Zeit liegen Listen im Foyer des Rathauses, im Bürgeramt, im Theater und im Buchhaus Rose aus. Die Initiatoren der Unterschriftensammlung würden sich freuen, wenn auch Unternehmen und Institutionen in und um Nordhausen Raum und Platz für die Listen bieten würden. Die Resonanz aus der Wirtschaft sei bislang eher verhalten. Derzeit werden Listen an die Schulen der Stadt verteilt. Fleißig gesammelt wird gegenwärtig an der Berufsbildenden Schule 2, die Fachhochschule wird sich nach den Semesterferien anschließen.

Die heutige Pressekonferenz war als Aktion der vier Fraktionen im Nordhäuser Stadtrat angekündigt worden. Als Teilnehmer konnten jedoch nur die Fraktionschefs der PDS und der Demokratischen Mitte ausgemacht werden. Vielleicht fängt das Handeln gegen Naziaufmärsche auch und gerade in den Reihen der kommunalen Politiker an. SPD und CDU glänzten zu später Stunde mit Abwesenheit.
Autor: nnz

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